Abzocke vor Olympia
2000 Stutz weg, aber keine Tickets

Betrüger machen mit Grossanlässen wie der EM oder den Olympischen Spielen das grosse Geschäft. Eine Person wurde mit Fake-Tickets um 2000 Franken geprellt. Der Bund warnt – und so schützt du dich.
Publiziert: 26.06.2024 um 12:07 Uhr
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Die Olympischen Spiele in Paris starten am 26. Juli 2024.
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Tobias BolzernRedaktor Digital

Achtung beim Ticketkauf! Das Bundesamt für Cybersicherheit (Bacs) warnt in einem aktuellen Blog-Beitrag vor Betrügern. Der Bund hat in den letzten Wochen mehrere Meldungen von geprellten Käuferinnen und Käufern erhalten, die Tickets gekauft und bezahlt haben – aber immer noch auf die Lieferung warten.

Die Gefahr lauert derzeit vor allem bei Grossveranstaltungen wie der laufenden Fussball-Europameisterschaft, aber auch bei den Olympischen Spielen, die am 26. Juli in Paris beginnen. «Cyberkriminelle nutzen solche Anlässe, um Käuferinnen und Käufer zu täuschen und mit wenig Aufwand möglichst viel Geld zu ergaunern», so der Bund.

Über 200 dubiose Ticket-Websites

Ein besonders krasser Fall ereignete sich letzte Woche: Ein Schweizer kaufte auf einer offiziell aussehenden Website Tickets für die Olympischen Spiele in Paris. Kostenpunkt: knapp 2000 Franken! «Nach dem Kauf erhielt er ein Bestätigungsmail, auf die Tickets wartet er aber bis heute», so das Bacs. Die Website gab an, ein Ticketmarktplatz zu sein. Obwohl behauptet wurde, dass die Transaktion sicher sei, hiess es in den AGB, dass die Betreiber der Website keine Kontrolle über die Existenz, Qualität oder Rechtmässigkeit der Tickets haben. Besonders dreist: Wer bei Google nach «Paris Olympiade Tickets» suchte, bekam die Website als zweites gesponsertes Suchergebnis nach der offiziellen Site angezeigt.

Inzwischen hat Google die Seite als gefährlich eingestuft. Doch dies war kein Einzelfall. Nach Angaben der französischen Behörden wurden über 200 dubiose Ticket-Websites identifiziert und 51 davon geschlossen.

Vorsicht auch bei EM

Auch Fussballfans müssen aufpassen. Im Zusammenhang mit der laufenden Fussball-Europameisterschaft wurden dem Bacs mehrere Betrugsfälle gemeldet. «Das Vorgehen der Betrüger ist auch hier ähnlich. Auf der Website wird suggeriert, dass es sich um eine offizielle Verkaufsstelle handelt. In den Geschäftsbedingungen wird dann aber darauf hingewiesen, dass die Tickets von Einzelverkäufern stammen, die offenbar in den meisten Fällen nicht liefern», so das Bacs.

Der Bund rät, vor dem Kauf bei einem Online-Händler das Angebot genau zu prüfen. «Kundenbewertungen können helfen, sich ein besseres Bild vom Anbieter zu machen». Ausserdem empfiehlt das Bacs, Tickets nur über offizielle Kanäle zu kaufen. Ist man auf einen dubiosen Webshop hereingefallen, soll man laut Bund eine Anzeige erstatten.

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