Brandschutz
Feuerpolizei macht Keller-Stichkontrollen an der Basler Fasnacht

Es sind neu Stichkontrollen zur maximalen Belegungszahl vorgesehen. Dies ist Teil eines Massnahmenpakets des Kantons nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana.
Kommentieren
1/4
Foto: KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS
KEYSTONE-SDA_Quadrat_pos.jpg
Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Die obligatorische Vorbesichtigung aller rund 70 Keller mit einer Betriebsbewilligung wird am 2. Februar starten, wie Veronika Röthlisberger, Direktorin der Gebäudeversicherung Basel-Stadt, am Donnerstag vor den Medien sagte. In den öffentlich zugänglichen Vereinslokalen wird zudem ein striktes Rauch- und Feuerverbot gelten. Ausnahmen gibt es nur bei bewilligten Gaskochstellen.

Die Behörden stellen den Fasnachtscliquen Informationsplakate mit der maximalen Belegungszahlen zur Verfügung, die sie bei den Kellereingängen anbringen müssen. Wie sie die Anzahl Gäste im Auge behalten, ist den Cliquen selbst überlassen, etwa mit einem Türsteher oder einem Reservationssystem. Die meisten Keller haben eine Bewilligung für maximal 50 oder 100 Personen.

«Wenn es Probleme gibt sind, sind es überfüllte Keller und verstellte Fluchtwege», sagte Röthlisberger. Die Feuerpolizei wird die Stichkontrollen nicht nur in den Cliquenkellern, sondern auch in anderen Lokalen durchführen.

Stellt sie bei der Begehung vor der Fasnacht gravierende Mängel fest, die nicht behoben werden können, verfügen die Behörden eine Nutzungsbeschränkung, die bis zu einer faktischen Schliessung führen kann. Dasselbe gilt, wenn die Feuerpolizei bei den Stichkontrollen während des Betrieb Verstösse gegen die Brandschutzauflagen feststellt oder die Betreiber nicht kooperieren.

Zudem führt die Gebäudeversicherung am 29. Januar eine Informationsveranstaltung für die Betreiberinnen und Betreiber durch. Unter anderem sollen die Fasnachtscliquen daran erinnert werden, die Fluchtwege freizuhalten und diese nicht etwa als Abstellplätze für Trommeln und Larven zu nutzen, wie Röthlisberger weiter sagte.

«Ziel ist eine sichere Fasnacht», sagte Regierungsrätin Tanja Soland (SP). Nach der Katastrophe von Crans-Montana in der Neujahrsnacht seien in der Bevölkerung Verunsicherung und viele Fragen im Hinblick auf den Grossanlass präsent.

Die Regierung hat 70'000 Franken für die Informations- und Sensibilisierungskampagne zum Brandschutz gesprochen. Die Kontrollgänge gehen aufs Konto der Gebäudeversicherung. Sechs Experten werden diese durchführen, wie die Direktorin der Gebäudeversicherung weiter sagte.

Bei den Begehungen liegt der Fokus unter anderem auf den Fluchtwegen und Feuerlöschern sowie auf der Schulung des Personals. Ein Thema wird auch die Dekoration sein. Viele Cliquenkeller sind etwa mit Laternenseiten geschmückt. Die Feuerpolizei empfiehlt, keine leicht brennbaren Materialien zu verwenden, wie die Direktorin der Gebäudeversicherung weiter sagte.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen