Darum gehts
- Roger Elsener (47) ist neuer SRF-Direktor, Nachfolger von Nathalie Wappler
- Bundesrat plant strengere Regeln für SRG, weniger Online-Texte gefordert
- Elsener übernimmt Verantwortung für SRF-Information, Fokus auf Sparmassnahmen und Konzession
Ende der Medienkonferenz
Es gibt keine Fragen mehr. Die Medienkonferenz ist beendet. Wir beenden den Ticker. Vielen Dank für das Interesse!
Kein Interesse an Leaks
Blick-Journalist Jean-Claude Galli will wissen, warum der Name der neuen Direktionsmitglieder geleakt worden sei. Man habe besseres zu tun als dieser Frage nachzugehen, sagt Wille. Der Auswahlprozess habe lange gedauert, insofern sei es fast lange gegangen, bis Namen publik geworden seien.
Kann der neue Direktor Elsener Information?
Ein weiterer Journalist stellt eine Frage an Roger Elsener. Er gelte als Mann der Unterhaltung. Er sei nicht mit der «ganz grossen Leidenschaft für die Information» aufgefallen. Elsener antwortet, er habe etwa für Tele Bärn oder Tele Züri gearbeitet. Mit TV24 sei ein neuer Sender gestartet worden. Er habe das ganze Portfolio geleitet, nicht nur die Unterhaltung. «Es war immer ein Portfolio an Medienmarken.» Die regionalen Sender hätten Priorität genossen, der Bund sei zufrieden gewesen mit der Konzessionsleistung.
Nun ist die Fragerunde eröffnet. Ein Journalist fragt nach dem Bewerbungsprozess und personellen Verquickungen eines Headhunters. Verwaltungsratspräsident Jean-Michel Cina erklärt nochmals das Prozedere. Man habe das beste Team zusammengestellt, sagt er und hält einen Werbespot, nimmt aber nicht zur Frage Stellung. Lukas Bruhin, Präsident des Regionalrats, betont nun in den Details, wie der Prozess abgelaufen ist. Der Regionalvorstand habe den Entscheid einstimmig gefällt. «Ich sehe wirklich nicht, wie dieses Verfahren ein Problem sein könnte.»
Nun ist wieder Susanne Wille am Mikrofon. Man habe bei den neuen Mitgliedern auch auf die regionale Ausgewogenheit geachtet, sagt Wille. «Die SRG wird schlanker und beweglicher», sagt Wille.
Effizienter werden
Dritter im Bunde der neuen SRG-Geschäftsleitungsmitglieder ist Moritz Stadler, der das Angebot verantworten wird. Er ist in Deutschland geboren, aber mit elf Jahren nach Paris gezogen. Er ist seit 2022 bei RTS für den Bereich Operationen verantwortlich und hat bei der ESC-Austragung in Basel eine führende Rolle gehabt. Die SRG müsse in jeder Region jederzeit die richtigen Mittel bereitstellen. «Wir werden unsere Aktivitäten auf das fokussieren, was wir am besten können.» Die Teams würden schweizweit eng zusammengeführt und sollen effizient werden.
Näher ans Publikum rücken
Nun stellt sich Nicolas Pernet vor, bisher Direktor des RTR in Chur. Nach ersten Sätzen auf Rätoromanisch wechselt er auf Deutsch. Er wird künftig die Direktion Angebote leiten. «Für mich steht fest, dass wir das Angebot der SRG noch näher zum Publikum führen müssen.» Deshalb müsse das Angebot konsequent entlang den Erwartungen des Publikums entwickeln müssen. Zudem müsse man die Position im Schweizer Medienmarkt finden und zudem Daten besser nutzen.
Als Prioritäten nennt Elsener: Modernes digitales Leitmedium in der Deutschschweiz werden, ebenso ein Ort für verlässliche Informationen, Digitalisierungssprung machen, Zuschauer halten und gewinnen trotz verändertem Nutzungsverhalten.
