«Rich-Kid-Getue von Marius vor Gericht nervt total»
2:42
Mit Kaugummi und Sonnenbrille:«Rich-Kid-Getue von Marius vor Gericht nervt total»

«Norwegens meistgehasster Mann»
Marius Borg Høiby nuschelt sich durch seine Aussage

In diesen Wochen findet der Prozess gegen Marius Borg Høiby statt. Ihm werden unter anderem Vergewaltigung, häusliche Gewalt und Drogenmissbrauch vorgeworfen. Blick hält dich über die Entwicklungen auf dem Laufenden.
Kommentieren
1/5
Marius Borg Høiby steht seit dem 3. Februar in Oslo vor Gericht.
Foto: keystone-sda.ch
11:47 Uhr

Marius Borg Høiby und seine Erinnerungslücken

von Silja Anders, People-Redaktorin

Marius Borg Høiby wird während seines Verhörs befragt, weshalb er den Geschlechtsverkehr gefilmt habe. Er antwortet, dass er gerne filme. Dabei gehe es ihm um das Filmen selbst, aber auch darum, sich den Film später anzusehen.

Die Staatsanwaltschaft weist darauf hin, dass in den Filmen vor allem die Schamgegend zu sehen sei, nicht so sehr Gesichter oder Brüste. Auf die Frage, wieso das so sei, antwortet Høiby: «Ich denke, das erklärt sich von selbst.» Er bestätigt, dass der Intimbereich das sei, was ihn interessiere.

Immer wieder wird Høiby auf die besagte Nacht angesprochen. Die Staatsanwaltschaft fragt wiederholt, ob die Frau geschlafen habe, ob Høiby geschlafen habe und ob sie vereinbart hätten, dass er weiter Sex mit ihr haben dürfe, auch wenn sie einschlafe. Auf sämtliche Fragen antwortet der Angeklagte mit: «Ich kann mich nicht daran erinnern.» Auf die Frage, weshalb er das Bildmaterial gelöscht habe, gibt Marius Borg Høiby zu, dass er darauf keine gute Antwort habe.

Die Befragung von Marius Borg Høiby ist für heute beendet. Am Nachmittag werden unter anderem ein Schlafexperte sowie die Schwester des Opfers befragt. Zuvor wertete Polizeichef Stig Berg Larsen von der Kripo elektronische Spuren, versteckte Fotos und Videoaufnahmen sowie eine Chronologie der Ereignisse der Nacht aus. Am Freitag 20. Februar wird Nora Haukland, die Ex-Freundin von Marius Borg Høiby in den Zeugenstand gerufen.

10:28 Uhr

Sieht keine Probleme in Nacktvideos, da sie OnlyFans starten wollte

Von Saskia Schär, People-Redaktorin

Nun kommt Borg Høiby auf das Geschehen im Hotelzimmer zu sprechen. Dort kam es zu einvernehmlichem Sex, wie beide in ihren Aussagen klarstellten. Was danach geschehen war, da gehen die Versionen allerdings auseinander. So sei es gemäss Borg Høiby zwischen ihnen beiden so weitergegangen, bis er geduscht und das Zimmer verlassen habe. Dass sie dazwischen mal kurz geschlafen hätten, dass sei schon möglich, er könne sich aber nicht daran erinnern, berichtet «vg». Sie hingegen berichtete davon, er habe sie im Schlaf mit seinen Fingern penetriert.

Geht es um die Videos – es sind deren 27 –, so streitet er nicht ab, diese aufgenommen zu haben. Für ihn ist allerdings undenkbar, dass das mutmassliche Opfer dies nicht mitbekommen habe, schliesslich habe er Aufnahmen von insgesamt 16 Minuten Länge aufgenommen und seine Hände zum Filmen entsprechend hoch gehalten. Um Erlaubnis habe er nicht gefragt, sehe eine solche allerdings auch nicht als nötig an, da das mutmassliche Opfer ihm gegenüber erklärte habe, als OnlyFans-Model arbeiten zu wollen. 

10:00 Uhr

«Norwegens meistgehasster Mann»

Von Saskia Schär, People-Redaktorin

Marius Borg Høiby erklärt, dass er das mutmassliche Opfer in der Wohnung eines befreundeten TV-Moderators kennengelernt habe – zu einer Zeit, in der er eigentlich nicht gerne ausgegangen sei, da er in allen Zeitungsartikeln als «Norwegens meistgehasster Mann» bezeichnet worden sei.

