Darum gehts
- Moderatorin Jeriann Ritter (49) erkrankte an aggressiver ALS
- Zuschauer vermuteten zunächst Alkohol, doch die Wahrheit ist ernster
- ALS-Lebenserwartung: durchschnittlich 3 bis 5 Jahre nach Diagnose
Die US-amerikanische TV-Moderatorin Jeriann Ritter (49) ist an ALS erkrankt. In einem Interview mit ihrem Sender WHO 13, einem NBC-Ableger, sprach sie über die Auswirkungen der Krankheit und räumte mit Gerüchten auf. Zuschauer hatten vermutet, sie sei betrunken gewesen, als sie im Fernsehen sprach. Doch die Wahrheit ist ernster: Ritter leidet an einer aggressiven Form von ALS. «Ich dachte wirklich, es wäre etwas Harmloses. Es ist eine schwere Diagnose», erklärte sie in einem TV-Interview.
Im Oktober 2025 bemerkt Ritter Symptome. Ihre Sprache verändert sich – zunächst glaubt Ritter, es liege an einer Zahnverschiebung. Doch Untersuchungen führen zu einer erschütternden Diagnose. Ein Neurologe bestätigt, dass die Moderatorin an ALS erkrankt ist. «Ich war nicht darauf vorbereitet, das zu hören», sagt die Amerikanerin im Interview. Die Krankheit, die durchschnittlich eine Lebenserwartung von drei bis fünf Jahren nach der Diagnose hat, bedeutet auch ein hartes Ende ihrer Karriere. «Ich bin wahrscheinlich fertig mit dem, was ich über das Wetter erzählen kann – aber ich habe noch viel zu sagen», so die zweifache Mutter.
«Meine grösste Freude ist es, zu reden»
Besonders betroffen ist Ritter von Symptomen, die das Sprechen immer schwieriger machen. Bald könnten Kau- und Schluckprobleme sowie Muskelschwäche hinzukommen. «Es macht mich fertig, dass mir Dinge, die mir früher leichtgefallen sind, jetzt so schwerfallen», erklärte sie ihrem Kollegen Keith Murphy im Interview. «Meine grösste Freude ist es, zu reden, und das wird immer schwieriger. Das ist ziemlich deprimierend.» Jetzt will Ritter ein grösseres Bewusstsein für die Nervenkrankheit schaffen. Erst vor einer Woche starb «Grey's Anatomy»-Star Eric Dane (†53) an ALS.