Darum gehts
- Der letzte Swiss Men's Award findet am 2. Mai 2026 statt
- 12 Männer kämpfen nach intensiver Vorbereitung um den Titel
- Renata Angehrn beendet Herzensprojekt nach sieben erfolgreichen Jahren
Noch einmal glänzen, brillieren und für den Mister-Titel alles geben. Am 2. Mai heisst es zum letzten Mal «Sieger des Swiss Men's Award ist ...». Die Suche nach dem Mr. Right, dem Mann mit einer Botschaft, war ein Herzensprojekt von Eventorganisatorin Renata Angehrn (69), das sie aus dem Boden gestampft und sieben Jahre lang mit Leidenschaft erfolgreich geführt hat. Die Reise geht für sie und ihr Projekt nun zu Ende, wie Blick berichtete.
Persönlich möchte sie kürzertreten, zudem werde die Finanzierung immer schwieriger. Bevor die letzten Tränen fliessen und der letzte Applaus für den Sieger verstummt, wird noch einmal aufgetrumpft. 12 von über 100 angemeldeten Männern stehen nun im Finale. Mit Coachings und Trainings haben sie sich intensiv darauf vorbereitet. Blick stellt sie hier vor:
Pascal Achermann (45): Gewalt in der Kindheit
Pascal Achermann arbeitet am Flughafen Zürich. Lange glaubte er, es sei zu spät – für Ausbildung, Stabilität, Neuanfang. Mit über 40 entschied er sich, den schweren Weg zu gehen. Trotz ADHS, Suchterfahrung und harter Vergangenheit schloss er mit 44 die KV-Lehre ab. Gewalt und Misshandlung prägten seine Kindheit. Heute sagt er nicht: «Alles ist gut.» Sondern: «Ich lebe.»
Dominik Ammon (36): Gesundheitlicher Rückschlag
«Nie aufgeben – auch wenns hart kommt!» Dominik Ammon ist Logistiker und Amateur-Darter, lebt im Haus seiner Grosseltern, ist tief verbunden mit seiner Familie. Rückschläge wie Achillessehnenriss und Corona stoppten seinen Sport, den Fussball. Sein Traum? Finnland erleben – nicht allein. Dominiks Botschaft ist klar: Mut fassen und weitermachen.
Mirco Argenio (28): Vom Mobbingopfer zum Macher
Er war der Junge, über den gelacht wurde, weil er anders war. Heute ist Mirco Argenio Content-Creator, arbeitet für Brands und motiviert andere, ihre Komfortzone zu verlassen. Sein Antrieb? Haltung statt Fame. Mirco zeigt: Es ist nie zu spät, stark zu werden, sich zu verändern – Disziplin und Selbstrespekt zählen mehr als Likes.
Kevin Gregorio (28): Depression mit 20
Der Security-Mitarbeiter Kevin Gregorio aus Biberist SO ist ein Macher mit Tiefgang. Früher kämpfte er mit ADHS, Cannabis-Konsum und Depression. «Ich war leer, ohne Richtung.» Nach zehn Jahren als Gipser fand er in der Sicherheit Halt – und im Rap sein Ventil. Heute verarbeitet er Stress in Beats statt im Schweigen. Am 2. Mai will er allen zeigen: Wahre Stärke muss nicht laut sein.
Alican Magliocca (36): Mentale Gesundheit
Alican Magliocca ist Mentor für mentale Gesundheit. Seit Jahren engagiert er sich ehrenamtlich, begleitet junge Menschen und baut Brücken zwischen Kulturen. Verantwortung, Identität, Verbundenheit – für ihn keine Worte, sondern Haltung. Beim Swiss Men’s Award will er zeigen: Wahre Persönlichkeit entsteht nicht durch Inszenierung, sondern durch täglich gelebtes Bewusstsein.
Bora Okumus (55): Härte und Loyalität
Der Vater von drei Töchtern steht für klare Werte: Loyalität, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit. Die Kindheit von Bora Okumus war von Gewalt geprägt. Doch Bora driftete nie ab, baute sich ein stabiles Leben auf. Die Scheidung nach 25 Jahren traf ihn hart. Heute sagt er: Wir brauchen mehr Menschlichkeit. Er sei kein lauter Mann – aber einer mit Haltung.
Rocco Parente (52): Toxische Beziehung
Er ist ein Mann der zweiten Anläufe. Vom Bäcker-Lehrling zum Food-Profi mit eigenem Coffee House. Rocco Parentes Mission: Italianità in der Tasse. «Kaffee ist Lebensfreude!» 16 Jahre Turniertanz prägten Stil und Disziplin. Rückschläge? Toxische Beziehung, harte Selbständigkeit, ein Autounfall mit Überschlag. Sein Fazit: Nicht warten – machen. Pralles Leben statt leere Worte.
Giuseppe Piscitelli (31): Vom Platzspitzkind zum Kämpfer
Er wuchs mit drogenkranker Mutter und abwesendem Vater auf. Mit zwölf Jahren musste Giuseppe Piscitelli Geld und Essen nach Hause bringen. Heute ist er Vater, Verlobter und stolz auf seinen Weg. Sein Traum: schuldenfrei sein und seinem Sohn sagen zu können: «Dein Papi hats geschafft.» Offen, stark, unerschütterlich – diese Stärken will er am Swiss Men's Award zeigen.
Lenny Rosa Montas (36): Erlebte Rassismus
Lenny Rosa Montas kam 1998 aus der Dominikanischen Republik nach Liechtenstein – und traf auf Rassismus. «Ich musste lernen, mich zu lieben, bevor es andere konnten.» Streetdance wurde seine Bühne: Er wurde Schweizer Meister und Trainer. Mode trägt er mit Haltung und sagt: «Bleibt menschlich. Alles andere ist zweitrangig.»
Sika (31): Vom Obdachlosen zum Schauspieler
Der Schauspieler, Musiker, Vater und Modedesigner kämpfte hart. Mit Anfang zwanzig verlor Sika fast alles: Zerbrochene Beziehung, keine Wohnung, zeitweise ist er obdachlos. «Ich hatte Gucci-Schuhe an, aber keinen Platz zum Schlafen. Niemand hat gesehen, wie es mir wirklich ging.» Halt fand er bei seinem Bruder. Seine Botschaft: «Erfolg ist, nach dem Sturm noch zu stehen.»
Tom To Van Thong (27): Männerbild mit Haltung
Tom To Van Thong wuchs als ältester von drei Brüdern auf und lernte Verantwortung. Er hatte viele Jobs in Informatik, Gastronomie und Fotografie. Sie zeugen von Neugier und Durchhaltewillen. Der Suizid eines Freunds machte ihn leiser, aufmerksamer. Er steht für ein Männerbild, das in der Stärke Haltung sieht.
Roger Wohlwend (41): Nähe braucht Arbeit
Er ist der zurückhaltende Pop-Mann, der nach vorne will: Roger Wohlwend alias Ryan ist tagsüber Logistiker, abends Sänger. Aufgewachsen in Sennwald SG, lernte er, dass Nähe Arbeit braucht. Sein Ziel: Authentizität statt Rampensau. Beim Swiss Men’s Award sucht er Wachstum, echte Verbindungen und zeigt: Leise zu sein, kann nachhaltig beeindrucken.