Kunden wollen weiter Verbrenner
Lambo zieht geplantem Elektro-Boliden den Stecker

Während Konkurrent Ferrari auf die Enthüllung des ersten Elektrosportwagens Luce hinfiebert, rudert Lamborghini wie viele Hersteller zurück. Der für Ende des Jahrzehnts geplante Elektro-SUV Lanzador wird von einem 2+2-sitzigen Powercoupé mit Hybridantrieb ersetzt.
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Im Sommer 2023 stellte Lamborghini in den USA einen Prototyp des ersten E-Boliden der Geschichte vor. 2028 hätte der Lanzador in Serie gehen sollen.
Foto: ZVG.

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Lamborghini stoppt Elektroprojekt Lanzador und setzt auf Hybrid-SUV mit V8-Motor
  • Kundenbefragung zeigt deutliche Ablehnung reiner Elektrofahrzeuge bei Lamborghini-Käufern
  • Neues Modell mit Hybridantrieb soll über 1000 PS leisten
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Vor zweieinhalb Jahren hatte der hellblaue Lamborghini Lanzador auf der Monterey Carweek seinen grossen Auftritt. Der schnittige Crossover sollte ein ebenso eleganter wie kraftvoller Stier für Vier werden – ein Luxus-SUV, wie es ihn bis dato nicht gegeben hatte. Der Hauptunterschied zum Bestseller Urus war neben dem deutlich eleganteren Design der Antrieb. Während der kantige Urus von einem doppelt aufgeladenen V8-Benziner zu sportlichen Höchstleistungen getrieben wird, sollte die Serienversion des Lanzador als erster Lambo überhaupt rein elektrisch angetrieben werden.

Doch da sich die Autowelt in den vergangenen zwei Jahren imposant veränderte und es vor allem im Luxus- und Sportwagensegment einen grossen Schritt weg von der Elektromobilität gab, zog Lamborghini dem Lanzador sprichwörtlich den Stecker. Der ehemals für 2028 geplante Elektro-Bolide soll nun wie der Urus zum Power-SUV mit Plug-in-Hybridantrieb werden. Ein 2+2-Sitzer, der in der Tradition des ehrwürdigen Sportcoupés Espada auf Kundenfang gehen soll.

Lambo stellt Elektro-Pläne um

Damit geht Lamborghini einen anderen Weg als der direkte Konkurrent Ferrari. Der Sportwagenbauer aus Maranello (I) stellt Ende Mai mit dem Luce sein erstes Elektroauto vor, von dem bisher allein Prototypenbilder und Fotos vom Innenraum bekannt sind. Viele Ferrari-Fans fürchten bereits den Untergang des norditalienischen Abendlandes – allein die Fotos des puristischen Armaturenbretts sorgten für heftige Diskussionen.

Lamborghini hatte nun den Vorteil, dass die finale Entwicklung des Lanzador noch nicht so weit gediehen war, als man diese nicht mehr hätte abbrechen können. Als Konsequenz tüftelt Lamborghini nun mit Hochdruck an einem hybriden 2+2-Sitzer. Einen kompletten Entwicklungs-Neustart müssen die Italiener allerdings nicht hinlegen, denn als vierte Modellreihe war zuvor unter anderem auch ein kleines Crossover, ein viertüriges Coupé (wie die 2009er Studie des Estoque) sowie ein 2+2-Sitzer im Gespräch gewesen. Auf diese Basis kann Lambo nun zurückgreifen – ebenso auf Module von Mutterkonzern Volkswagen.

Kunden haben entschieden

Bereits die für 2028 angekündigte neue Generation des Urus wird ein Luxus-SUV mit V8-Turbo und Plug-in-Hybridunterstützung werden, der deutlich mehr als die 800 PS (588 kW) des aktuellen Urus SE leisten dürfte. Lamborghini-CEO Stephan Winkelmann (61) ist die Entscheidung zusammen mit seinem Führungsteam nicht leicht gefallen, doch letztlich hätten die Kunden entschieden. «Stark in die Entwicklung reiner Elektrofahrzeuge zu investieren, wenn Markt und Kundschaft noch nicht bereit sind, wäre ein teures Hobby – und finanziell unverantwortlich gegenüber Aktionären, Kunden sowie unseren Mitarbeitern und ihren Familien», so Winkelmann gegenüber der englischen «The Sunday Times». 

Lambo-Kunden hatten sich in zahlreichen Befragungen überraschend deutlich gegen einen Elektro-Boliden ausgesprochen und wollen auch bei der vierten Baureihe des Sportwagenbauers bei einem ebenso leistungsstarken wie wohlklingenden Verbrenner bleiben. Damit dieser auch die rechtlichen Vorgaben erfüllt, bekommt der zu erwartende V8-Benziner nicht nur die bekannte Turboaufladung, sondern auch ein Elektromodul. Wie leistungsstark das Fahrzeug werden dürfte, kann man sich mit einem Blick auf das aktuelle Modellportfolio denken. «Mittlerweile haben wir unsere gesamte Produktpalette elektrifiziert», unterstreicht Stephan Winkelmann, der aktuell auch mit dem Weggang seines Entwicklungschefs Rouven Mohr zur grossen Schwester Audi hadern dürfte.

Mehr als 1000 PS wahrscheinlich

Bei der Motorleistung des neuen Modells dürfte es trotz des Umstiegs von Elektro- auf einen Hybridantrieb kaum Abstriche geben. Die beiden Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse des Lamborghini Lanzador sollten mindestens 1360 PS (1000 kW) leisten. In dieser Dimension dürfte wohl auch der neue 2+2-Sitzer unterwegs sein, der damit deutlich über den aktuellen Generationen von Porsche Taycan, Audi E-Tron GT oder dem kommenden Mercedes AMG GT Viertürer liegen würde.

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