ADAC-Pannenstatistik 2026
Verbrenner deutlich pannenanfälliger als E-Autos

E-Autos glänzen in der ADAC-Pannenstatistik 2026: Bei fünfjährigen Modellen treten 40 Prozent weniger Pannen auf als bei Verbrennern. Dafür kosten Reparaturen bei Stromern mehr.
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Der deutsche Automobilclub ADAC hat seine jährliche Pannenstatistik veröffentlicht.
Foto: ADAC/Martin Hangen

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • ADAC-Statistik 2026: Moderne Autos sind zuverlässiger
  • E-Autos haben 40 Prozent weniger Pannen als Verbrenner
  • Starterbatterie war 2025 für 45 Prozent aller Pannen verantwortlich
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Gabriel KnupferRedaktor News

Neue Autos haben nicht den besten Ruf, was die Langlebigkeit betrifft. In China geht der Trend bei den E-Autos sogar zum Wegwerfauto. Doch zumindest in Europa sind moderne Autos nicht pannenanfälliger geworden. Das zeigt die Pannenstatistik 2026 des deutschen Automobilclubs ADAC.

Der ADAC wertete die Pannenhäufigkeit von 158 Modellen von 27 Herstellern aus. Fazit: Die Zuverlässigkeit der Fahrzeuge ist in den letzten zehn Jahren gestiegen. Audi, BMW, Mercedes, die Marken des VW-Konzerns sowie Mitsubishi und Tesla überzeugten im jüngsten Vergleich durchgehend.

E-Autos weniger fehleranfällig

Laut dem ADAC behalten moderne Fahrzeuge ihre Funktionsfähigkeit über einen längeren Zeitraum hinweg – die vielen Plastikteile und die komplexe Elektronik schaden also nicht. 2015 lag die Pannenwahrscheinlichkeit bei fünfjährigen Fahrzeugen bei 3,6 Prozent, 2025 bei 2,1 Prozent. Bei zehn Jahre alten Autos sank sie von 6,5 Prozent auf 3,1 Prozent. Obwohl das durchschnittliche Alter der Autos auf den deutschen Strassen steigt, sank auch die gesamte Pannenzahl.

Besonders gut schnitten E-Autos ab. Bei fünfjährigen E-Autos lag die Pannenhäufigkeit um 40 Prozent tiefer als bei Verbrennern im Alter von fünf Jahren. Der Hintergrund ist klar: Stromer haben weniger verschleissanfällige Komponenten. 

Typische Fehlerquellen wie Kupplung, Auspuffanlage, Zündsystem, Kraftstoffsystem oder ölbasierte Schmierung entfallen beim E-Auto. Und der Motor selbst arbeitet mit weniger beweglichen Teilen – und belastet diese auch weniger.

Reparaturen werden teurer

Einen Wermutstropfen gibt es aber: Autoreparaturen sind bei neuen, modernen Fahrzeugen deutlich teurer geworden. Grund: Bei neueren Fahrzeugen werden die Bauteile immer komplexer. Das bestätigte letztes Jahr eine Studie des Vergleichsdienstes Comparis.

Dazu kommt: Bei E-Autos liegen die Reparaturkosten nochmals höher als bei gleich alten Verbrennern. Unfallschäden kosten bei Stromern laut einer Auswertung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) 15 bis 20 Prozent mehr als bei vergleichbaren Verbrennern.

Starterbatterie als Achillesferse

Am meisten Probleme machte auch 2025 die Starterbatterie. Sie war für 45 Prozent aller Pannen verantwortlich. Pannenursache Nummer zwei waren Motorprobleme oder Probleme mit der Motorelektronik (22 Prozent).

Auffällig: Die Starterbatterien von Toyota sind besonders anfällig. Seit drei Jahren schneiden Modelle wie der C-HR, RAV4 und Yaris deshalb in der Pannenstatistik schlecht ab. In einer Stellungnahme gegenüber dem ADAC betont Toyota aber, dass inzwischen grössere Batterien eingeführt worden seien. Auf die Statistik hatte dies aber noch keine Auswirkungen.

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