Pixel 8a: viel Power, kleiner Preis
Der günstige Einstieg ins Google-Universum

Auf das Pixel 8 und das Pixel 8 Pro folgt das Pixel 8a. Damit bringt Google ein Handy fürs kleinere Budget. Doch lohnt sich ein Kauf?
Publiziert: 05.07.2024 um 17:00 Uhr
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Das Pixel 8a in der sommerlichen Farbe Aloe. Es ist das Budget-Handy in der Google-Serie.
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Tobias BolzernRedaktor Digital

Erst seit letztem Jahr verkauft Google seine Pixel-Handys offiziell in der Schweiz. Den Anfang machten das Pixel 8 und das Pixel 8 Pro. Beide Handys hat Google schon letzten Herbst lanciert. Kürzlich hat der Hersteller das Budget-Modell, Pixel 8a, nachgeschoben. Blick konnte das Gerät ausgiebig testen.

Design

Das Google Pixel 8a ist glatt, abgerundet und liegt gut in der Hand. Die Rückseite ist aus mattem Kunststoff, wirkt aber nicht billig. Das auffälligste Element ist der Kamerabalken aus Aluminium, der sich horizontal durch das Smartphone zieht und dem Gerät eine gewisse Symmetrie verleiht. Schönes Detail: Das Google-Logo ist dezent in der Gerätefarbe gehalten. In unserem Fall grün. Dazu gibt es praktische Funktionen, die das Leben erleichtern, etwa einen Fingerabdrucksensor hinter dem Bildschirm.

Kamera

Eine Stärke der Pixel-Handys ist die Kamera. Auf der Rückseite des Pixel 8a sieht man zum ersten Mal den grossen Unterschied zu den teureren Modellen: Es gibt weniger Linsen und sie sind zudem deutlich kleiner. Es handelt sich dabei um die Hauptkamera (64 MP, mit Bildstabilisierung) und eine Ultraweitwinkelkamera, die mit 13 Megapixel auflöst. Auf dem Papier kein Kracher, aber dank der technischen Tricks von Google gelingen damit in 9 von 10 Fällen gute Schnappschüsse. Die Fotos sind scharf, haben sehr lebendige Farben und Porträts überzeugen durch ihre Tiefe. Es ist damit eine der besten Kameras unter den Mittelklasse-Handys. Bei schlechten Lichtverhältnissen wird das Fotografieren mit dem 8a allerdings schwieriger, vor allem mit dem rein digitalen Zoom.

Display

Das Pixel 8a hat einen 6,1 Zoll grossen Oled-Bildschirm, der deutlich heller ist als beim Vorgänger. Das hat den Vorteil, dass man auch unter der Mittagssonne noch etwas auf dem Display erkennt. Mit einer Bildwiederholfrequenz von 120 Hz läuft zudem alles flott, der Touchscreen reagiert schnell und das Scrollen ist flüssig. Nur die dicken Ränder um den Bildschirm herum stören im ersten Moment. Doch man gewöhnt sich daran. Wer ein eher randloses Design bevorzugt, sollte sich jedoch besser nach einem anderen Gerät umsehen.

Akku

Das 8a hat den kleinsten Akku des Pixel-Trios. Das heisst aber nicht, dass er schlecht ist. In unserem Test erwies sich der Akku als recht ausdauernd. Nach einem intensiven Tag mit Fotografieren, Musik-Streaming, mehreren kurzen Telefonaten sowie Social-Media- und Internetnutzung schrie das Smartphone am Abend nach einer Steckdose. Die Akkulaufzeit hängt jedoch stark davon ab, wie intensiv das Smartphone genutzt wird. Der Wert kann daher von den eigenen Erfahrungen abweichen. Sicher ist, dass das Pixel 8a auch bei intensiver Nutzung einen Tag ohne Strom auskommen sollte. Negativ fiel die Ladeleistung auf. Um das 8a vollständig aufzuladen, benötigt man rund 100 Minuten, das ist ziemlich lang.

Pro

  • Schnittiges, elegantes Design mit attraktiven Gerätefarben.
  • Helles OLED-Display mit Bildwiederholrate von 120 Hertz.
  • Viel Power: Gleicher Chip (Tensor G3) wie beim Pro-Modell.
  • Android pur mit sieben Jahren Updates direkt von Google.
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Contra

  • Dicker Rahmen: Das Design des Displayrahmens wirkt veraltet.
  • Etwas sehr lange Ladezeiten, mässige Akkuleistung.
  • Die Kunststoffrückseite könnte ohne Schutzhülle schnell abnutzen.
  • Kein Tele: Der digitale Zoom ist deutlich weniger wirkungsvoll.

Fazit

Unter dem Strich ist Pixel 8a ein tolles Gerät und im Vergleich mit anderen Mittelklasse-Handys schwingt es klar obenauf: Das Pixel 8a bietet viele der Vorteile der Flaggschiffmodelle zu einem kleineren Preis. Doch es gibt einen Haken! Denn bei Google zerfallen die Preise schnell. So kostet das Pixel 8, das letzten Herbst (damals 700 Fr.) präsentiert wurde, zurzeit gerade mal 50 Franken mehr, als das Pixel 8a. Letzteres ist aktuell, um die 500 Franken zu haben. Wer also mit dem Budget-Handy von Google liebäugelt – und noch ein wenig Geduld hat – sollte mit dem Kauf warten. Erfahrungsgemäss purzeln die Preise dann im Spätsommer und im Herbst stark.

Transparenzbox

Dieses Gerät wurde Blick vom Hersteller für den Test zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hat keinerlei Einfluss auf die redaktionelle Berichterstattung.

Dieses Gerät wurde Blick vom Hersteller für den Test zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hat keinerlei Einfluss auf die redaktionelle Berichterstattung.

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