In der besagten Nacht habe er Alkohol getrunken und Kokain konsumiert, was das mutmassliche Opfer bereits tags zuvor ausgesagt hatte. Als ihnen der Alkohol ausging, liessen sie sich von einem «Alkohol-Taxi» Nachschub liefern, mussten aber bar bezahlen. Da Borg Høiby nach eigenen Angaben nur noch 13 Kronen (ca. 1,60 Franken) auf dem Konto hatte, sei das spätere mutmassliche Opfer losgegangen, um Geld abzuheben, er habe sie begleitet, sich dabei aber sehr unwohl gefühlt. Wie «Bild» berichtet, sei Borg Høiby nur schlecht zu verstehen, er nuschle erneut sehr fest.

«Ich war damals sehr paranoid, und ständig sickerten Bilder und andere Dinge durch. Ich hatte das Gefühl, beobachtet zu werden, und dachte, mein Handy sei gehackt worden. Ich trug eine Kapuze und wollte nicht gefilmt werden. Ich war sehr besorgt deswegen», sagt er gemäss «vg». Seine Paranoia habe sich im Zusammenhang mit Drogen gar noch verschlimmert.

09:27 Uhr

Marius Borg Høiby bleibt in Untersuchungshaft

Von Saskia Schär, People-Redaktorin

Der elfte Verhandlungstag in Oslo wird mit der Aussage von Marius Borg Høiby (29) beginnen. Dessen ursprünglich bis 2. März angesetzte Untersuchungshaft, so berichtet «Bild», wird bis zum Ende des Prozesses verlängert. Dazu Staatsanwalt Sturla Henriksbø: «Nach norwegischem Recht gilt: Befindet sich eine Person in Untersuchungshaft und hat der Prozess gegen sie bereits begonnen, wird die Untersuchungshaft automatisch verlängert – bis maximal vier Wochen nach Abschluss des Verfahrens.»

Marius Borg Høiby wird sich heute zu den Geschehnissen in einer Novembernacht 2024 äussern. Eine Frau wirft ihm vor, sie nach einvernehmlichem Sex im Schlaf sexuell missbraucht zu haben. Laut Anklage handelt es sich um eine mutmassliche Vergewaltigung ohne Geschlechtsverkehr – nach norwegischem Recht kann auch eine Penetration mit den Fingern als Vergewaltigung gelten. Die Frau hat hierzu bereits gestern ausgesagt. Auch Borg Høiby hätte sich gestern äussern sollen, bat jedoch darum, seine Aussage erst heute zu machen.

18.02.2026, 14:25 Uhr

Verweigert Marius die Aussage?

von Silja Anders, People-Redaktorin

Nach der Mittagspause wurden unter Ausschluss der Öffentlichkeit einige der in der besagten Nacht aufgenommenen Videos gezeigt und das mutmassliche Opfer zum soeben gesehenen befragt. Die kurzen Videos habe sie das erste Mal auf der Polizeistation gesehen. Ihre Reaktion darauf erläutert sie vor Gericht: «Mir war übel und ich war schockiert, wie viel es war.» 

Der mutmassliche Vorfall in besagter Nacht habe grosse Auswirkungen auf sie gehabt, so das mutmassliche Opfer. «Ich habe mich sehr leer, deprimiert und einsam gefühlt. Ich wollte über die Angelegenheit sprechen, konnte es aber nicht», meinte sie gemäss «vg». Sie stellte weiter klar, dass sie Geschlechtsverkehr im Schlaf nicht zugestummen habe, sie auf den Videos aber so aussehe, als würde sie schlafen.

Eigentlich hätte Marius Borg Høiby am Nachmittag aussagen sollen, so wurde es am Vormittag angekündigt. Nach einer Mittagspause wurde die Verhandlung um 14:10 Uhr fortgesetzt, Borg Høiby wird heute allerdings nicht mehr in den Zeugenstand treten. 

Laut «VG» wollte der Richter nun die Aussage vom Angeklagten zur am Vormittag rekonstruierten Hotel-Nacht hören. Borg Høibys Verteidiger sagte jedoch, er hätte dem Richter bereits erklärt, dass sein Mandant heute keine Aussage machen werde. Eine Begründung dafür wird nicht genannt. Somit wird die Verhandlung für heute beendet. Borg Høiby wird seine Aussage am Donnerstagmorgen um 9.30 Uhr beginnen.

