The I.C.E. 2026 in St. Moritz
Classic-Concours wird zur Hypercarmesse

Publikumsmagnet: The I.C.E. 2026 lockte am letzten Wochenende 19’000 Besucherinnen und Besucher nach St. Moritz. Die Oldtimerveranstaltung auf dem gefrorenen See überrascht mit vielen Hypercars und hat sich zum Treffpunkt für Fans und Branche entwickelt.
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Am letzten Wochenende fand der jährliche International Concours of Elegance (I.C.E.) in St. Moritz statt.
Foto: Mattia Tagliavini

Darum gehts

  • The I.C.E. 2026 in St. Moritz begeistert mit Oldtimern und Hypercars
  • Ein Talbot-Lago T150C SS gewinnt den «Best of Show»-Preis
  • Rund 19’000 Besucher erleben Motorsport und Flugshow der Patrouille Suisse
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Lorenzo FulviRedaktor Auto&Mobilität

Schon bei unserer Ankunft spüren wir, dass ganz St. Moritz im Autofieber ist. Überall hängen Event-Plakate – und bei der Fahrt durchs Zentrum begegnen wir exklusiven Sportwagen wie einem Aston Martin Valhalla oder einem Maserati MC12. In der Ferne hören wir knatternde Motoren von Oldtimern, die ihre Aufwärmrunden drehen: Willkommen am International Concours of Elegance (I.C.E.) in St. Moritz! Einmal im Jahr trifft sich hier auf dem zugefrorenen See im Engadin alles, was in der internationalen Oldtimerszene Rang und Namen hat – dieses Jahr umrahmt von knapp 19'000 Besucherinnen und Besuchern. Für Veranstalter Marco Makaus eine erfreuliche Publikumsresonanz, für eingefleischte Autofans ist das Gewusel aber fast zu viel. Denn im ganzen Getümmel der Pelzträgerinnen und posierenden, aufgebrezelten Influencerinnen verliert der Fan schnell den Überblick über das äusserst exklusive Fahrzeugfeld.

Neu auch viele Hypercars dabei

Doch schon länger ist das vor sieben Jahren als reine Classics-Veranstaltung ins Leben gerufene I.C.E. in St. Moritz kein einfaches Treffen von äusserst luxuriösen Oldtimern mehr. Inzwischen ist der Event auch ein Stelldichein von sehr exklusiven Hypercars. Der Grund dafür ist die neue Klasse «Birth of the Hypercar», für die Teilnehmende Fahrzeuge wie einen Porsche 911 GT1, einen McLaren F1 oder einen Bugatti EB110 SS nach St. Moritz bringen. Von den Herstellern mischt auf dem Eis wie schon in den Jahren zuvor Pagani mit und präsentiert den Utopia sowie das Einzelstück Huayra Epitome Roadster. Erstmals werkseitig vertreten sind die Marken Bugatti und Rimac, inklusive CEO Mate Rimac (38). Während Rimac die erste Kundenauslieferung des auf zehn Stück limitierten Rimac Nevera R Founder's Edition zelebriert, fährt Bugatti gleich sechs exklusive (Kunden-)Fahrzeuge vor: drei von nur vierzig gebauten und lediglich für die Rennstrecke zugelassenen Boliden sowie drei Veyron.

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Der Talbot-Lago T150C SS «Teardrop» von 1937 räumte gleich zweimal ab: Nebst dem «Best of Show» gewann er auch in seiner Kategorie «Icons on Wheels».
Foto: Mattia Tagliavini

Neben den erwähnten Hypercar-Herstellern sind beim Luxusanlass weitere Marken vertreten. So präsentiert Maserati auf dem See die neusten Modelle wie den MCPura. Dazu stellt Ferrari beim Kulm Hotel diverse Neuheiten wie den 849 Testarossa aus. Und der in Adligenswil LU ansässige Händler SIC Carage nutzt den Rahmen der Veranstaltung, um beim Luxushotel Suvretta Haus zusammen mit dem schwedischen Hersteller Koenigsegg dessen Boliden Regera und Jesko, aber auch das neuste Modell, den CC850, zu zeigen. Praktisch, denn so können die geladenen Gäste am Ende der Veranstaltung noch einen finalen Apéro neben millionenschweren, modernen Boliden geniessen und sich mit Koenigsegg-CEO Christian von Koenigsegg (57) unterhalten.

