Darum gehts
- In La Brévine wurden am Dienstagmorgen frostige −28 Grad gemessen
- 60 Prozent der Blick-Community haben passende Kleidung für jede Temperatur
- Nacht war laut Meteo News die kälteste des Winters in der Schweiz
Eiseskälte hält die Schweiz fest im Griff: Am Dienstag zeigt das Thermometer in La Brévine frostige minus 28 Grad an, im Rheintal sind es minus 16 Grad. Die Wetterexperten von Meteo News betonen, dass diese Nacht die kälteste des Winters war. Solche Tiefstwerte wurden in der Schweiz seit mehreren Jahren nicht mehr registriert.
In der Blick-Community scheint man sich gut auf die Kälte vorbereitet zu haben: 60 Prozent geben an, für jede Temperatur die passende Kleidung parat zu haben. 32 Prozent kommen mit einem Standard-Winteroutfit gut durch die kalten Tage, während neun Prozent eher improvisieren müssen.
Winterfreude und kalte Nostalgie
Viele Leserinnen und Leser zeigen sich begeistert von den kalten Temperaturen und erinnern sich gern an frühere Winter. «Eigentlich nur schön, dass es mal wieder winterlich kalt ist», schreibt Martin Schroffenegger. «War man sich zwar früher gewohnt, aber animiert offenbar heute zu Warnaktionen. Vielleicht gibts nun ein Jahr mit einigen Zecken weniger – wäre schön!»
Manfred Rohner erinnert sich an Eisblumen an den Fenstern und die Seegfrörni aus seiner Kindheit: «Würde sagen, das ist heute geradezu warm!», schreibt er. Auch Barbara Holliger zieht den Vergleich zum früheren Wetter: «Ich habe lieber dauerkalt als Dauerpflotsch. Als ich klein war, gab es sogar Seegfrörni im Mittelland. Davon sind wir noch weit entfernt!»
Sylvia Meyer, die früher in einer Skihütte gearbeitet hat, meint: «Bei minus 20 Grad frühmorgens vom Horn runtezurfahren, war normal. Das hat es schon früher gegeben, also nichts Neues. Ist schön so kalt!» Und auch Christoph Dütsch bringt die Begeisterung vieler auf den Punkt: «Es gibt doch nichts Schöneres als einen richtig kalten Winter!»
«Einfach unerträglich!»
Doch nicht alle Leserinnen und Leser können mit der Eiseskälte etwas anfangen. «Es ist viel zu kalt für die Jahreszeit!», beschwert sich Leser Peter Vogler. Besonders drastisch schildert Nathalie Würgler ihre Situation: In ihrer Wohnung sei die Heizung defekt, der Vermieter reagiere nicht. «Ich hasse Kälte. Wir heizen jetzt mit einem Elektroofen. Einfach unerträglich!»
Auch finanzielle Sorgen machen einigen zu schaffen. Marcel Weikart warnt mit einem Augenzwinkern vor steigenden Heizkosten: «Haltet das Geld zusammen, da gibt es eine fette Nachzahlung. Und der Winter ist noch nicht vorbei. Auswandern ist die einzige Lösung!»
Und die Kälte zeigt sich auch im Alltag – etwa bei Marcel Maute, der mit Humor berichtet: «Mein alter Volvo hatte heute Morgen schon keine Lust mehr.» Ähnlich geht es Sabine Keller. «Ich hab heute Morgen die Hälfte meiner Zeit damit verbracht, die Autoscheiben freizukratzen. Winter-Workout deluxe!», witzelt sie.
Frost-Tipps von Lesern
Auch kleine Alltagskniffe werden in den Kommentaren geteilt. «Wenn der Boden gefroren ist und Eisglätte besteht, keine Sneakers mit glatten Sohlen anziehen!», mahnt Leser Robert Crain.
Ueli Boss rät bei Minusgraden zu mehreren Kleidungsschichten: «Bei minus 6 Grad und leichtem Schneefall hat man erst kalt, wenn man sich nicht bewegt – daher sägen, sägen, sägen.» Er arbeitet in der Baumpflege und schwört auf vier Schichten Kleidung.
Und wer dem Winter eher skeptisch gegenübersteht, bekommt von Hans Scheidegger zum Schluss noch ein positives Wort mit auf den Weg: «Frost und Eisigkeit lassen in der Natur wie auch bei gewissen Menschen einiges erstarren. Doch gegen ein Lächeln und Wärme im Herzen hat auch der stärkste Winter wenig Kraft.»