«Für mich steht eine Frage im Zentrum: Wie holen wir das Publikum zu uns?» Bei 3+ habe er gelernt, mit wenig Budget, aber vielen Innovationen Fernsehen zu machen. Bei CH Media war er verantwortlich für regionale Radio- und Fernsehsender, auch mit Konzessionsauftrag und damit Service public-Leistungen. Früher sei SRF sein Mitbewerber gewesen. «Nun werde ich den Hut wechseln», sagt Elsener.
Zeitungsverträger mit Digitalisierungserfahrung
Nun stellt sich der neue SRF-Direktor Roger Elsener vor. «Die Chance kriegt man nur einmal im Leben», sagt er und blickt auf seinen ersten Kontakt zurück mit Medien. Als Kanti-Schüler in Zug habe er Zeitungen ausgetragen. Die Medienarbeit habe ihn dann gepackt und nicht mehr losgelassen. Seine Lizenziatsarbeit an der Uni habe er zur Digitalisierung des Fernsehens geschrieben, Jahre vor Netflix & Co.
Er muss SRF jetzt auf Kurs bringen: Roger Elsener (47) heisst der neue SRF-Direktor. Das hat das Medienhaus am Mittwochmorgen mitgeteilt. Der frühere CH-Media-Mann und aktuelle Zattoo-CEO folgt auf Nathalie Wappler (58), die SRF nach sieben Jahren verlässt. Nun ist er erstmals vor die Medien getreten.
Fragen gefallen musste sich Elsener etwa zum Umstand, dass er mit der Information bisher wenig zu tun hatte. «Bei 3+ habe ich gelernt, mit wenig Budget, aber vielen Innovationen Fernsehen zu machen», sagte er und verwies auf seine Erfahrung mit Service-public-Leistungen bei regionalen Radio- und Fernsehsendern, die die Konzessionsvorgaben aus Sicht des Bundes immer erfüllt hätten.
«Für mich steht eine Frage im Zentrum: Wie holen wir das Publikum zu uns?», sagte Elsener, der von der «Chance seines Lebens» sprach. Er wolle den Digitalisierungssprung schaffen und gleichzeitig Zuschauer halten und gewinnen - trotz des veränderten Nutzungsverhaltens.
Wille: SRG komplett neu aufstellen
Neben Elsener wurden auch weitere Mitglieder der Geschäftsleitung vorgestellt. Moritz Stadler, neu verantwortlich für den SRG-Bereich Operationen, und Nicolas Pernet, der künftig die Direktion Angebote leiten wird. Er unterstrich die Wichtigkeit, näher am Publikum zu sein und das Angebot entlang der Erwartungen zu entwickeln. «Für mich steht fest, dass wir das Angebot der SRG noch näher zum Publikum führen müssen», sagte er.
SRG-Generaldirektorin Susanne Wille zeigte sich erfreut über die Wahl der drei neuen Geschäftsleitungsmitglieder. Sie betonte, dass SRF effizienter werden müsse. Mit Blick auf das Sparprogramm, das aus der Gebührensenkung auf 3oo Franken resultiert, aber auch mit Blick auf die sich verändernde Mediennutzung des Publikums müsse die SRG «komplett neu aufgestellt» werden.
Ende der Medienkonferenz
Es gibt keine Fragen mehr. Die Medienkonferenz ist beendet. Wir beenden den Ticker. Vielen Dank für das Interesse!
Kein Interesse an Leaks
Blick-Journalist Jean-Claude Galli will wissen, warum der Name der neuen Direktionsmitglieder geleakt worden sei. Man habe besseres zu tun als dieser Frage nachzugehen, sagt Wille. Der Auswahlprozess habe lange gedauert, insofern sei es fast lange gegangen, bis Namen publik geworden seien.
Kann der neue Direktor Elsener Information?
