Darum gehts
- 20. Charity-Gala in St. Moritz unterstützt Sheba Medical Center bei Tel Aviv
- Über 1,5 Millionen Euro Spenden für Kinderspital und Rehabilitationsflügel gesammelt
- In 20 Jahren 16,5 Millionen Euro für medizinische Projekte investiert
St. Moritz ist nicht nur der Engadiner Nobelort, wo Luxus zelebriert wird und Pferderennen beeindrucken. Es ist auch ein Ort der Herzlichkeit und Grosszügigkeit. Das hat sich so stark wie nie am Sonntagabend bei der 20. Charity-Gala zugunsten des israelischen Sheba Medical Center bei Tel Aviv, weltweit bekannt als «Krankenhaus des Friedens», gezeigt. Das Spital behandelt alle Menschen in Israel und im Nahen Osten, unabhängig von Religion und Herkunft.
Das Motto des glamourösen Jubiläumsabends im Fünf-Sterne-Hotel Carlton bei Champagner und Wolfsbarsch: «Healing and Hope» – heilen und hoffen. Den Weg dafür ebnet Sheba-Professor Yitshak Kreiss (60) in Israel mit seinen Teams auf dem Campus – bestehend aus 12'000 Mitarbeitenden – und weltweit mit 135 involvierten Start-ups, die sich der Patientenpflege-Entwicklung widmen. Ihr Anspruch: die Messlatte hoch zu hängen, nichts für unmöglich zu halten. Menschlich und mittels Hightech.
Harte Jahre für Israel
«Die letzten zweieinhalb Jahre waren sehr hart in Israel, aber in den letzten Monaten, nachdem die letzte Geisel zurückgekehrt ist, wird es besser. Wir hoffen auf Frieden. Wir haben das Gefühl, dass eine neue Ära für uns beginnt. Wir arbeiten unermüdlich an der Zukunft, daran, aus der Krise in den Aufschwung zu kommen, vom Tod in die Hoffnung», so Kreiss, der 2025 als einer der 100 einflussreichsten Onkologen ausgezeichnet wurde. «Wir hoffen auf Frieden und sind auf alles vorbereitet.»
Wie sehr seine Vision «gemeinsam Gutes für die Welt zu tun» auch im Sinn und Geist von Philantropin und Verlegerin Ellen Ringier (1951–2025) war, wurde gestern erneut sichtbar. Sie unterstützte das Sheba Medical Center 15 Jahre lang, ihr lagen vor allem das Kinderspital Edmond and Lily Safra am Herzen. Ein neuer Rehabilitationsflügel, der ihren Namen trägt, soll rund 25 Kindern, die bis zu ein Jahr bleiben müssen, mehr Bewegungsfreiheit, Mut und Geborgenheit geben.
Posthume Ehre für Ellen Ringier
An der Gala mit rund 170 geladenen Gästen kamen dafür über 1,5 Millionen Euro durch Spenden und die Auktion zusammen. So viel wie noch nie an einem einzelnen Sheba-Event. Durchgeführt wurde die Auktion vom international renommierten, britischen Aristokraten Earl of Rosebery von Sotheby’s London.
In emotionalen Worten gedachte Verleger Michael Ringier (76) im Beisein seiner Töchter Lilly und Sophie seiner verstorbenen Gattin und nahm für Ellen Ringier die posthume Ehrung «Hope Without Boundaries» – Hoffnung ohne Grenzen – entgegen.
Innert zwei Jahrzehnten wurden an den Spendengalas in St. Moritz 16,5 Millionen Euro gesammelt und vor Ort investiert. In Patientenbetten, Inkubatoren für Früh- und Neugeborene, Beatmungsgeräte und robotische Gangsysteme. Nun in einen neuen Rehabilitationsflügel.
Die Gala, durch die ARD-Tagesschau-Sprecherin Ilanit Spinner (41) führte, ist kein lautes Society-Spektakel. Es ist ein Event mit internationalen Gästen, die eine Atmosphäre schaffen, in der die Wichtigkeit von Engagement sichtbar wird, das weit über die Alpen hinaus hallt und in Israel wirkt.