Darum gehts
- Sommersprossen sind trendy, ob natürlich, mit Filter oder geschminkt.
- Epheliden entstehen durch genetische Veranlagung und UV-Licht-Einfluss auf die Haut.
- MC1R-Gen-Variante beeinflusst Pigmentierung, sichtbar vor allem im Sommer.
Was früher gerne mit Concealer überdeckt wurde, gilt heute als Beauty-Signature: Sommersprossen. Auf Social Media sind gesprenkelte Nasen und Wangen allgegenwärtig – ob natürlich gewachsen, mit Filter ergänzt oder per Fake-Freckles geschminkt.
Was sind Sommersprossen eigentlich?
Aus dermatologischer Sicht sind Sommersprossen, medizinisch Epheliden, kleine pigmentierte Flecken, die vor allem bei heller Haut auftreten. Entscheidend ist die genetische Veranlagung: Je nachdem, wie viel Eumelanin (dunkler Pigmenttyp) und Phäomelanin (rötlich-gelber Pigmenttyp) eure Haut bildet, reagiert sie unterschiedlich auf UV-Licht. Liegt eine bestimmte Variante des MC1R-Gens vor, produziert die Haut an manchen Stellen mehr Phäomelanin – dort bräunt sie schneller und unregelmässiger. Das Ergebnis sind jene punktförmigen Schatten, die vor allem im Sommer sichtbar werden und im Winter oft wieder verblassen.
Wie kann man die frechen Pünktchen faken?
Wer keine Sommersprossen hat – oder sie betonen möchte –, kann nachhelfen. Inzwischen gibt es spezielle Freckle-Produkte, mit denen ihr punktuell Farbe auftupft und mit dem Finger weich verteilt, bis der Verlauf natürlich aussieht. Für eher experimentelle Looks finden sich online zahlreiche DIY-Methoden: vom feinen Sprenkel-Effekt mit Pinsel oder Zahnbürste bis hin zu semipermanenten Varianten mit Henna. Wichtig bleibt dabei: Erst an einer kleinen Stelle testen, wie eure Haut reagiert, und alles entfernen, sobald es brennt oder sich rötet.
Ob vererbt oder gefakt – Sommersprossen passen gut in einen Zeitgeist, der Individualität stärker feiert als den glatten Einheits-Teint. Am Ende entscheidet ihr selbst, ob eure Punkte sichtbar bleiben, dazukommen oder wieder verschwinden sollen.