Darum gehts
- Nik Hartmann (53) spricht über seine SRF-Rückkehr und berufliche Herausforderungen
- Er verlor fünf Kilo wegen Überforderung und erlebte einen Zusammenbruch
- Seit 1991 mit seiner Frau Carla zusammen, gibt ihm Familie Halt
Nik Hartmann (53) ist aus dem Fernsehen nicht wegzudenken. Seit 30 Jahren ist der Moderator eine feste Grösse im Schweizer Showbusiness. Aktuell steht er als Gastgeber von «Happy Day» im Rampenlicht. Im Podcast von Moderatorin Andrea Jansen spricht er über seine Rückkehr zu SRF.
Der Neustart fühle sich richtig gut an. «Die ersten vier Folgen sind durch. Die Sendung macht wirklich Freude, und es ist kein einziges negatives Gefühl dabei.» Wirklich geplant sei die Rückkehr nicht gewesen: «Die Zeit als ich weg war, bei CH Media, war lehrreich. Ich habe viele neue Leute kennengelernt, auch mich besser kennengelernt. Es war Zufall, dass ich zurückgekommen bin.»
Im Laufe des Gesprächs gesteht Hartmann, dass es der berufliche Abstecher in sich hatte. Plötzlich lastete enormer Druck auf ihm. «Bin ich der Retter, der aus 3+ jetzt ein Programm macht, das 30 Prozent Marktanteil hat, wie ich es von SRF gewöhnt war?», fragt sich Hartmann. «Schnell haben wir gemerkt: Das schaffen wir nicht.»
Fünf Kilo abgenommen
Die Folge: Überforderung und schlaflose Nächte. «Ich tendiere dazu, alle Probleme zu meinen zu machen.» Ein Moment habe ihn besonders geprägt. «Es gab Phasen, da sass ich zu Hause am Tisch und meine Familie hat sich Sorgen gemacht um mich. Ich habe in die Leere geschaut und fünf Kilo abgenommen.»
Hartmann spricht offen über einen Zusammenbruch im Büro seines Chefs. «Er hat das super aufgenommen. Wenn du in diesem Tal bist, gibt es wieder einen Weg raus. Ich bin ein zutiefst optimistischer Mann.»
Heute zieht der Moderator eine klare Lehre aus dieser Zeit: «Man ist das Leben lang der gleiche wie mit 12 auf dem Pausenplatz. Ich habe gelernt, das Jetzt und Hier zu leben. Wenn ich jetzt eine gute Gegenwart habe, habe ich in Zukunft eine lässige Vergangenheit.»
Hartmann ist ein Familienmensch
Neben dem Job gibt ihm vor allem seine Familie Halt. Seit über 30 Jahren ist er mit seiner Frau Carla (52) zusammen. Ihre Liebesgeschichte klingt wie aus einem Film. «Es gab eine Wolkenformation in Herzform, als wir in den Himmel schauten. Das war der 19. Juni 1991.»
Trotz Prominenz bleibt Hartmann bodenständig. «Ich nehme das mit viel Freude zur Kenntnis. All das ist ein Spiel. Ich bin nicht interessanter als mein Nachbar.» Abseits der Kameras sehnt er sich nach mehr Freiraum: «Ich habe immer davon geträumt, Theaterstücke zu schreiben. Wenn ich etwas möchte, dann noch etwas mehr Freiheit zu bekommen. Ich bin ein bisschen gefangen mit mir selber.»