Darum gehts
- Basel-Stadt kann E-Voting-Stimmen wegen streikenden USB-Sticks nicht auswerten
- Spezialisten arbeiten an Lösung, Erfolg bis Sonntag unwahrscheinlich
- Auswirkungen auf Abstimmungen vom 8. März noch unklar
Wenn am Sonntag die Resultate der nationalen Abstimmungen verkündet werden, dürften sie nicht ganz vollständig sein: Voraussichtlich werden die E-Voting-Stimmen fehlen, die im Kanton Basel-Stadt abgegeben wurden.
Das Problem: Die elektronische Urne, in der sich die E-Voting-Stimmen befinden, ist mit einem Passwort geschützt. Dieses wird am Computer generiert und dann auf einen USB-Stick geladen, der sich seinerseits nur mit einem PIN-Code entsperren lässt. Dieser Stick funktioniert jedoch nicht – die Gründe sind unklar.
Forensiker der Basler Polizei und Spezialisten der Post suchen fieberhaft nach einer Lösung, wie der Basler Regierungssprecher Marco Greiner (58) zu Blick sagt. «Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch klein, dass das Problem bis am Sonntag behoben werden kann.»
Auswirkungen noch unklar
Auch Graubünden, St. Gallen und Thurgau bieten E-Voting an. Wie Basel-Stadt setzen sie auf ein von der Post entwickeltes System. Diese Kantone seien jedoch nicht betroffen, gab die Bundeskanzlei am Freitag bekannt. Es handle sich in Basel um ein Hardwareproblem – das E-Voting-System und insbesondere die verschlüsselten Stimmen seien davon unberührt.
Allfällige Auswirkungen der Resultate aus dem Kanton Basel-Stadt auf die Ergebnisse des eidgenössischen Urnengangs könnten beurteilt werden, wenn am 8. März die provisorischen Ergebnisse zu sämtlichen Vorlagen aus allen Kantonen vorliegen.