«Rich-Kid-Getue von Marius vor Gericht nervt total»
2:42
Mit Kaugummi und Sonnenbrille:«Rich-Kid-Getue von Marius vor Gericht nervt total»

«Das Blut spritzte überall hin»
Ex-Freundin von Marius Borg Høiby schildert Ausraster

In diesen Wochen findet der Prozess gegen Marius Borg Høiby statt. Ihm werden unter anderem Vergewaltigung, häusliche Gewalt und Drogenmissbrauch vorgeworfen. Blick hält dich über die Entwicklungen auf dem Laufenden.
Kommentieren
1/5
Marius Borg Høiby steht seit dem 3. Februar in Oslo vor Gericht.
Foto: keystone-sda.ch
12:02 Uhr

«Das Blut spritzte überall hin»

Von Saskia Schär, People-Redaktorin

Vor Gericht erhebt die Ex-Freundin von Marius Borg Høiby schwere Vorwürfe. So berichtet sie von einer blutigen Eskalation auf Gut Skaugum: Nach einem Streit habe Borg Høiby seine Faust erhoben, wodurch sie befürchtete, er wolle sie schlagen. Daher habe sie sich geduckt und er habe durch eine Glastür geschlagen, anschließend gegen eine weitere Tür. «Das Blut spritzte überall hin», sagt sie und erklärt, «totale Panik» bekommen zu haben. Sie habe versucht, die Blutung mit Handtüchern zu stoppen. Das Geschehene hätten sie im Nachhinein heruntergespielt, gar darüber gelacht. Kurz darauf seien beide in die Notaufnahme gefahren.

Bereits zuvor sei es im Lokal «Michaelis“»zu einer heftigen Auseinandersetzung gekommen. Borg Høiby habe sie gepackt, angeschrien, Mobiliar umgeworfen und sich im Streit das T-Shirt vom Leib gerissen – «wie der Hulk», so die Zeugin. Am nächsten Morgen habe sie versucht, sich zu trennen und ihre Sachen gepackt. Zu diesem Zeitpunkt habe er ihr noch 70'000 Kronen (5600 Franken) geschuldet. Ihr sei klar gewesen, dass sie das Geld «nie zurückbekommen» würde. Borg Høiby sei dafür bekannt, Schulden nicht zurückzuzahlen.

Weitere Vorwürfe betreffen intime Aufnahmen: Er soll mehrfach Fotos und Videos von ihrem Intimbereich gemacht haben, ohne ihre Einwilligung. Ein entsprechendes Video wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Gericht gezeigt. Zudem habe er ihr während eines Streits den Laptop entrissen und «in zwei Hälften zerbrochen», als sie wegen kursierender Sexvideos von ihm abreisen wollte.

Trotz eines Vorfalls im August 2024 und zwischenzeitlicher Trennung sei sie 2025 zeitweise wieder mit ihm zusammen gewesen. Ihre Begründung: Die Beziehung habe nicht mit Gewalt begonnen, es habe starke Anziehung bestanden. Schrittweise seien ihre Grenzen verschoben worden – aus Mitleid, Hoffnung und emotionaler Abhängigkeit.

10:23 Uhr

Sie brachte alles ins Rollen – «Frogner Frau» im Zeugenstand

Von Saskia Schär, People-Redaktorin

Am Mittwoch steht die sogenannte «Frogner-Frau» im Zeugenstand. Mit ihr war Borg Høiby ab 2023 in einer Beziehung. Sie war es, die im August 2024 den ganzen Fall ins Rollen gebracht hatte, als sie Borg Høiby wegen Körperverletzung angezeigt hatte. Hintergrund war eine körperliche Auseinandersetzung in ihrer Wohnung in Oslo, in der er sie geschlagen und gewürgt haben soll. Zudem habe er mehrere Gegenstände in ihrer Wohnung zerstört, darunter ein Spiegel und ein Kronleuchter. Auch soll er ein Messer in die Wand geworfen haben. 

Staatsanwalt Henriksbo fasst es gemäss «vg» folgendermassen zusammen: «Es liegen zwei separate Gewalttaten, sechs Fälle von Einschüchterung oder rücksichtslosem Verhalten, zwei Fälle von mutwilliger Sachbeschädigung und eine Reihe von Verstössen gegen einstweilige Verfügungen vor». 

