Wissen von der Strasse
Das Tankstellen-Rätsel der 0,9 Extra-Rappen

In der Rubrik «Wissen von der Strasse» beantwortet Blick regelmässig Fragen, die uns täglich im Autofahreralltag begegnen. Heute: Darum kostet Benzin an der Tankstelle oft 0,9 Rappen mehr, als der Preis suggeriert.
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Preisschock an den Tankstellen: Seit dem Angriff Israels und der USA auf den Iran sind die Spritpreise sprunghaft angestiegen.
Foto: Sven Thomann

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweizer Tankstellen zeigen oft Preise mit drei Nachkommastellen an
  • Die 0,9 Rappen sind ein psychologischer Trick zur Preiswahrnehmung
  • In der Schweiz gilt kaufmännische Rundung: ab 2,5 Rappen wird aufgerundet
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Andreas EngelRedaktor Auto & Mobilität

Auch vor dem Preisschock der letzten Tage dürften sie den meisten Autofahrerinnen und Autofahrern schon aufgefallen sein: die drei Nachkommastellen an den Tankstellen-Anzeigetafeln. Aber warum häufig eine kleine «9», gelegentlich auch eine «5» hinter den Spritpreisen prangt, kann uns bei einer Mini-Umfrage im Bekannten- und Kollegenkreis keiner beantworten. Wir sind deshalb der Frage nachgegangen, warum wir an der Zapfsäule fast immer 0,9 Rappen mehr pro Liter zahlen, als der Preis suggeriert.

Der Legende nach wurde die dritte Nachkommastelle in Deutschland als «Tankstellen-Pfennig» eingeführt, den der damals noch obligate Tankwart als Trinkgeld behielt. Heute dient der Trick nur noch dazu, den Preis niedriger erscheinen zu lassen, als er tatsächlich ist. Ähnlich wie bei den Preisen der Grossverteiler, wo aus 2 Franken häufig 1.95 werden oder – bei den Discountern Aldi, Denner und Lidl – auch mal 1.99 Franken, obwohl Einrappenstücke seit 2007 in der Schweiz gar nicht mehr im Umlauf sind.

Schweizer Sonderweg

Reines Marketing also: Auch Tankstellenbetreiber versuchen, sich mit diesem psychologischen Trick von der Konkurrenz abzuheben – die Kunden sollen an der Zapfsäule die nächstkleinere Summe assoziieren. Bei der Bezahlung solcher unrunden Beträge ist es im Euro-Raum relativ simpel: Ergibt der Preis keine volle Summe, wird stets abgerundet. Nur bei jedem zehnten Liter muss der Betrag bezahlt werden, der an der Anzeigetafel steht. Bei 1,999 Euro also 19,99 Euro. 

In der Schweiz ists komplizierter: Für die Bestimmung des Endbetrages wird beim Tanken die sogenannte «kaufmännische Rundung» angewendet. Bedeutet: Bis und mit 2,5 Rappen wird abgerundet. Was darüber liegt, wird aufgerundet. So werden aus 16.82 Franken 16.80, aus 16.83 Franken 16.85. Womit wir wieder bei den Discountern wären, bei denen eine andere Regelung zum Zug kommt: An der Supermarktkasse muss aus rechtlichen Gründen immer auf den nächsten 5er- oder 10er abgerundet werden. Ein Aufrunden wäre irreführend und ein Gesetzesverstoss, weil dann mehr verlangt würde, als das Preisschild suggeriert.

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