Umstrittener Sponsor: Peter Buser schockt mit Extrem-Aussagen(01:30)

HCD-Buser verteidigt sich – und legt noch einen drauf
«Meine Freundin sass freiwillig auf dem Boden – und der Teppich ist schön weich»

Nach seinem bizzaren Aufritt beim SRF nimmt der bekennende «Antifeminist» und HCD-Sponsor Peter Buser zum ersten Mal Stellung. Dass seine Freundin auf dem Boden hocken müsse, habe auch mit der Sklaverei zu tun.
Publiziert: 16.12.2019 um 17:09 Uhr
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Aktualisiert: 16.12.2019 um 17:29 Uhr
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HCD-Sponsor Peter Buser wehrt sich: «Meine Freundin sass freiwillig auf dem Boden», rechtfertigt der exzentrische Millionär seinen bizarren Auftritt im SRF. Während des TV-Beitrags musste seine Partnerin am Boden hocken.
Patricia Broder

Jetzt wehrt sich Peter Buser (82): «Ich bin kein Sexist», erklärt der HC-Davos-Sponsor nach seinem kontroversen Auftritt im «Sportpanorama» (Blick berichtete). «Meine Freundin sass freiwillig auf dem Boden», rechtfertigt der exzentrische Millionär die Tatsache, dass seine Partnerin Gabriela (25) während des ganzen SRF-Interviews am Boden hocken musste. «Ausserdem ist es ein neuer Teppich, auf dem sie da hockt. Der ist sehr bequem.» Junge Leute würden sowieso gern auf dem Boden sitzen, sagt Buser weiter. «Ich könnte das nicht mehr, weil ich dann nicht mehr aufstehen könnte.»

«Vor 200 Jahren waren das alle Sklaven»

Im SRF-Beitrag tönt das allerdings noch anders: «Sie muss in einer untertänigen Stellung sein. Weil ich bin der Herr und sie ist… Früher war sie eine Sklavin, jetzt ist sie eine untergebene Frau.»

Dem BLICK erklärt der HCD-Sponsor, was er mit dieser Aussage genau meint: «Gabriela stammt aus der Dominikanischen Republik. Vor 200 Jahren waren das alle Sklaven.» Frauen aus dieser Kultur seien gewöhnt zu dienen. «Die können untergeben und trotzdem emanzipiert sein», ist sich der bekennende «Antifeminist» sicher.

Mit seiner fast 60-Jahre jüngeren Partnerin sei er seit vier Jahren glücklich, betont Buser: «Gabriela besucht mich hin und wieder, liest mir Gedichte vor. Sie hat nebenbei auch noch einen Freund. Denn mit mir ist im Bett nicht mehr viel anzustellen.»

HC Davos distanziert sich

Gaudenz Domenig (63), Verwaltungsratspräsident des HC Davos, zeigt sich vom offenkundigen Sexismus Busers überrascht. Zwar habe er gewusst, dass der Sponsor «eine schillernde Person» sei, aber: «Ich habe so eine Szene vorher nicht gesehen. Es scheint, dass er noch extremer ist als gedacht.» Domenig betont aber, dass sich der HC Davos zu keiner Partnerschaft mit Buser selbst eingelassen habe, sondern es sei eine «klassische Musikpartnerschaft»: «Wir haben keine Beziehung speziell zu dieser Person», so Domenig. Im Gegenzug zu Busers finanzieller Untersützung wird das Davoser Eisstadion sechs Logos seiner Stiftung «Buser World Music Forum Foundation» tragen und als Austragungsort seiner klassischen Konzerte dienen.

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