Am Dienstag wurde bekannt, dass zwei weitere Anklagepunkte gegen Marius Borg Høiby erhoben wurden, dies im Zusammenhang mit der «Frogner Frau». So soll er am Wochenende vor dem Prozessstart gegen das Kontakverbot verstossen haben und sich rücksichtslos verhalten haben. Diese beiden Punkte akzeptiert Borg Høiby gemäss seinen Anwälten. Die Vergehen des besagten Wochenedes sind auch der Grund, weshalb er seit da in Untersuchungshaft sitzt. 

03.03.2026, 16:01 Uhr

Erster Augenzeuge sagt aus

von Silja Anders, People-Redaktorin

Es sieht nicht besonders gut für Marius Borg Høiby aus. Ein Zeuge sagte heute aus, er habe beobachtet, wie der Angeklagte seine Ex-Freundin Nora Haukland würgte – etwas, das Marius bisher stets bestritten hat. Der Zeuge zeigte dem Gericht genau, was er gesehen hat – damit ist er der erste Augenzeuge. 

Im Gerichtssaal kommt es plötzlich zu Drama: Marius Borg Høiby klagt über Übelkeit, man fürchtet, er muss sich übergeben. Der Angeklagte verfolgt die Verhandlung daher vorerst aus einem angrenzenden Raum.

Währenddessen sagt ein einstiger Mitinsasse von Høiby aus. Er erklärt, dass der Sohn von Mette-Marit im Gefängnis eine Sonderbehandlung erhalten habe – obwohl stets beteuert wurde, dass Marius wie jeder andere Insasse behandelt werde und keine extra Privilegien aufgrund seines Status bekomme. Der Häftling sagt zudem aus, er habe Høiby gefragt, ob er «es» getan habe. Es wird davon ausgegangen, dass die Rede von den Vergewaltigungen ist, wegen derer Borg Høiby unter anderem angeklagt ist. Dieser habe dies aber stets verneint.

Vor Gericht werden rund 800 Textnachrichten zwischen Nora Haukland und Marius Borg Høiby ausgewertet. Aus diesen geht hervor, dass der Angeklagte seiner Ex-Freundin verbieten wollte, bei einer norwegischen Reality-TV-Sendung mitzumachen. Er erklärte ihr, dass dies nicht möglich sei, wenn sie Teil von seiner Familie ist. «Wenn du Karriere auf Kosten von mir und meiner Familie machen willst, dann geht das auf deine Kappe», soll eine Nachricht von Høiby an Haukland lauten.

03.03.2026, 12:09 Uhr

Ex-Verlobter schiesst scharf gegen Nora Haukland

von Silja Anders, People-Redaktorin

Vergangene Woche standen Marius Borg Høiby sowie seine Ex-Freundin Nora Haukland im Zeugenstand. Während Haukland schwere Vorwürfe gegen Høibys Mutter Kronprinzessin Mette-Marit und seinen Stiefvater Kronprinz Haakon machte, bracht Marius Borg Høiby bei seiner Aussage in Tränen aus. 

Am heutigen Dienstag wird Hauklands Schwester zur Beziehung des Ex-Paares befragt. Sie bestätigt, was auch schon der Angeklagte zugab: «Ich glaube, er war sehr eifersüchtig.» Die junge Frau, die nicht namentlich genannt wird, bestätigt die Aussage ihrer Schwester, dass Nora Haukland sich verändert habe – und dass Borg Høiby die Aufmerksamkeit nicht gefiel, die Nora Haukland von anderen Personen und der Öffentlichkeit erhielt.

