«Bei Fiala sind wir immer hoffnungsvoll aber A: Er hatte eine schwere Verletzung und B: Los Angeles ist noch in den Playoffs. »
Weiter geht's mit dem Mitteldrittel. Die Ungarn starten mit Powerplay in den zweiten Abschnitt.
«Der Vorteil ist, dass wir Jan Cadieux bereits aufgebaut haben. Es hilft extrem, dass er schon zwei grosse Turniere mitgemacht hat. Ja er wird noch Fine-Tuning betreiben und einiges verändern. Das wird sicher ein Prozess sein.»
Für den Ellbogencheck gegen Ende des ersten Drittels erhält Müller ein zweiminütige Strafe.
«Wir wissen, dass es für ihn nicht einfach ist. Das hat er wohl nicht erwartet.»
Tristan Scherwey über den Fischer-Knall: «Wir haben intensive Tage hinter uns. Trotz Vorfreude auf die ersten Spiele gab es viele Nebenschauplätze. Schlussendlich ist mein grösster Wunsch, dass sich das Volk mit dem Team auf dem Eis verbinden kann.»
«Die Stimmung ist den Umständen entsprechend gut. Die Mannschaft ist gefestigt und sehr professionell. Logisch, wird das intensiv diskutiert, aber die Mannschaft hat einen Fokus auf die WM. Der Fokus ist, dass wir jetzt diese Ruhe finden, uns nicht von aussen beeinflussen zu lassen. Das ist ein Prozess. In dieser Woche ist noch die eine oder andere Frage da, aber je mehr es auf die WM zugeht, desto mehr müssen wir den absoluten Fokus haben. Da sind wir auf gutem Weg.»
Die Schweiz legt einen Traumstart hin und führt nach 20 Minuten mit 3:1. Herzog trifft nach frühem Scheibenverlust der Ungarn zur schnellen Führung bereits in der ersten Minute, danach legt Bächler nach starkem Puckgewinn und Rückpass eiskalt zum 2:0 nach. Spätestens mit Jägers Abstauber am linken Pfosten ist klar, wie überlegen die Eisgenossen in dieser Phase sind. Hinten stehen sie lange stabil, vorne sind sie besonders effizient und immer wieder mit Tempo in der Offensive. Kurz nach dem 3:0 nimmt die Schweiz etwas den Fuss vom Gas, Ungarn kommt zu zwei ordentlichen Möglichkeiten und nutzt nach Heldners Strafe die Phase rund ums Powerplay. Sofron verkürzt nach Unordnung im Zentrum auf 3:1. Der Gegentreffer wirkt aber eher wie ein Weckruf, denn danach übernimmt die Schweiz wieder das Kommando, schnürt Ungarn erneut ein und jubelt sogar kurz über das vermeintliche 4:1, das wegen eines Fusskicks von Thürkauf aber wieder einkassiert wird. Mit dem Ertönen der Sirene gehen mit Miles Müller kurz die Pferde durch und er trifft mit einem unnötigen Crosscheck Erdely hart im Gesicht.
Mit der Sirene trifft Müller Erdely hart im Gesicht. Das Drittel ist vorerst vorbei aber die Schiedsrichter sehen sich die Situation nochmal an. Noch ist die Strafe nicht ausgesprochen.
Scherwey zieht mit der Scheibe in Richtung rechten Pfosten. Er legt auf links zu Taibel, der bringt die Scheibe aus nächster Nähe jedoch nicht im Tor unter.

