«Happy Day»-Moderator Nik Hartmann
«Ich bin ein sehr pragmatischer Ehemann»

Er ist zurück im Rampenlicht und sorgt für Rekordquoten. Doch sein wahres Glück findet Nik Hartmann fernab der Kameras. Der «Happy Day»-Moderator erzählt, wie er es schafft, auch in schwierigen Momenten sein Lachen nicht zu verlieren.
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Nik Hartmann geniesst die Zeit in der Natur sehr.
Foto: Siggi Bucher

Darum gehts

  • Nik Hartmann moderiert am 14. Februar «Happy Day» zum vierten Mal
  • Positive Resonanz auf Hartmanns Moderation; Quoten höher als lange zuvor
  • Hartmanns jüngster Sohn Melchior (16) hat eine Behinderung, benötigt Unterstützung
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
Remo Bernet (Text), Siggi Bucher (Foto), GlücksPost
Glückspost

Mit Hündin Oshkosh spaziert Nik Hartmann (53) dem Ufer des Zugersees entlang. «Ich bin fast täglich mit ihr an der frischen Luft unterwegs. Das hält mich fit, dabei kann ich den Kopf durchlüften», erzählt der TV-Liebling. Er schätze diese ruhigen Momente draussen in der Natur rund um Buonas ZG, wo er mit seiner Familie wohnt. «Das ist für mich Lebensqualität.»

Seit letztem Oktober ist Nik Hartmann zurück bei SRF, wo er einst an der Seite seiner damaligen Hündin Jabba durch die Wandersendung «Wunderland» zum Publikumsmagneten wurde. Heute ist er der Mann für die grossen Überraschungen: Am 14. Februar führt er bereits zum vierten Mal durch «Happy Day».

Was besonders eindrücklich ist: Die Rückmeldungen zu seiner Moderation sind nahezu ausnahmslos positiv, die Quoten so hoch wie lange nicht. Hartmann gesteht: «Ich fragte mich schon: Was ist, wenn es nicht klappt?» Umso grösser sei die Freude über die gute Resonanz. Er betont aber auch schmunzelnd: «Am Ende muss ich als Moderator ja nur ein paar Sätze sagen. Der Kern der Sendung ist ja nach wie vor gleich.»

Kontakt zu Röbi Koller

Mit Röbi Koller (68), der die Samstagabendsendung 18 Jahre lang moderiert hat, stehe er regelmässig in Kontakt. «Er hat mir gratuliert. Das ist wirklich schön», erzählt Kollers Nachfolger. Dass keine Missgunst über den Erfolg des neuen Aushängeschilds aufkommt, ist für Hartmann logisch. «Das Schönste ist doch, wenn du etwas in neue Hände geben kannst und es weiterlebt. Bei ‹SRF bi de Lüt» war das zum Beispiel nicht anders, als Manu Burkhart nach mir wanderte und Fabienne Gyr die Livesendung aus den Schweizer Städten übernahm.»

Nach einem beruflichen Abstecher als Leiter der Eigenproduktionen von Privatsendern wie 3+ und TV24 ist Hartmann zurück im Rampenlicht. Wenn er über seine Rolle als «Happy Day»-Gastgeber redet, ist dem unübersehbaren Strahlen in seinem Gesicht zu entnehmen: Er ist am richtigen Ort angekommen. Sein Naturell passt perfekt zum Format, das immer wieder für grosse Emotionen sorgt. «Für mich ist es pures Glück, wenn ich sehe, wie andere überrascht werden.» Das sei für ihn jedes Mal so, als ob man auch ihm einen «Happy Day» schenke.

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Dieser Artikel wurde erstmals in der «GlücksPost» veröffentlicht. Mehr aus der Welt der Schweizer Prominenz, Royals und Sportstars erfährst du immer donnerstags in unserem Heft: zum Abo!

