Darum gehts
- Camping in Europa wird teurer, Schweiz bleibt aber von Teuerung moderat betroffen.
- Höchste Preise in der Hauptsaison im Tessin und in Kroatien
- In Europa 2026: Durchschnittspreis 45 Franken, Schweiz bei 55 Franken pro Nacht.
Schon bald ist Ostern und damit für viele Familien die erste Möglichkeit zum «Ancampen». Doch selbst der Campingplatz bleibt von der Inflation nicht verschont. Die beliebte Ferienform wird immer teurer, wie ein neuer Vergleich der Campingplattform Pincamp zeigt.
Zuerst die gute Nachricht: Die Schweiz ist für einmal nicht die teuerste Destination für Reisende. Eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem Kind zahlt hier in der Sommer-Hochsaison 2026 durchschnittlich 55 Franken pro Nacht. Das ist billiger als in Italien (57 Franken) und in Kroatien (67 Franken).
Im Norden ist es am günstigsten
Besonders positiv: Während die Preise in den verglichenen europäischen Ländern in diesem Jahr durchschnittlich um 7 Prozent zulegten, blieb die Teuerung in der Schweiz mit 3 Prozent moderat.
In manchen Ländern geht es aber trotzdem noch deutlich preiswerter als hierzulande. Am günstigsten ist Camping in den Sommerferien weiterhin in Norwegen (34 Franken), Schweden (37 Franken) und Deutschland (37 Franken). Zum Vergleich: Durchschnittlich lagen die Kosten in Europa bei 45 Franken.
Nebensaison lohnt sich
Camping ist besonders bei Familien mit schulpflichtigen Kindern beliebt – entsprechend hoch ist die Nachfrage in der Hauptsaison im Juli und August. Wer ausserhalb der Sommerferien reist, kann hingegen deutlich sparen: In der Nebensaison liegen die Preise durchschnittlich 29 Prozent unter dem Hochsaisonniveau.
Dabei fällt auf: Gross sind die Unterschiede besonders im Süden am Meer. In Kroatien kostet das Camping ausserhalb der Hauptsaison beispielsweise weniger als die Hälfte. Die kühleren Gefilde können hingegen das ganze Jahr über mit moderaten Preisen punkten.
Tessin teurer als Kroatien
Innerhalb der Schweiz gibt es ebenfalls ein Preisgefälle: Interessanterweise ist die wunderschöne Genferseeregion mit durchschnittlich 49 Franken (in der Hochsaison) am günstigsten. Das Tessin ist mit 70 Franken pro Tag hingegen sogar teurer als Kroatien.
Fürs Ostercamping bieten sich das eigene Land oder ein Kurztrip in den Süden an, wo es jetzt noch nicht ganz so teuer wie in der Hochsaison ist. Allerdings ist klar: Wenn das Wetter stimmt, kann es auch im Frühling auf den schönsten Campingplätzen bereits ziemlich voll werden.