Dass die Beziehung zwischen Nora Haukland und Marius Borg Høiby toxisch war und die beiden sich nicht gut taten, ist inzwischen wohl bekannt. Dabei war aber keiner der beiden unschuldig. Haukland behauptet nach wie vor, ihr Ex sei ihr gegenüber gewalttätig geworden, Høiby streitet dies vehement ab. Hauklands Ex-Freund Johannes Klemp malt vor Gericht ein anderes Bild von Haukland, als sie es selbst von sich getan hat. «Es provozierte mich stark, dass sie mich in ihre Welt (...) mit hineinziehen wollte, auch ihre Untreue. Ich habe sie auf den sozialen Medien blockiert», sagt er aus. Er empfand Nora Haukland als anstrengende Person. «Ich hatte das Gefühl, auf Eierschalen zu laufen», sagt er – eine Aussage, die Haukland über ihren Ex Marius Borg Høiby machte. Kemp sagt, es sei häufig zu Streit gekommen. «Ich wollte einfach einen ruhigen Alltag – ohne Drama.» Er habe heute keinen Kontakt mehr zu seiner Ex-Freundin – und auch kaum ein nettes Wort über sie übrig. «Wenn ihr etwas misslang oder gegen den Strich ging, dann war es immer meine Schuld, oder die Schuld von anderen. Sie schrie, es war mehr Krieg als Streit. Es waren gewaltige Wutausbrüche.» Kurz vor der Entlassung aus dem Zeugenstand holt Johannes Klemp noch zu einem letzten Schlag gegen seine Ex aus: «Man kann sich fragen, ob sich Nora überhaupt um andere Leute scherte. Sie dachte immer nur an sich. Schuld hat sie nie eingeräumt.»

Klemps Aussagen scheinen zu bestätigen, was Borg Høiby über Haukland gesagt hat. Der Angeklagte behauptete zuletzt, seine Ex habe ihn wiederholt geschlagen und dass die Streits zwischen den beiden gerne eskalierten und es sehr laut wurde. Obwohl Klemps Aussagen dem Angeklagten in die Karten spielen, wird der Zeuge von Høiby komplett ignoriert. Stattdessen kritzelt der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit erneut auf einem Block herum.

03.03.2026, 09:56 Uhr

Prozess nimmt Wendung

Von Fynn Müller, People-Redaktor

Neue Entwicklungen im Fall Marius Borg Høiby. Wie die norwegische Zeitung «VG» berichtet, wurde am Morgen des 3. März (18. Prozesstag) eine weitere Anklage gegen den ältesten Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit erhoben. Er wird beschuldigt, im Februar 2026 gegen ein Kontaktverbot verstossen und sich rücksichtslos verhalten zu haben. 

Borg Høiby sitzt seither in Untersuchungshaft. Die neue Anklage, die ihm am Dienstag zugestellt wurde, wird im laufenden Verfahren am Osloer Bezirksgericht behandelt. 

Seine Verteidiger Petar Sekulic und Ellen Holager Andenæs bestätigten, dass Høiby sich schuldig bekennt und die zusätzliche Anklage akzeptiert hat. Der Prozess soll noch bis zum 19. März dauern.

02.03.2026, 17:02 Uhr

«Ich war hart, ja, aber nicht gewalttätig»

Von Saskia Schär, People-Redaktorin

Am Montag pausiert der Prozess gegen Marius Borg Høiby in der Regel. Nicht so am 2. März: Da die Verhandlung im Rückstand ist, wurde ein zusätzlicher Prozesstag angesetzt. Am Vormittag sagten eine Freundin von Nora Haukland sowie frühere Nachbarn als Zeugen aus.

Die Freundin schilderte, wie sich Haukland während der Beziehung verändert habe. Borg Høiby habe auf sie manipulativ und kontrollierend gewirkt, zeitweise habe sie sogar Angst vor ihm gehabt. Auch ehemalige Nachbarn berichteten von lautstarken Streitigkeiten zwischen dem Paar. An einem Abend sei die Situation derart eskaliert, dass sie beinahe die Polizei verständigt hätten – eine Entscheidung, die sie am nächsten Tag bereut hätten, nachdem sie Haukland mit einer grossen Sonnenbrille gesehen hätten.

Am Nachmittag standen Textnachrichten zwischen Haukland und Borg Høiby im Zentrum. Laut «VG» liegen dem Gericht rund 800 Seiten Nachrichten vor. Daraus geht hervor, dass Borg Høiby Vorwürfe von Gewalt zurückweist – auch in direkten Konfrontationen durch Haukland. Auf einen Vorfall, bei dem er sie gewürgt haben soll, antwortete er demnach: «Aber ich finde nicht, dass ich gewalttätig war. Ich war hart, ja, aber nicht gewalttätig.»

Der Prozess wird am Dienstag um 9.30 Uhr fortgesetzt.

