Darum gehts
- Eva Habermann enthüllt Missbrauchsvorfall aus 1990er-Jahren am Filmset in Deutschland
- Regisseur forderte sexuelle Dienste für Hauptdarsteller, sie widersprach energisch
- Habermann seit 10 Jahren mit Filmemacher Alexander König zusammen
Im Januar feierte die deutsche Schauspielerin Eva Habermann ihren 50. Geburtstag, zog sich wenige Tage später zum ersten Mal für den Playboy aus und schockiert nun mit einem Geständnis vom Set. So erinnert sie sich im Gespräch mit «Bild» an einen Vorfall in den 1990er-Jahren. «Da kam ein Regisseur während der Dreharbeiten auf mich zu und sagte, ich solle doch mal den Hauptdarsteller sexuell bespassen, der könne schon gar nicht mehr spielen». Daraufhin antwortete sie schlagfertig: «Das kann der sowieso nicht.»
Um welchen Regisseur es sich dabei handelte, das verrät sie nicht. Nur so viel: Sie habe sich dann bis zum Ende der Dreharbeiten von ihm schikanieren lassen müssen. Sie könne «etliche ähnliche Beispiele nennen». Der Vorfall verdeutlicht die problematischen Machtstrukturen in der Branche jener Zeit. Diesbezüglich habe sich in den vergangenen Jahren allerdings einiges verändert. «Der Umgang mit Frauen hat sich seit den Neunzigern zum Glück deutlich verändert.»
Die Erziehung ihrer «sehr selbstbewussten Mutter» habe ihr als junger Schauspielerin sehr geholfen, mit eben solchen Situationen umzugehen. So habe ihre Mama ihr und ihrer Schwester früh vermittelt, «dass niemand über unseren Körper oder unsere Entscheidungen bestimmt».
Kaum aus dem deutschen TV wegzudenken
Eva Habermann startete ihre Karriere in den 1990er-Jahren zunächst als Moderatorin im deutschen Kinderfernsehen, war unter anderem in der Sendung «Pumuckl TV» zu sehen. Anschliessend etablierte sie sich mit Rollen in unzähligen TV-Serien und Fernsehfilmen. Habermann ist zudem Moderatorin, Produzentin und Buchautorin. Seit gut zehn Jahren ist sie mit dem dem Filmemacher Alexander König zusammen.