Darum gehts
- Ein Drittel der Kia-Neuwagen 2025 in Schweiz waren Sportage
- Der Sportage wird seit über 30 Jahren gebaut
- Der Basispreis startet ab 35'000 Franken, die getestete Version kostet bis zu 55'000 Franken
Der Kia Sportage ist bei Frau und Herrn Schweizer beliebt. Ein Drittel aller bei uns 2025 neu verkauften Kias waren Sportages. Damit lag der 4,54 Meter lange Kompakt-SUV mit 2104 verkauften Einheiten auf Platz 24 der Schweizer Neuwagen-Charts 2025. Zum Einordnen: Das sind knapp dreimal so viele wie Kias zweitbestverkauftes Modell EV3 (766 Verkäufe). Gebaut wird der Sportage bereits seit über 30 Jahren, so lange wie bislang kein anderer Kia.
Der Sportage ist also ein Erfolgsgarant. Doch was macht den südkoreanischen SUV so beliebt? Wir wollten es herausfinden und fuhren mit der seit letztem Jahr facegelifteten Variante in die Skiferien.
Vor der Fahrt
Optisch hat Kia fürs Sportage-Facelift nur wenig geändert. Die Scheinwerfer wurden an jene Formsprache der E-Modelle EV4 und EV5 angepasst. Veränderte Seitenleisten, neue Rückleuchten und eine markantere Heckstossstange runden den aufgefrischten Look ab. Innen wurde ebenfalls nur sanft Hand angelegt. So gibt es weiterhin schöne und toll verarbeitete Materialien, zudem blickt der Fahrer auf zwei 12,3-Zoll-Displays. Das Feriengepäck für zwei Personen lässt sich locker im 562 Liter grossen Kofferraum unterbringen. Für die zwei Paar Skis reicht es, wenn wir die Durchreiche in der Rückbank nutzen. So bleibt links und rechts davon auf den Rücksitzen noch Platz für weiteres Gepäck.
Auf der Strasse
Für unsere Fahrt ins Südtirol nutzen wir den Sportage mit 180 PS (132 kW) starkem 1,6-Liter-Vierzylinder und Mildhybridisierung sowie 4x4. Und um den Allradantrieb waren wir froh, weil die Strassen zum Skigebiet schneebedeckt waren. Der 1,7 Tonnen schwere Kompakt-SUV ist harmonisch abgestimmt, ausreichend straff, ohne Komforteinbusse. Stärkere Stösse dringen jedoch spürbar in den Innenraum. Auch die Lenkung fügt sich stimmig ins Gesamtbild: Sie bietet ordentliche Rückmeldung und arbeitet präzise. Der adaptive Tempomat inklusive Lenkassistent funktioniert während der ganzen Testdauer tadellos.
Das war gut
Nebst der Verarbeitung im Innenraum gefällt auch das durchdachte Infotainmentsystem. Vieles kann über Knöpfe am Lenkrad gesteuert werden, so spart man sich das mühsame Herumtippen in den Untermenüs. An die wandlungsfähige Bedienleiste mussten wir uns erst gewöhnen, doch schon bald fanden wir dies ein gelungenes Feature. Per Knopfdruck wird sie so von der Radio- zur Kontrolleinheit fürs Klima – und aus dem Volumen-Knopf der Drehregler für die Temperatur. So müssen Klima-Einstellungen nicht über den Touchscreen getätigt werden. Ebenfalls überzeugt hat uns die gestochen scharfe 360-Grad-Kamera – sehr hilfreich beim Rangieren. Denn da entpuppt sich der Sportage aufgrund seines Allradantriebs nicht als besonders handlich (Wendekreis 10,9 m). Ein weiterer Pluspunkt: die schnell beheiz- und im Sommer kühlbaren Vordersitze.
Antrieb: 1,6-Liter-R4-Turbobenziner, 180 PS (132 kW)@6000/min, 265 Nm@1500/min, 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, 4x4
Fahrleistungen: 0 bis 100 km/h in 9,8 s, Spitze 203 km/h
Masse: L/B/H 4,54/1,87/1,65 m, Leergewicht 1750 kg, Anhängelast gebremst 12 % 1650 kg, ungebremst 750 kg, Kofferraum 562 – 1751 l
Umwelt: Verbrauch Werk/Test 7,1/7,8 l/100 km, 162/186 g/km CO₂-Ausstoss lokal, Energieeffizienz F
Preis: ab 39'700 Franken, Testwagen mit Optionen und Ausstattung «GT-Line» 55'060 Fr., Basisversion mit 150 PS, Frontantrieb und Handschaltung ab 34'450 Fr.
Antrieb: 1,6-Liter-R4-Turbobenziner, 180 PS (132 kW)@6000/min, 265 Nm@1500/min, 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, 4x4
Fahrleistungen: 0 bis 100 km/h in 9,8 s, Spitze 203 km/h
Masse: L/B/H 4,54/1,87/1,65 m, Leergewicht 1750 kg, Anhängelast gebremst 12 % 1650 kg, ungebremst 750 kg, Kofferraum 562 – 1751 l
Umwelt: Verbrauch Werk/Test 7,1/7,8 l/100 km, 162/186 g/km CO₂-Ausstoss lokal, Energieeffizienz F
Preis: ab 39'700 Franken, Testwagen mit Optionen und Ausstattung «GT-Line» 55'060 Fr., Basisversion mit 150 PS, Frontantrieb und Handschaltung ab 34'450 Fr.
Das war weniger gut
Voll beladen hat der Sportage mit seiner Leistung und dem Drehmoment von 265 Nm gerade an Steigungen oder bei Überholmanövern Mühe. Wir sind deshalb meist im Sportmodus unterwegs. Zudem lässt sich das Gaspedal aus dem Stand nicht so fein dosieren, wie wir uns das von anderen Autos gewohnt sind. Und obwohl der Motor generell leise arbeitet, wird er unter Last deutlich lauter. Mit Gepäck und bei stets niedrigen Temperaturen kommen wir am Ende auf einen Durchschnittsverbrauch von 7,8 l/100 km – eher viel für einen eher schwachen Vierzylinder, aber dennoch nur wenig über der Herstellerangabe.
Das bleibt
Der Sportage gefällt mit modernem Design, top Verarbeitung im Cockpit und tollem Multimediasystem, hohem Komfortgefühl und viel Platz. Abzüge gibts für den etwas schwachbrüstigen Antrieb. Allerdings gibts hier im Kia-Modellprogramm Alternativen – etwa ein Voll- und Plug-in-Hybrid mit 239 beziehungsweise 288 PS – beide ebenfalls mit 4x4. Wer also sparsamer und zügiger unterwegs sein möchte, wählt wohl besser eine dieser beiden Varianten. Knapp 35'000 Franken kostet der Sportage in der Basisversion. Die von uns getestete Version kostet ohne Ausstattung fast 40'000 Franken. In der Topausstattung GT-Line und mit Optionen aber 55'000 Franken. Das ist kein Schnäppchenpreis, dafür gibts aber auch viel Auto fürs Geld. Und so muss sich der Sportage auch vor seinem deutschen Hauptrivalen VW Tiguan nicht verstecken.
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