26.02.2026, 17:10 Uhr

Das war Prozesstag Nummer 15

Von Saskia Schär, People-Redaktorin

Am Donnerstagmorgen musste sich Marius Borg Høiby den Fragen der Verteidigung stellen. Erneut stritt er ab, seiner Ex-Freundin Nora Haukland gegenüber gewalttätig gewesen zu sein. 

Nach Borg Høiby wurde eine einst enge Freundin seiner Ex, Sophie Steen Isachsen, in den Zeugenstand berufen. Sie ist eine der grössten Influencerinnen Norwegens. Sie beschrieb den Sohn von Mette-Marit als einen guten Redner und als jähzornig. Eine weitere Zeugin sagte aus, Borg Høiby werde schnell aufbrausend. «Er hatte eine explosive Wut. Er war dann wie ein wütendes Kind.»

Auch ein Zeuge der Verteidigung kam am Donnerstag zu Wort. Dieser kritisierte vor allem die Frauenwahl seines Freundes. «Meistens verliebt sich Marius in Frauen, von denen er sich lieber fernhalten sollte. Dann gibt es Streit, er wird traurig und es geht ihm schlecht», so der Zeuge gemäss «vg». «Marius ist eine Art Adrenalinjunkie. Er sucht sich Frauen, mit denen er nicht zurechtkommt». Die Verhandlung wird am Freitagmorgen um 9.30 Uhr fortgeführt.

26.02.2026, 13:08 Uhr

Sophie Steen Isachsen betritt den Gerichtssaal

von Silja Anders, People-Redaktorin

Am Nachmittag geht es mit diversen Zeugenaussagen weiter. Ein Zeuge spricht über das Musikfestival in Alta im Jahr 2022, welches auch Borg Høiby und Haukland miteinander besuchten. Während der Aussage kritzeln der Angeklagte wieder gelangweilt auf seinem Notizblock herum. 

Der Zeuge gibt an, dass er nach dem Festival an einer Party von draussen einen dumpfen Schlag gehört habe, als sei jemand gestürzt. Als er nachsah, soll Marius Borg Høiby seine damalige Freundin Nora Haukland gegen die Wand gedrückt haben. Er gibt an, Høiby habe Haukland die Hand an den Hals gelegt. Von seiner Perspektive aus konnte der Zeuge jedoch nicht sehen, ob die Hand den Hals völlig umschlossen hatte. Er bestätigt aber: «Ja, er drückte Nora gegen die Wand und dann spuckte er sie an.»

Anschliessend betritt Sophie Steen Isachsen den Saal. Die junge Frau galt einst als eine enge Freundin von Nora Haukland und einer der Hauptgründe, weshalb es zwischen Borg Høiby und Haukland immer wieder zu Streit kam. Der Angeklagte behauptete mehrfach, Isachsen habe einen schlechten Einfluss auf Haukland und seine Ex-Freundin würde sich von ihrer Kollegin beeinflussen lassen – sowohl in Sachen Kleidung als auch Verhalten.

26.02.2026, 10:40 Uhr

Marius Borg Høiby wirkt genervt

von Silja Anders, People-Redaktorin

Høiby will vor Gericht nichts davon wissen, dass er angeblich gewalttätig gegenüber seiner Ex-Freundin wurde. Er behauptet, seine Ex sei «ziemlich manipulativ» Auf die Fragen der Anwältin antwortet er schnippisch.

Das Gericht ist inzwischen stark in Verzug. Am gestrigen Prozesstag hätten eigentlich bereits weitere Zeugen aussagen sollen, stattdessen war man den ganzen Tag mit den Aussagen von Marius Borg Høiby beschäftigt. Der Richter versucht die Stimmung etwas aufzulockern und gesteht, dass er «sichtlich gestresst» sei, da der Zeitplan heute geändert werden musste. 

Heidi Reisvang beendet ihr Verhör und Marius Borg Høibys Verteidiger ergreift das Wort. Er geht auf Nachrichten zwischen Borg Høiby und Nora Haukland ein, in denen die Ex-Freundin des Angeklagten ihm Bilder schickte und fragte, ob sie diese posten dürfte. Dies verneint Borg Høiby in den Nachrichten «Ich wollte nicht, dass ein Bild meiner Freundin im Internet zu sehen ist – ohne BH, wollte ich sagen. Ich habe sie freundlich gebeten, es zu entfernen.»