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Überraschungen werden schwieriger

«In der nächsten Sendung überraschen wir Kurt, der gerade 80 Jahre alt wurde. Er wollte schon so lange in einem historischen Triebwagen der SBB mitfahren», schildert Hartmann. Zu sehen, wie wenig es braucht, dass jemand das Glück leben kann, sei einfach beeindruckend. «In der heutigen Zeit, wo fast alles verfügbar ist, ist es extrem schwierig geworden, jemanden zu überraschen. Umso schöner ist es, wenn uns das, wie bei Kurt, gelingt. Wir bei ‹Happy Day› sorgen für die Überraschungen, die man nicht einfach irgendwo in einem Online-Shop bestellen kann.»

Immer wieder wird er durch die Sendung aber auch mit Schicksalsschlägen konfrontiert. «Dass sich mir die Leute in so kurzer Zeit öffnen und anvertrauen, sehe ich als Geschenk», meint Hartmann. Wohl auch deshalb gelinge es ihm, dass ihm die Geschichten nicht langfristig aufs Gemüt schlagen. Denn wie schon in seinem Privatleben versucht Hartmann auch im Beruf stets das Gute zu sehen.

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Den Moment geniessen

Zu einer positiven Lebenseinstellung trage bei, dass er sich keine Sorgen mache, was die Zukunft angehe – «weil sie kommt so oder so». Deshalb geniesse er jeden Moment. «Wenn ich mir die ganze Zeit überlege, was alles noch kommt, dann verpasse ich die schönsten Dinge.»

Einen Glücksbringer habe er nicht, sagt Hartmann. Nach kurzem Überlegen ergänzt er: «Kiki hat mir vor der ersten Sendung einen kleinen Plüsch-Esel geschenkt – mein Lieblingstier.» Zudem sitze Ehefrau Carla (53) stets als Unterstützung im Publikum.

Sie sei ein riesiger Fan der Sendung – «schon bevor ich übernommen habe». Das Paar, das seit bereits 34 Jahren zusammen und seit 26 Jahren verheiratet ist, wird somit auch den Valentinstag gemeinsam bei der Livesendung verbringen. Das sei kein Problem, für sie habe der 14. Februar keine spezielle Bedeutung. Hartmann legt mit einem Augenzwinkern nach: «Wir haben uns an 364 Tagen lieber als am Valentinstag. Unser grosser Tag ist sowieso der 19. Juni, unser Hochzeitstag.» Ohnehin scheint der Valentinstag nicht zu Nik Hartmann zu passen – er ist alles andere als ein Romantiker. «Ich bin ein sehr pragmatischer Ehemann. Ich bin kein Freund von Symbolen.» Zwar bringe er zwischendurch Blumen mit – aber auch, weil die ihm genauso gefallen wie Carla.

Starker Zusammenhalt

Die beiden haben drei Kinder. Die zwei älteren Söhne, Frederik (20) und Constantin (23), sind inzwischen erwachsen und schlagen ihre eigenen Wege ein. «Es ist schön, zu sehen, wie sie sich weiterentwickeln. Wir pflegen ein sehr kollegiales Verhältnis und sie fragen auch mal nach Rat.» Melchior (16), der Jüngste, hat eine Behinderung und ist deshalb im Alltag auf Hilfe angewiesen. «Er verbindet uns», so Hartmann.

Die Familie sei sein grösstes Glück, ergänzt er. Seine Prioritäten hätten sich in den letzten Jahrzehnten stark verschoben. «An eine Familie delegierst du viel Glück. Ich kann auch einfach zufrieden sein, wenn meine Frau und meine Kinder glücklich sind. Wenn meine Söhne Schönes erleben, etwa eine tolle Reise machen, oder wenn sie bei Prüfungen erfolgreich sind, habe ich ebenfalls grosse Freude.»

Blickt Hartmann auf sein Leben, ist für ihn klar: «Ich bin wirklich ein Glückskind!» Ansonsten gelte: «Man muss dankbar sein für das, was man hat.»

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