18.02.2026, 12:36 Uhr

«Besessen» von einer Vagina

Von Saskia Schär, People-Redaktorin

Das mutmassliche Opfer rekonstruierte vor Gericht die Nacht: Gegen Mitternacht sei sie in der Wohnung einer befreundeten TV-Moderatorin angekommen, wo sich auch Marius Borg Høiby befand. Trotz nun brauner Haarfarbe habe sie ihn sofort erkannt. Die drei hätten Trinkspiele gespielt, die Stimmung sei zunächst «gut» gewesen, später «etwas flirtend», so die junge Frau gemäss «VG».

Sie schilderte zudem, dass Borg Høiby mehrfach Kokain konsumiert habe. Dieses habe er in einem kleinen Louis-Vuitton-Portemonnaie aufbewahrt, darin habe sich auch ein kleiner Koks-Löffel befunden.

Nach einem Streit mit ihrer Freundin habe sie gehen wollen: «Ich sagte Marius, dass ich nicht mehr hier sein möchte. Er könne gerne mitkommen, wenn er wolle.» Auf dem Weg ins Hotel habe sich seine Haltung jedoch verändert: «Jetzt interessierte ihn nur noch mein Körper.»

Im Hotel sei es rasch zu Sex gekommen, nach einer gemeinsamen Zigarette sei sie eingeschlafen. Später sei sie aufgewacht: «Und dann erinnere ich mich, dass ich irgendwann von etwas geweckt wurde, das sich wie ein Schlag von unten anfühlte.» Sie habe «vor Schmerzen gezuckt» und in der Nacht mehrfach seine Finger im Intimbereich gespürt, was sie als «sehr unangenehm» empfand. Nein habe sie nicht gesagt, gab sie auf Nachfrage an.

Die Nacht hätte kein gutes Gefühl bei ihr hinterlassen. «Es wirkte einfach so, als ob er nur auf Sex aus wäre, besonders nachdem ich die Videos im Nachhinein gesehen habe. Ich fühlte mich wie ein Objekt», so die junge Frau gemäss «VG». Am nächsten Tag habe sie Freundinnen davon erzählt. «Ich fand die Situation selbst absurd. Mir war das ganze Ausmass aber noch nicht bewusst.. […[ Als ich es ihnen beschrieb, sagte ich, dass Marius von meiner Vagina ‹besessen› zu sein schien – und niemals aufhören wollte.»

Am Nachmittag wird auch Marius Borg Høiby zu besagter Nacht befragt.

18.02.2026, 10:12 Uhr

«Es wird für alle unangenehm sein»

Von Saskia Schär, People-Redaktorin

Am zehnten Verhandlungstag wird der vierte mutmassliche Vergewaltigungsfall von Marius Borg Høiby besprochen. Ereignet haben soll sich diese im November 2024, als die Polizei bereits wegen ähnlicher Vorwürfe gegen ihn ermittelte, was ihm auch bewusst war. 

Eine junge Frau war mit Freundinnen für ein Wochenende nach Oslo gekommen, da sie dort ein Konzert besuchen wollte. Am Freitagabend habe sie bei einer After-Party dann Marius Borg Høiby kennengelernt. Die beiden sollen sich dann gegen 4.30 Uhr verabschiedet haben und gemeinsam in ihr Hotel im Bahnhofsviertel gegangen sein, wo es zu einvernehmlichen Geschlechtsverkehr gekommen sein soll. Danach soll Borg Høiby die junge Frau missbraucht und 27 Videos sowie vier Fotos von ihr aufgenommen haben. Darauf zu sehen sei unter anderem, wie er seinen Finger in ihre Vagina einführt.

Die Videos werden am Mittwochmorgen unter Ausschluss der Öffentlichkeit gezeigt. Gemäss «Bild» meint Borg Høibys Anwältin Ellen Holger Andenaes folgendes dazu: «Es wird für alle unangenehm sein, aber unserer Ansicht nach zeigt keines der Videos eine Vergewaltigung.» Auch die Befragung des mutmasslichen Opfers findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, lediglich einige norwegische Medien können die Befragung verfolgen. Borg Høiby wird dann am Nachmittag zu den Geschehnissen besagten Novemberwochenendes befragt. 

