Auch beim 60. Superbowl in Santa Clara, Kalifornien (USA) wurde ein musikalisches Spektakel geboten. Dieses Jahr sorgte der Latin-Rapper und Reggeaton-Sänger Bad Bunny (31) bei der legendären Halftime-Show für eine gigantische Stimmung.
Der Sänger kommt aus Puerto Rico und singt ausschliesslich auf Spanisch. Das war ein historisches Event: Bad Bunny ist der erste Latino-Sänger, der bei der Halftime-Show ausschliesslich mit spanischen Texten aufgetreten ist. In den politisch gespaltenen USA sorgte das in manchen Kreisen für Kritik: «Niemand versteht ein Wort, was der Typ sagt», ärgerte sich US-Präsident Donald Trump (79) auf seiner Plattform Truth Social. Die Show sei ein Schlag ins Gesicht für das Land und seine Werte.
Pure Lebensfreude und Energie
Die ganz grossen politischen Statements blieben bei Bad Bunnys Auftritt aber aus. Auf eine direkte Ansprache, wie etwa bei den Grammys, verzichtete er. Damals nutzte er seine Redezeit, als er in der Kategorie Bestes Album gewann, um gegen Trump und die Einwanderungsbehörde ICE zu schiessen. Heute verströmten er und seine unzähligen Tänzer mit ihrem Mega-Auftritt stattdessen einfach pure Lebensfreude, Energie und Stolz für ihre Kultur.
Und dann gab es auch noch zwei Überraschungen: Lady Gaga (39) hatte einen Gastauftritt auf Bad Bunnys Bühne; sie sang ihren Hit «Die With A Smile», jedoch als tanzbare Salsa-Version. Und dann stiess auch noch Ricky Martin (54) dazu – wie Bad Bunny, kommt auch er aus Puerto Rico.
«Liebe ist stärker als Hass»
Am Ende trugen die Tänzer die vielen verschiedenen Flaggen aller Länder in Nord-, Mittel- und Südamerika. Einheit, Zusammenhalt, Respekt – das war die grosse Botschaft des gigantischen Auftritts. Der Schriftzug «The Only Thing More Powerful than Hate is Love», der am Ende im Stadion aufleuchtete, machte die Message komplett.
Im letzten Jahr sahen rund 125 Millionen Zuschauer die Show. Trotz der Kritik aus dem Weissen Haus dürfte der Auftritt also ein absolutes Karriere-Highlight für den Rapper gewesen sein, der ohnehin schon zu den erfolgreichsten Künstlern der Welt gehört.
Die ganz grossen politischen Statements ...
... blieben bei Bad Bunnys Performance aus. Trotzdem setzte er mit seiner Message gegen Hass und für Akzeptanz und Zusammenhalt ein starkes Zeichen. Die Flaggen, die spanischen Texte, Reggaeton ... Seine Fans in Puerto Rico dürften extrem stolz auf ihren Landsmann sein.
«The Only Thing More Powerful than Hate is Love»
«Das einzige was stärker ist als Hass, ist Liebe» – Dieser Schriftzug erscheint am Ende der Performance im Stadion. Es war ein Auftritt voller Lebensfreude, Spass und Repräsentation für die lateinamerikanische Kultur.
«God Bless America ... and Chile ... and Bolivia ... and Venezuela ...»
Die in weiss gekleideten Tänzer tragen die verschiedensten Flaggen mittel- und südamerikanischer Länder durchs Stadion. Zeitgleich entflammt über dem Stadion ein imposantes Feuerwerk.
Ricky Martin ist auch mit dabei
Ricky Martin, ebenfalls aus Puerto Rico, steht auch mit Bad Bunny (und seinen viiiieeelen Tänzern) auf der Bühne.
Grammy-Flashback
Gerade wurde auf einem kleinen Fernseher auf der Bühne Bad Bunnys Grammy-Rede kurz gezeigt. Eine Anspielung auf seine Ansage gegen Trump?
Überraschung!
Lady Gaga ist plötzlich da und performt eine Salsa-Version ihres Hits «Die With a Smile».
Gerade steht er noch auf einem Auto ...
... und performt seinen Song «EoO» – auf einmal steht Lady Gaga an seiner Seite!!
Show grandios eröffnet
Bad Bunny legt in einem weissen Outfit los. Voller Latin-Energie und umgeben von (gefühlt) hunderten Tänzern nimmt er die Bühne komplett für sich ein.
Kommt Lady Gaga zu Bad Bunny auf die Bühne??
Ob der Sänger die Bühne nutzen wird ...
... um erneut ein Zeichen gegen Trump oder ICE zu setzen? Wir bleiben gespannt.