Darum gehts
- Renzo Blumenthal und Ladina trennten sich 2024 nach 16 Ehejahren
- Drei Töchter leben bei Ladina, Sohn Moreno bleibt beim Vater
- Blumenthal spricht über seinen Trennungsschmerz und die Sehnsucht nach den Kindern
Vor ziemlich genau zwei Jahren überraschten Ex-Mister-Schweiz Renzo Blumenthal (49) und seine Ehefrau Ladina (42) mit einem Statement, dass sie sich nach 16 Ehejahren trennen. Jetzt blickt der Bündner im Gespräch mit der Schweizer Illustrierten zurück auf die Zeit nach dem Ende der Beziehung.
Nicht nur das Ehe-Aus selbst machte Blumenthal zu schaffen. Sohn Moreno (17) blieb zwar beim Vater, aber die Töchter Lena-Priscilla (14), Naemi (12) und Grace (8) verliessen mit der Mutter das Zuhause im Bündner Bergdorf. Das setzte Renzo noch heftiger zu.
Neuanfang den Kindern zuliebe
Zum Schmerz über den Verlust seiner Liebsten gesellten sich Wut und Zorn, aber auch Verzweiflung, als Ehemann versagt zu haben – ganz zu schweigen von der Scham, im 500-Seelen-Dorf zum Gespött zu werden. Aber nicht nur seine Tiere, für die der Landwirt sorgen musste, gaben ihm Halt. Auch die Eltern Ursin (76) und Carmen (72) sowie seine Brüder waren Renzo eine Stütze.
Inzwischen geht es ihm besser. «Klar, mein Leben ist anders als vor der Trennung. Ich brauchte Zeit, damit zurechtzukommen, und musste neu anfangen.» Aber das Leben gehe für ihn weiter. Obwohl die Scheidung noch nicht abgeschlossen ist, hat sich sein Verhältnis zu Noch-Ehefrau Ladina beruhigt. «Wir haben es gut miteinander, allein der Kinder wegen.» Moreno, der die Ausbildung zum Landwirt macht, lebt beim Vater, die drei Mädchen bei der Mutter. Renzo sieht alle Kinder regelmässig. «Lena-Priscilla sogar unter der Woche, wenn ich sie zum Judo bringe und abhole.»
Zeit soll Blumenthals Wunden heilen
Selbst wenn die Grösste nicht auf dem Hof ist, erinnern zwei Zwerggeissen, die über den Hof springen, immer an die Tochter. Renzo schenkte sie ihr zum Geburtstag. Sind die Kinder bei ihm, nimmt sich der Landwirt extra Zeit. Jetzt im Winter gehen wir Ski fahren, schlitteln oder Schlittschuh laufen – im Sommer grillieren wir, gehen baden, wandern auf unser Maiensäss oder spielen auch mal Minigolf.
Nur das Abschiednehmen nach den gemeinsamen Wochenenden fällt ihm schwer. Zu schaffen macht ihm zudem, nicht mehr direkt miterleben zu können, wie seine Kinder gross werden. «Ich fühle mich nur noch als Wochenendpapa, Gute-Laune-Vater und Spassvogel, aber nicht mehr als Erzieher», sagt er. Manchmal frage er sich, was er denn eigentlich überhaupt noch sei: «Nichts. Einfach nichts. Dabei brauchen die Kinder auch ihren Vater.»
Auch wenn er noch immer hin und wieder Herzschmerz verspüre, sei er überzeugt, dass die Zeit alle Wunden heile. Für Renzo zählt jetzt nur eines: vorwärtszublicken. Er sei gelassener geworden, spüre weder Wut noch Unzufriedenheit, sondern einfach nur extreme Ruhe in sich. Einen einzigen Wunsch hat er aber doch noch: «Ich hätte gern meine Kinder den ganzen Tag um mich herum.»