Høiby erinnert sich an einen Vorfall, bei dem Nora Haukland ihn geschlagen haben soll. Schon gestern sagte er aus, dass sie ihm gegenüber häufig gewalttätig wurde. An einem Abend sollen die beiden einen Club besucht haben. Marius Borg Høiby erinnert sich nicht mehr an den Kontext, doch er behauptet, Haukland habe ihn an diesem Abend vor mehreren Leuten geschlagen, was ihm peinlich gewesen sein. Deshalb habe er es runtergespielt und so getan, als ob er es mit Humor nehme. «Es ist peinlich, von der eigenen Freundin vor so vielen Leuten verprügelt zu werden», sagt er laut «VG» vor Gericht aus. 

Dass Nora Haukland Angst vor ihm hatte und er ihr gegenüber gewalttätig geworden sein soll, davon will Marius Borg Høiby nach wie vor nichts wissen.

Nach weiteren Textnachrichten und Befragungen durch die Staatsanwaltschaft ist die Befragung von Marius Borg Høiby für heute beendet. Das Gericht wird nun besprechen, wie der Rest des Tages gestaltet wird. Es folgt eine Mittagspause bis etwa 12 Uhr.

26.02.2026, 09:54 Uhr

Handelte Nora Haukland einen Deal mit Netflix aus?

von Silja Anders, People-Redaktorin

Zu Beginn des 15. Prozesstages im Fall Marius Borg Høiby muss der Angeklagte erneut in den Zeugenstand. Diesmal wird er von der Verteidigung und Nora Hauklands Anwältin verhört werden. Bereits gestern hatte Borg Høiby einen regelrechten Befragungsmarathon hinter sich. Mit nur wenigen Pausen sass er von morgens bis weit in den Nachmittag vor Gericht und stellte sich den Fragen der Staatsanwaltschaft und des Richters. 

Auch heute geht es wieder um die Beziehung zwischen ihm und seiner Ex-Freundin Nora Haukland. Auch heute wirkt es fast so, als wollte Borg Høiby die Verantwortung von sich schieben. Zu jeder Story gibt es im Normalfall zwei Seiten. Haukland wirft ihrem Ex vor, sie geschlagen zu haben, Høiby behauptet, es sei andersherum gewesen. Auf Tonaufnahmen ist zu hören, dass er sie als «verlogene Hure» bezeichnet. Das sei nur eine Reaktion auf Hauklands Anschuldigung der Gewalttätigkeit gewesen, rechtfertigt sich der Angeklagte. Als Nora Haulands Anwältin Heidi Reisvang SMS vorliest, die Høiby seiner Ex schickte, wird er bleich. «Halt die Fresse, du verdammte Schlampe. Es ist aus. Satan, du bist so dumm.» Der Angeklagte wirkt genervt und fordert, dass die Nachrichten als Ganzes vorgelesen werden und nicht nur Bruchstücke.

Zur Erinnerung: Marius Borg Høiby wird in mehreren Fällen Vergewaltigung und häusliche Gewalt vorgeworfen. Einen Überblick über die Vorwürfe gibt es hier zum Nachlesen.

Zudem sagt Marius Borg Høiby vor Gericht aus, dass er nach dem gestrigen Prozesstag einen interessanten Anruf erhalten hätte: «Gestern, als ich zurück im Gefängnis war, bekam ich die Information, dass Nora 4 Millionen Kronen (umgerechnet fast 324’000 Franken) bekommen haben soll – für dies hier.» Damit meint er, dass Nora Haukland angeblich nach Prozessende einen Deal mit Netflix für eine Doku ausgehandelt habe, in der sie über die Beziehung mit Høiby und die Zeit vor Gericht spricht. Auf Anfrage von «Bild» bestreitet Nora Hauklands Sprecherin diesen Vorwurf: «Nein, es gibt keinen Deal mit Netflix. Wir wurden von mehreren Produktionsfirmen kontaktiert, die mit verschiedenen Streamingdiensten im Gespräch waren bzw. sind. Nora hat alle Anfragen höflich abgelehnt.»

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen