Steer-by-Wire im neuen Lexus RZ im Test
Revolution oder Hightech-Spielerei?

Mit dem vollelektrischen RZ führt Lexus 2026 die kabellose Steer-by-Wire-Lenktechnologie erstmals in einem Serienauto ein. Die Lenkstange wird durch Sensoren und Software ersetzt. Wie sich das anfühlt, hat Blick ausprobiert.
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Der aufgefrischte Lexus RZ wird künftig mit der lange angekündigten Steer-by-Wire-Technologie erhältlich sein.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Lexus RZ führt 2026 erstmals serienmässig Steer-by-Wire-Technologie ein
  • Lenkung durch Sensoren und Software statt mechanischer Verbindung realisiert
  • Vollständiger Lenkwinkel mit nur 200-Grad-Drehung des Yoke-Lenkrads möglich
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Juan ThomasRedaktor Auto & Mobilität

Seit den Anfängen des Automobils ist sie eines der fundamentalsten Bauteile: die mechanische Verbindung zwischen Lenkrad und Vorderrädern. Die Lenksäule stellt die Verbindung des Fahrers übers Lenkrad mit den Rädern her. Doch moderne Autos könnten auf diese direkte Verbindung schon bald verzichten.

Bereits vor über zehn Jahren stellte Nissans Edeltochter Infiniti im Q50 die Steer-by-wire-Technik vor. Im neuen RZ führt Lexus nun erstmals in einem Serienmodell eine echte kabellose Lenk-Technologie ein. Dabei verschwindet die klassische Lenkstange vollständig: Statt mechanisch werden die Lenkbefehle über Sensoren, Steuergeräte und Elektromotoren an die Räder übertragen. Was früher Stahl und Zahnräder erledigten, übernimmt heute eine doppelt eingebaute Software – falls eine ausfallen sollte. Mit der Steer-by-wire-Technik würden sich laut Lexus neue Möglichkeiten für Fahrgefühl und Übersetzung für ein noch besseres und angenehmeres Fahrerlebnis öffnen. Das wollte Blick ausprobieren.

Ungewöhnliche Lenkradform

Als wir hinter dem Steuer des rein elektrischen Lexus RZ Platz nehmen, fällt sofort die ungewöhnliche Form des Lenkrads ins Auge, die eher an einen Formel-1-Boliden als an ein klassisches Serienauto erinnert. Das sogenannte Yoke-Lenkrad kam bereits in einigen Tesla-Modellen zum Einsatz, etwa im Model X (hier gehts zum Test), doch verschwand dort nach kritischem Kundenfeedback wieder aus dem Programm. Bei Lexus hingegen ist man vom Konzept überzeugt – und nach den ersten Metern verstehen wir auch, warum.

Auf dem abgesteckten Parcours auf dem Gelände des Eventcenters Seelisberg UR erleben wir, wie direkt die Lenkung reagiert. Um die Räder vollständig einzuschlagen, genügt eine einzige Lenkradumdrehung. Besonders beim Einparken staunen wir, wie wenig Bewegung nötig ist. Die Hände bleiben stets am Lenkrad, ein Umgreifen entfällt vollständig. Selbst wenn das Lenkrad von Anschlag zu Anschlag gedreht wird (nur 200 Grad), bleiben die Hände immer am Volant. 

Auch bei höherem Tempo wird die direkte Lenkung nicht zum Risiko: Die Lenkcharakteristik passt sich der Geschwindigkeit an. Bei Autobahn- oder Überlandtempo fällt der Einschlagwinkel deutlich geringer aus – das Fahrgefühl ähnelt dann stark dem eines konventionellen Lenkrads. Da die Rückmeldung elektronisch hergestellt wird, werden kleine Unebenheiten der Strasse nicht wie sonst üblich an den Fahrer weitergegeben, was das Fahren komfortabler macht.

Wir greifen ins Leere

Unser Fazit nach dem ersten Test: Die Steer-by-Wire-Technologie wirkt bereits erstaunlich ausgereift – nicht zuletzt, weil sie mit rund zwei Jahren Verspätung auf den Markt kommt und entsprechend gründlich abgestimmt wurde. Das Yoke-Lenkrad bleibt jedoch gewöhnungsbedürftig. Mehr als einmal greifen wir reflexartig nach der oberen Lenkradhälfte – und somit ins Leere.

Genau diese Gewohnheit soll das neue Lenkraddesign bewusst durchbrechen. Da das Lenkrad nicht mehr umgegriffen werden muss, bleibt die Handposition immer gleich. Gleichzeitig verbessert sich die Sicht aufs Kombiinstrument. Ob sich Steer-by-Wire wie einst Servolenkung oder Automatikgetriebe als neuer Standard durchsetzt, darüber entscheidet einmal mehr die Kundschaft.

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