Klassische Verbrenner verlieren an Boden
Schweizer Händler verkaufen doppelt so viele Plug-in-Hybride wie Dieselautos

Der Schweizer Automarkt zeigt einen deutlichen Wandel: Dieselautos verlieren massiv an Bedeutung, während Plug-in-Hybride zulegen. Doch mit den Lieblingen der Autoindustrie sind die Klimaziele unerreichbar.
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Der Schweizer Autohandel schwächelt. Doch nicht alle Antriebsarten sind betroffen.
Foto: imago/Future Image

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Februar 2026: 15'697 Autos neu zugelassen, 3,2 Prozent weniger als im Februar 2025
  • Plug-in-Hybride legten um 25 Prozent zu – doppelt so viele Zulassungen wie Dieselfahrzeuge
  • Studie zeigt: Plug-ins verbrauchen massiv mehr Benzin als die Hersteller angeben
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Gabriel KnupferRedaktor News

Die Schweizer Autohändler und Importeure stecken weiter in der Krise: Im Februar wurden hierzulande nur 15'697 Autos neu zugelassen. Das sind 3,2 Prozent weniger als im bereits schwachen Vorjahresmonat, wie der Importeursverband Auto-Schweiz mitteilt.

Doch die neusten Zahlen zeigen nicht nur den Negativtrend des Automarktes. Sie beweisen auch einen Wandel bei den bevorzugten Antriebsarten von Herrn und Frau Schweizer.

«Struktureller Wandel»

Klassische Verbrenner verlieren zunehmend an Bedeutung. So wurden im Februar 2026 weniger als 1000 Fahrzeuge mit Dieselantrieb zugelassen – gut ein Viertel weniger als noch vor einem Jahr. Doch davon profitieren können nicht etwa die Elektroautos: Denn auch die reinen Stromer verloren deutlich (-8,5 Prozent auf 3113 Fahrzeuge).

Hybride ohne Stecker machten zwar den grössten Teil der Neuzulassungen aus, traten aber auf der Stelle. Einzig Plug-in-Hybride wurden deutlich beliebter: Die Steckerfahrzeuge, die von der Autoindustrie aktuell besonders gepusht werden, legten um 25 Prozent auf 1829 Neuzulassungen zu. Damit kamen im Februar doppelt so viel Plug-in-Hybride wie Dieselfahrzeuge in den Verkehr.

«Der deutliche Rückgang bei Diesel-Fahrzeugen unterstreicht den strukturellen Wandel im Markt», sagt Auto-Schweiz-Direktor Thomas Rücker (49). «Insgesamt bleibt die Erneuerung des Fahrzeugbestands zentral, um CO2-Emissionen weiter zu senken und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.»

Umstrittene Klimabilanz der Plug-ins

Für die Autohersteller sind Plug-in-Hybridmodelle attraktiv: Ein Bericht von Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer (74) zeigte kürzlich, dass die Margen weit höher sind als bei den entwicklungsintensiven, reinen Elektroautos.

Allerdings ist klar: Die Klimaziele sind mit Plug-in-Hybriden nicht zu erreichen. Denn eine Studie aus Deutschland zeigte kürzlich, dass die Steckerautos im Schnitt fast sechs Liter Benzin pro 100 Kilometer verbrauchen – 300 Prozent mehr als in den offiziellen Herstellerangaben.

Es ist daher zu erwarten, dass die EU in Zukunft die Zulassung von Plug-in-Hybriden an Bedingungen knüpfen wird. Laut dem deutschen «Handelsblatt» diskutieren die Politiker in Brüssel bereits über sogenanntes Geofencing. Damit dürften Plug-in-Hybride in den Städten in Zukunft nur noch elektrisch fahren. Und nur noch ausschliesslich auf längeren Strecken könnte man dann den Verbrenner noch aktivieren und nutzen.

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