Stress für Hunde und Katzen
Deswegen sollte man Verkleiden von Haustieren zu Halloween vermeiden

Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten hat mit Bezug auf Halloween am 31. Oktober vor dem Verkleiden von Haustieren gewarnt.
Publiziert: 31.10.2023 um 12:37 Uhr
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Aktualisiert: 31.10.2023 um 17:29 Uhr
An den Kostümen befestigte Accessoires sind für die Tiere beunruhigend.

Tierkostüme sähen niedlich aus, verursachten aber Stress bei Hunden und Katzen, teilte die Organisation in Hamburg mit. «Kostüme schränken die Tiere nicht nur in ihrer Bewegungsfreiheit ein, sondern auch in ihrer Fähigkeit zur Kommunikation», erklärte Karina Omelyanowskaya von Vier Pfoten.

Sind bei Hunden beispielsweise der Schwanz oder die Ohren durch Kleidung verdeckt, seien sie nicht mehr in der Lage, effektiv zu kommunizieren. An den Kostümen befestigte Accessoires seien für die Tiere beunruhigend, weil sie diese nicht abwerfen könnten.

«Verantwortungsvolle Tierhalter sollten ihre Heimtiere nicht verkleiden»

«Hunde und Katzen sind keine Menschen und haben keine Wahl, daher ist es unverantwortlich, sie in eine unnatürliche Situation zu zwingen», erklärte Omelyanowskaya. «Verantwortungsvolle Tierhalter sollten ihre Heimtiere daher nicht verkleiden», fügte sie hinzu.

Auch wenn sie sich selbst verkleiden, sollten Menschen nach Ansicht der Organisation rücksichtsvoll sein. Wer ein sensibles Tier habe, sollte in dessen Nähe keine Verkleidung tragen, die das Gesicht verdeckt. Mimik, Masken und Ganzkörperkostüme könnten Tiere verunsichern.

Stressig seien für Hunde auch ständiges Klingeln an der Tür und wechselnde Besucher. Vier Pfoten riet dazu, empfindliche Tiere in einem ruhigen Raum unterzubringen und mit Musik abzulenken. «Wenn möglich, sollte man die Klingel leiser stellen oder ganz abschalten», erklärte Omelyanowskaya.

Ein erschöpfter und gut ausgelasteter Hund sei entspannter und weniger stressanfällig. «Bevor man sich also abends amüsiert, kann man tagsüber den Hund mit ausgedehnten Spaziergängen und zusätzlichen Spielstunden beschäftigen», empfahl Omelyanowskaya. (AFP)

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