Ein weiterer Journalist stellt eine Frage an Roger Elsener. Er gelte als Mann der Unterhaltung. Er sei nicht mit der «ganz grossen Leidenschaft für die Information» aufgefallen. Elsener antwortet, er habe etwa für Tele Bärn oder Tele Züri gearbeitet. Mit TV24 sei ein neuer Sender gestartet worden. Er habe das ganze Portfolio geleitet, nicht nur die Unterhaltung. «Es war immer ein Portfolio an Medienmarken.» Die regionalen Sender hätten Priorität genossen, der Bund sei zufrieden gewesen mit der Konzessionsleistung.
Nun ist die Fragerunde eröffnet. Ein Journalist fragt nach dem Bewerbungsprozess und personellen Verquickungen eines Headhunters. Verwaltungsratspräsident Jean-Michel Cina erklärt nochmals das Prozedere. Man habe das beste Team zusammengestellt, sagt er und hält einen Werbespot, nimmt aber nicht zur Frage Stellung. Lukas Bruhin, Präsident des Regionalrats, betont nun in den Details, wie der Prozess abgelaufen ist. Der Regionalvorstand habe den Entscheid einstimmig gefällt. «Ich sehe wirklich nicht, wie dieses Verfahren ein Problem sein könnte.»
Nun ist wieder Susanne Wille am Mikrofon. Man habe bei den neuen Mitgliedern auch auf die regionale Ausgewogenheit geachtet, sagt Wille. «Die SRG wird schlanker und beweglicher», sagt Wille.
Effizienter werden
Dritter im Bunde der neuen SRG-Geschäftsleitungsmitglieder ist Moritz Stadler, der das Angebot verantworten wird. Er ist in Deutschland geboren, aber mit elf Jahren nach Paris gezogen. Er ist seit 2022 bei RTS für den Bereich Operationen verantwortlich und hat bei der ESC-Austragung in Basel eine führende Rolle gehabt. Die SRG müsse in jeder Region jederzeit die richtigen Mittel bereitstellen. «Wir werden unsere Aktivitäten auf das fokussieren, was wir am besten können.» Die Teams würden schweizweit eng zusammengeführt und sollen effizient werden.
Näher ans Publikum rücken
Nun stellt sich Nicolas Pernet vor, bisher Direktor des RTR in Chur. Nach ersten Sätzen auf Rätoromanisch wechselt er auf Deutsch. Er wird künftig die Direktion Angebote leiten. «Für mich steht fest, dass wir das Angebot der SRG noch näher zum Publikum führen müssen.» Deshalb müsse das Angebot konsequent entlang den Erwartungen des Publikums entwickeln müssen. Zudem müsse man die Position im Schweizer Medienmarkt finden und zudem Daten besser nutzen.
Als Prioritäten nennt Elsener: Modernes digitales Leitmedium in der Deutschschweiz werden, ebenso ein Ort für verlässliche Informationen, Digitalisierungssprung machen, Zuschauer halten und gewinnen trotz verändertem Nutzungsverhalten.
«Für mich steht eine Frage im Zentrum: Wie holen wir das Publikum zu uns?» Bei 3+ habe er gelernt, mit wenig Budget, aber vielen Innovationen Fernsehen zu machen. Bei CH Media war er verantwortlich für regionale Radio- und Fernsehsender, auch mit Konzessionsauftrag und damit Service public-Leistungen. Früher sei SRF sein Mitbewerber gewesen. «Nun werde ich den Hut wechseln», sagt Elsener.
Zeitungsverträger mit Digitalisierungserfahrung
Nun stellt sich der neue SRF-Direktor Roger Elsener vor. «Die Chance kriegt man nur einmal im Leben», sagt er und blickt auf seinen ersten Kontakt zurück mit Medien. Als Kanti-Schüler in Zug habe er Zeitungen ausgetragen. Die Medienarbeit habe ihn dann gepackt und nicht mehr losgelassen. Seine Lizenziatsarbeit an der Uni habe er zur Digitalisierung des Fernsehens geschrieben, Jahre vor Netflix & Co.
Den Ticker zum Nachlesen gibt es unten. Ein Porträt über Elsener hat Blick-Redaktor Jean-Claude Galli heute Morgen bereits verfasst. Du findest es hier
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