BLICK: Nutzt Spazierengehen überhaupt was?
Lopata: Eine Stunde bringt so viel wie 20 Minuten joggen.
Aber muss man da nicht fast rennen?
Stellen Sie für sich eine Skala von 1 bis 10 vor. Eins ist Schlafen. Zehn ist: «Ein hungriger Löwe rennt hinter mir her.» Wählen Sie die 6 – also etwa sechs Kilometer pro Stunde. So schnell, dass Sie noch durch die Nase atmen und sich ohne Probleme unterhalten können. Für eine 50 Kilo schwere Person ist das leicht. Für jemand, der 90 Kilo wiegt, schwerer.
Was ist am Spazierengehen gesund?
Alles! Regelmässig betrieben bewirkt es, dass sich neue Blutgefässe bilden und in den Gelenken mehr Knorpel, das ist wie eine Schmierung der «Stossdämpfer». Der Effekt tritt schon bei 10 bis 15 Minuten täglich ein. Zudem stärkt die frische Luft das Abwehrsystem – und es steigert das Wohlbefinden. Nach einer Weile fühlen Sie sich weniger gestresst.
Was heisst «regelmässig»?
Für Untrainierte dreimal pro Woche 20 Minuten. Am Anfang darf es ruhig auch mehr sein. Sie können auf drei- bis fünfmal steigern. Nach einer Weile dehnen sie die Zeitintervalle auf 30 bis 40 Minuten aus.
Nimmt man auch ab?
Der Kalorienverbrauch hängt vom Gewicht und vom Trainingszustand ab. Eine 60 Kilo schwere Frau kann in einer Stunde 6-Kilometer-Tempo 140 Kalorien verbrennen.