17.02.2026, 12:24 Uhr

Start in die Prozesswoche Nummer drei

Von Saskia Schär, People-Redaktorin

Am Dienstagmorgen ist die dritte Woche im Prozess gegen Marius Borg Høiby, der in 38 Punkten angeklagt ist, gestartet. Behandelt wurde – wie bereits vergangene Woche – der Fall des dritten mutmasslichen Vergewaltigungsopfers. Also jener Frau, die in der Nacht auf Palmsonntag in ihrer Wohnung in Oslo von Borg Høiby im Schlaf vergewaltigt worden sein soll. 

Am Vormittag sagte sowohl ihr Vater, als auch ein Schlafexperte, ein Ermittler der Polizei sowie eine Frau von der Aufnahmestelle für Missbrauchsopfer aus. Nach der Mittagspause sagte eine Freundin des mutmasslichen Opfers aus. 

Der Vater des mutmasslichen Opfers schilderte vor Gericht seine anfängliche Wut auf Marius Borg Høiby, die später in Sorge um seine Tochter umschlug. «Ich habe grossen Zorn gegen ihn empfunden, ich war wütend auf Marius», sagte er gemäss «vg». «Falls Marius eines Tages Vater wird, wird er wahrscheinlich genauso für seine Kinder empfinden wie ich.» Besonders belastend sei für die Familie gewesen, dass seine Tochter erst bei der Polizei erfahren habe, dass sie in jener Nacht gefilmt worden war. «Sie stand unter Schock. […] Sie hätte sich in ihren kühnsten Träumen nicht ausmalen können, was da geschehen ist», so der Vater. In Anspielung auf die Sicherheitslage des Angeklagten ergänzte er: Seine Tochter lebe «nicht unter dem Schutz des Militärs auf Schloss Skaugum» und leide unter der Aufmerksamkeit, die sich durch den Fall ergeben hätte.

Noch vor 13.30 Uhr war der neunte Verhandlungstag vorbei. Am Mittwoch geht es wie gewohnt um 9.30 Uhr weiter. 

16.02.2026, 14:35 Uhr

Verschnaufpause für Marius, noch mehr Drama um seine Mutter

von Silja Anders, People-Redaktorin

Während Marius Borg Høiby am heutigen Montag eine kleine Verschnaufpause von seiner Gerichtsverhandlung hat, wird die Situation um seine Mutter Kronprinzessin Mette-Marit immer brenzliger. Nicht nur ihr Name taucht über tausend Mal in den berüchtigten Epstein-Akten auf, es existieren auch Bilder von der künftigen norwegischen Königin auf dem Anwesen des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffery Epstein. Zudem tauchten nun Fotos von einem Aufeinandertreffen zwischen der Epstein-Vertrauten Ghislaine Maxwell und Kronprinzessin Mette-Marit auf, wie sie sich auf einer Gala in New York freundlich begrüssen. Besonders brisant: Die Kronprinzessin nahm damals ihren noch minderjährigen und nun vor Gericht stehenden Sohn Marius Borg Høiby mit. Wie es dazu kam, dass Mette-Marit überhaupt in Epsteins Netz geriet, gibt es hier zu lesen.

13.02.2026, 15:27 Uhr

Das war Prozesstag Nummer acht

Von Saskia Schär, People-Redaktorin

Marius Borg Høiby möchte vor der Wochenendpause noch etwas klarstellen, was zu Beginn der zweiten Prozesswoche von einem Zeugen gesagt wurde: «Jemand erwähnte, ich hätte die Kreditkarte meines Stiefvaters. Ich habe sie nie besessen und durfte sie auch nie haben.» Bei seinem Stiefvater handelt es sich um den norwegischen Kronprinzen Haakon. Mit diesen Aussagen endet der Prozess für diese Woche. 

Borg Høiby hat im Verlauf des Tages über seinen Drogenkonsum gesprochen, wie er seit Jahren Kokain konsumiere und wie ihm dieses im Alltag helfe. Was die in der Nacht der mutmasslichen Vergewaltigung am Palmsonntag 2024 entstandenen Videoaufnahmen seines mutmasslichen Opfers betrifft, so habe er diese nur für sich selbst gemacht. Er könne sich nicht erinnern, sie dabei um Erlaubnis gefragt zu haben. Zudem meint er weiter, dass er nicht gemerkt haben will, dass sein vermeintliches Opfer je eingeschlafen sei. Die Verhandlung wird am Dienstag fortgeführt.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen