Flussschwimmen
Hier können Sie sich treiben lassen

Ob mitten in Schaffhausen oder lauschig an der Aare: Überall in der Schweiz kann man sich in Flüssen erfrischen. Fünf Tipps fürs nasse Vergnügen.
Publiziert: 08.07.2023 um 14:28 Uhr
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Aktualisiert: 08.07.2023 um 14:29 Uhr
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Baden im Fluss: In der Sommerhitze eine beliebte Abkühlung.
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Katja RichardRedaktorin Gesellschaft

Im Sommer in den Fluss hüpfen, sich ein paar Hundert Meter treiben lassen und dann erfrischt wieder aussteigen: Das ist in der Schweiz im Sommer Volkssport. Ob in der Badi oder in der Natur – hier sind fünf Tipps fürs Vergnügen im fliessenden Wasser.

Die Aareschlaufe

Den Aare-Klassiker vom Eichholz zum Marzilibad kennt jeder in Bern. Was sich zum Ausprobieren lohnt, ist die Bremgartenschlaufe: Durch üppiges Grün am bewaldeten Ufer entlang wird der 20-minütige Schwumm von Vogelgezwitscher begleitet. Hin kommt man mit dem Bus (Linie 21) in Richtung Bremgarten bis zur Haltestelle Schloss. Von dort gehts durch den Zehendermätteli-Tunnel. Gleich hinter dem gleichnamigen Restaurant liegt ein Minisandstrand, an dem man leicht ins Wasser einsteigen kann. Dank des Tunnels lässt sich die Tour beliebig oft wiederholen.
Infos: aaremarzili.info

Die Rhybadi

Wie ein imposantes Schiff liegt das Holzbad aus dem Jahr 1870 am Schaffhauser Rheinufer im Wasser. Dazu trägt auch der «Bug» bei, der gegen die Strömung spitz zuläuft. Das Bad ist 30 Meter breit, das Schwimmvergnügen führt über eine Länge von 180 Metern. Der Charme des alten Kastens sorgt bis heute für ein nostalgisches Badeerlebnis. Das soll auch so bleiben, das Schaffhauser Stimmvolk hat eine Erneuerung mit Wellness- und Sauna-Bereich abgelehnt. Nur die sanitären Anlagen sollen demnächst erneuert werden.
Infos: rhybadi.ch und im Buch «Die schönsten Bäder der Schweiz» vom Schweizer Heimatschutz.

Flussbad Schwäbis

In der Nähe der Thuner Altstadt, wo die innere und äussere Aare zusammenfliessen, ist die Strömung besonders sanft. Von daher kommt auch der Name Schwäbis. In der sumpfigen Landschaft stand das Wasser früher, bevor der Strom im 19. Jahrhundert gefasst worden war, häufig beinahe still – es «schwebte». Bereits 1869 wurde an der Promenade ein Kassen- und Garderobengebäude im typischen Schweizer Holzstil mit Türmchen gebaut und 2006 denkmalgerecht modernisiert. Dazu ist ein schlichter Neubau aus Holz gekommen. Das historische Flussbad bietet eine lauschige und familiäre Atmosphäre, an Spitzentagen werden allerdings bis zu tausend Eintritte gezählt.
Infos: thun.ch/sport und im Buch «Die schönsten Bäder der Schweiz» vom Schweizer Heimatschutz.

Der Piumogna-Wasserfall

Das Tessin ist ein Wasserfall-Paradies: Einer der spektakulärsten davon ist der Piumogna im Leventinatal in Faido. 43 Meter stürzt das abkühlende Nass in die Tiefe. Der blaue Pool inmitten der grünen Vegetation versetzt einen nach Mexiko – bloss ist das Wasser etwas kühler. Ab dem Bahnhof Faido erreicht man den Wasserfall einfach zu Fuss. Der Badespass lässt sich mit einer leichten Wanderung verbinden, bei der es weitere Wasserfälle zu entdecken gibt.
Infos: ticino.ch

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Der Rhone-Schwumm

Auch in Genf kann man in der Rhone baden. Und das inzwischen auch komfortabler – dank neu gebauter Zugänge an den Ufern. Startpunkt für den Einstieg auf eine Stromfahrt ist das Quai du Seujet. Neben Schwimmern sind auch Gummiboote unterwegs. Aber Vorsicht: Die Rhone hat eine zügige Strömung, der Badespass ist nur guten Schwimmern empfohlen.

Infos: ge.ch

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