Freitag statisch, Samstag dynamisch

Doch kommen wir auf den eigentlichen Anlass, den Oldtimer-Concours, zurück. Wie bei solchen Veranstaltungen üblich, gibts auch bei The ICE neben der erwähnten neuen Hypercar-Kategorie diverse weitere Klassen – von «Barchettas on the Lake» über «Open Wheels», «Legendary Liveries» bis «Icons on Wheels». Dabei bewertet eine zwölfköpfige Fachjury die Fahrzeuge und zeichnet jeweils den Kategoriensieger aus. Dazu kommen zwei weitere Kategorien: Bei «Hero Below Zero» wird das zeitloseste Design vom Publikum bewertet. Und beim «Spirit of St. Moritz» wird ein Fahrzeug unter anderem durch den einheimischen Künstler Rolf Sachs (69) gewürdigt. Selbstverständlich darf auch der «Best of Show», also der Sieger des gesamten Concours, nicht fehlen.

Der Oldie-Anlass startet jeweils bereits am Freitag, wobei dieser erste Tag nicht ganz so actionreich abläuft wie der Samstag. Die Oldtimer stehen freitags hauptsächlich im Parc Fermé, damit die Jury sie genau unter die Lupe nehmen kann. Jedes Dokument, Foto oder aussergewöhnliche Bauteil wird genaustens auf seine Echtheit untersucht und geprüft. Am Ende des ersten Tages kürt die Jury die verschiedenen Klassensieger. Am Samstag kommen dann die vielen Fans auch akustisch auf ihre Kosten, wenn die Oldtimer röhrend und knatternd ihre Runden auf dem zugefrorenen St. Moritzersee drehen. Im 20-Minuten-Takt wechseln sich die fünf Fahrzeugkategorien ab und präsentieren sich so tagsüber mehrmals dem Publikum. Einen Sonderapplaus gibts jeweils für all jene Piloten, die mit ihrem guten Stück beherzt über die eisige Fläche driften – und sich dabei halt auch mal drehen.

Patrouille Suisse und F1-Piloten

Ein weiteres Spektakel findet an beiden Tagen auch in der Luft statt: Die Patrouille Suisse macht in St. Moritz ihre Aufwartung und donnert mit ihren sechs F-5-Tigern im Tiefflug über den See. Bei einem ihrer letzten Auftritte überhaupt unterhält sie so mit ihrer Flugakrobatik nicht nur die I.C.E.-Teilnehmerinnen und -Besuchenden, sondern gleich die gesamte Region.

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Der Talbot-Lago T150C SS «Teardrop» von 1937 räumte gleich zweimal ab: Nebst dem «Best of Show» gewann er auch in seiner Kategorie «Icons on Wheels».
Foto: Mattia Tagliavini

Dass wir unter den vielen gestylten Besuchenden auf dem St. Moritzersee auch dem einen oder anderen Prominenten begegnen, liegt auf der Hand. So treffen wir unter anderem auch den früheren F1-Star Felipe Massa (44), der zum Gaudi des Publikums am Steuer eines Porsche 959 Dakar einige spektakuläre Drifts auf die Eisfläche zaubert. Doch obwohl Massa viel Aufmerksamkeit erhält, ist dieses Jahr der grosse Star des I.C.E. ein anderer, nämlich der blaue Talbot-Lago T150C SS Teardrop aus dem Jahr 1937, der nicht nur in seiner eigenen Klasse «Icons on Wheels» gewinnt, sondern sich mit dem «Best of Show» auch den wichtigsten Pokal der Veranstaltung sichert.

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