Darum gehts
- Ursula Andress' verschwundenes Vermögen von 18 Mio. Franken wiederentdeckt
- Ermittler fanden 11 Immobilien, 14 Grundstücke und Kunstwerke in Italien
- Beschlagnahmte Besitztümer auf rund 20 Mio. Euro geschätzt
Das «verschwundene» Vermögen der Schweizer Schauspielerin Ursula Andress ist nach internationalen Ermittlungen wieder aufgetaucht. Ihr früherer Vermögensverwalter, der mittlerweile verstorben ist, soll zu Lebzeiten rund 18 Millionen Franken veruntreut haben, wie die italienische Nachrichtenagentur Adnkronos am Donnerstag berichtete.
Die Ermittlungen nahmen ihren Anfang in der Schweiz, nachdem Andress eine drastische Reduktion ihres Vermögens festgestellt und im Kanton Waadt Anzeige erstattet hatte. Sie beschuldigte ihren damaligen Vermögensverwalter, Gelder in Millionenhöhe gestohlen zu haben. «Mir geht es derzeit sehr schlecht», erklärte die 90-jährige Schauspielerin im Januar gegenüber Blick.
Schweizer Behörden deckten ein komplexes Netzwerk von Geldwäscherei auf, das darauf abzielte, die Spur des gestohlenen Geldes zu verwischen. Laut Adnkronos konnten die Ermittler den Fluss von rund 18 Millionen Franken nachvollziehen. Diese Summe sei in ausländische Firmen, Immobilienkäufe und wertvolle Kunstwerke investiert worden.
11 Immobilien, 14 Grundstücke
Die Spur führte schliesslich nach Italien, insbesondere in die Provinz Florenz. Dort entdeckten die Ermittler 11 Immobilien, 14 Grundstücke – darunter Weinberge und Olivenhaine – sowie Kunstwerke und weitere finanzielle Mittel. Diese Besitztümer, geschätzt auf rund 20 Millionen Euro, wurden von der Staatsanwaltschaft in Florenz und der Finanzpolizei beschlagnahmt. Laut den Ermittlern stehen sie im Zusammenhang mit der illegalen Verwaltung des Vermögens von Andress.
Ursula Andress, geboren in Ostermundigen und seit Jahren wohnhaft in Rom, wurde 1962 weltberühmt als erstes Bond-Girl an der Seite von Sean Connery in «James Bond jagt Dr. No». Ihre ikonische Szene im weissen Bikini ist unvergessen. Erst kürzlich feierte sie ihren 90. Geburtstag.