Die Rechnung folgt garantiert
Diese 7 Sünden tun deinem Auto richtig weh

Da poliert man hingebungsvoll den Lack – aber begeht dann unterwegs kleine Sünden, die später zu grossen Reparaturen führen. Blick nennt sieben der häufigsten chronischen Fehler.
Publiziert: 26.07.2023 um 01:00 Uhr
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Aktualisiert: 26.07.2023 um 11:07 Uhr
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Beim Seitwärtsparkieren schlitzt man sich gerne mal den Pneu auf. Aber meist bleiben Schäden erst unsichtbar. Wer etwa ...
Timothy Pfannkuchen

Abgesehen von Wartungssünden wie zu seltener Kontrolle des Ölstands begehen wir beim täglichen Gebrauch des Autos Fehler, die sich erst viel später mit teuren Reparaturen rächen. Blick nennt sieben der häufigsten Sünden.

1

Pneukillen am Randstein

Neben zu wenig Luftdruck (mehr hier) und dadurch verfrühtem Verschleiss oder Plattfuss ist Auf-das-Trottoir-Knallen der Pneukiller Nummer eins. Je spitzer dabei der Winkel und je höher das Tempo, desto wahrscheinlicher ist ein unsichtbarer «Stossbruch» im Reifen-Unterbau. Irgendwann bildet sich eine Beule – adieu, teurer Pneu. Also langsam und im rechten Winkel über den Randstein. Ebenso gilt beim Seitwärtsparkieren: Die letzten Zentimeter langsam und bei Kontakt mit dem Trottoir im spitzen Winkel stoppen – sonst drohen Seitenwand-Schäden.

2

Elektroauto vollladen

So sehr Elektronik dies beim Elektroauto schonender hinbekommt, so sehr gilt im Prinzip wie beim Smartphone: Akkus schätzen Ladestände von 20 bis 80 Prozent. Tiefere Entladung und Speed-Vollladen auf 100 Prozent schaden mit den Jahren. Also am Schnellader lieber zweimal 80 als einmal 100 Prozent – zumal das schneller geht, weil 80 bis 100 Prozent dauert. Wer auf 100 Prozent laden will, sollte es an der Wallbox daheim tun: Je lahmer, desto schonender.

3

Dauerbremsen bergab

Vor allem durch Automatikgetriebe und standfeste Bremsen haben wir leider verlernt, bergab runter zu schalten, um per Motor- statt Fussbremse das Tempo zu halten. Denn wer kilometerweit auf der Bremse steht, nutzt die Beläge ab, verursacht noch mehr Abrieb (Feinstaub, dreckige Felgen). Zudem erkennen die Autos dahinter bei Dauerbremslichtern nicht, wenn man stärker bremst. Deshalb auch mit Automat herunterschalten. Dank Schubabschaltung kostet die hohe Drehzahl hier übrigens keinen Sprit.

4

Zu selten stark bremsen

Früher betraf dies zaghafte Fahrer, heute betrifft es im dichten Verkehr viele – vor allem Elektro- oder Hybridautos. Weil diese Strom rekuperieren und somit auch ohne Bremsen stark verzögern, bremst man sie selten per Fussbremse stark ab – und befreit die Bremsscheiben nie vom Flugrost. Irgendwann lässt die Bremswirkung nach; die teuren Scheiben sind fällig. Also ab und zu bei freier Strecke mal deftig bremsen. Anbei: Deshalb setzen manche E-Autos (z.B. VW ID.3) heute hinten wieder auf Trommelbremsen – sie bieten mehr Korrosionsschutz.

5

Lenken im Stand

Drehe mal bei ausgeschaltetem Motor im Stand die Lenkung. Geht schwer, sehr schwer – und zeigt gut, welche Kräfte Lenkgetriebe, Lenkgelenke und die Pneus dabei aushalten müssen. Soweit möglich, sollte man trotz der wunderbar leichtgängigen Servolenkung nur kurbeln, wenn das Auto zumindest langsam rollt. Alles andere fördert den Verschleiss der Lenkgelenke.

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6

Kupplung misshandeln

Wer die Rotphase mit dauernd durchgetretenem Kupplungspedal verbringt, der braucht stramme Waden – und früher oder später ein neues Ausrücklager für die Kupplung. Wer das Pedal beim Gangwechsel nicht ganz durchtritt, mit halb getretenem Pedal und schleifender Kupplung im Stau schleicht oder den linken Fuss zum Ausruhen auf das Pedal stützt, schadet obendrein der teuren Kupplung selbst.

7

Wischen ohne Wasser

Wer bei beginnendem Regen den Wischer einschaltet, sollte die Waschanlage mit betätigen. Ohne genug Wasser reibt das Wischerblatt erst verbliebene unsichtbare Staubteilchen wie Schmirgelpapier über die Scheibe. Dadurch sind nicht nur die Wischerblätter schnell dahin. Sieht man Jahre später bei Gegenlicht nur noch Kratzer, ist zudem eine teure neue Frontscheibe fällig.

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