Ein Hauch von 1001 Nacht
Die weisse Stadt

Omans Hauptstadt besticht mit historischen Stätten, Tradition, moderner Kunst, Natur – und ist frei von Wolkenkratzern.
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Wolkenkratzer sucht man in Omans Hauptstadt vergebens. Minarette, Moscheen, historische Gebäude und weisse Häuser bilden die Skyline.
Foto: Getty Images

Darum gehts

  • Maskat beeindruckt mit traditioneller Architektur, geprägt von Sandfarben und Weiss
  • Die Sultan-Qaboos-Moschee bietet Platz für über 20'000 Gläubige
  • Ein handgeknüpfter Teppich wiegt 21 Tonnen und misst 4263 m²
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
Corinna Streng
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Am Meer flanieren

Auf der Mutrah Corniche kann man wunderbar dem Meer entlang spazieren.
Foto: Getty Images

Die Mutrah Corniche ist eine malerische Küstenstrasse im Hafenzentrum, die zu Maskats Highlights zählt und als Flaniermeile der Einheimischen genutzt wird. Auf der einen Seite hat man einen Blick auf den Golf von Oman, auf der anderen kann man alte Häuser und den Hafen bewundern. Dort ankert das prächtige Schulschiff des Landes sowie – wenn der Sultan anwesend ist – seine beeindruckende Yacht. Ein Spaziergang auf der Corniche lohnt sich besonders, wenn die Sonne untergeht und die Landschaft in wunderschöne Farbtöne hüllt.

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Osmanische Baukunst

Maskat überrascht mit einer Architektur, die nicht nach Golfstaaten-Metropole aussieht. Keine gläsernen Wolkenkratzer, keine grellen Fassaden – denn Sultan Qaboos verfügte einst, dass kein Gebäude höher sein darf als das Hauptminarett der Grossen Moschee. Weiss und Farben des Sandes dominieren das Stadtbild. So fügt sich die Hauptstadt sanft in die Kulisse aus Bergen und Meer.

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Prunkvolle Moschee

Die Grosse Sultan-Qaboos-Moschee gilt als eines der wichtigsten Bauwerke des Landes und ist eine der grössten Moscheen der Welt.
Foto: Getty Images/500px Prime

Die Grosse Sultan-Qaboos-Moschee ist ein architektonisches Meisterwerk und Symbol für den modernen Oman. 2001 eröffnet, bietet sie Platz für über 20 000 Gläubige. Prunkstück: ein handgeknüpfter Teppich aus dem Iran, 4263 m² gross und 21 Tonnen schwer, einst der grösste der Welt. Darüber schwebt ein Kristallleuchter aus über einer Million Swarovski-Steinen. Die Moschee kombiniert islamische Baukunst mit omanischer Schlichtheit – prächtig und lichtdurchflutet.

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Kultur-Juwel

Als architektonisches Juwel ragt das Royal Opera House aus weissem Kalkstein in den Himmel, eine Vision des verstorbenen Sultans Qaboos. Erschaffen, um Oman auf die kulturelle Weltbühne zu bringen, vereint der Bau traditionelle omanische Architektur mit modernster Technik. Der Theatersaal wandelt sich auf Knopfdruck von einem Opernhaus in eine Konzerthalle. Das Meisterwerk wurde 2011 mit Plácido Domingo eröffnet.

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Markt im «Dunkeln»

Markt-Labyrinth: Eintauchen in die Atmosphäre des Souks von Matrah gehört zu einem Maskat-Besuch.
Foto: ullstein bild via Getty Images

Ohne einen Besuch des traditionellen Souks von Matrah, eines jahrhundertealten Labyrinths des Handels, ist eine Maskat-Reise nicht komplett. Er wird «Al Dhalam» genannt – «Der Dunkle» –, da die engen Gänge und überdachten Stände einst das Sonnenlicht kaum durchliessen. Hier duftet es nach orientalischen Gewürzen. An den Ständen findet man Silberwaren, traditionelle Textilien, Schmuck und kunstvolle Khanjar-Dolche.

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Weihrauchbrenner

Auf einem Hügel im Al-Riyam-Park thront ein monumentaler, weisser Weihrauchbrenner. Dieses ikonische Wahrzeichen – anlässlich des 20. Nationalfeiertags errichtet – ist eine moderne Hommage an Omans jahrtausendealte Geschichte als Drehscheibe des Weihrauchhandels. Von weitem wirkt das gigantische Gefäss fast surreal, besonders nachts, wenn es in gleissendem Licht erstrahlt und den Kontrast zur schroffen Berglandschaft betont.

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Märchen-Palast

Der märchenhafte Al Alam Palast dient heute repräsentativen Zwecken.
Foto: Getty Images

Der Al Alam Palast in Maskat wirkt wie aus einem Märchen: blau-goldene Säulen, weisse Arkaden, dahinter das glitzernde Meer. Sultan Qaboos liess ihn in den 1970er-Jahren von einem indischen Architekten als repräsentative Residenz erbauen – kein Palast zum Wohnen, sondern zum Empfangen. Zwischen den portugiesischen Forts Al-Jalali und Al-Mirani gelegen, symbolisiert er die Würde und Offenheit des modernen Oman. Besuchende dürfen die Anlage nicht betreten, doch der Blick durch die Tore verrät: Hier residiert Stil – und ein Hauch von Zauber.

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Festungsanlagen am Hafen

Auch Strandferien sind in Maskat möglich, wie hier am malerischen, ruhigen Al Bustan Beach mit dem Hadschar-Gebirge im «Rücken».
Foto: Getty Images

Wie steinerne Zwillinge thronen Al-Jalali und Al-Mirani spektakulär über der Bucht von Maskat – zwei Festungen, die Geschichte atmen. Die Portugiesen errichteten sie im 16. Jahrhundert, um den Hafen zu kontrollieren. Später von den Omanis zurückerobert, dienten sie als Verteidigungsanlagen und Gefängnisse. Heute beherbergt Al-Jalali ein Museum, Al-Mirani repräsentative Räume. Ihr Anblick, golden in der Abendsonne über dem Meer, erzählt von Macht, Handel und jahrhundertealter Seefahrertradition.

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Etwas für die Nase

In Maskat duftet Luxus nach Weihrauch und Rosenöl – nach Amouage. Das ist nicht einfach nur ein teures Parfüm, vielmehr ist es der Duft des Omans in Flakons gefasst. 1983 auf Wunsch des Sultans gegründet, sollte das Parfümhaus das arabische Erbe in die Welt tragen. Kostbare Zutaten wie Silberweihrauch, Myrrhe, Rosenöl und Sandelholz werden in kunstvollen Kompositionen vereint, handgefertigt und mit Goldkappen veredelt. Besuchende können den Duftkünstlern bei der Arbeit zusehen. Produziert wird in Maskat, verkauft in den exklusivsten Boutiquen der Welt.


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