Von der Garage auf die Leinwand
Edeltuner Brabus startet mit TV-Show durch

Brabus ist einer der erfolgreichsten und schillerndsten internationalen Autoveredler. Jetzt startet Inhaber Constantin Buschmann mit einer eigenen Doku-Reality-Serie auf Amazon Prime und gewährt Einblicke hinter die Kulissen des Luxus-Tuners.
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Auf Amazon Prime Video geht Ende Februar die Serie «Brabus: One Second Wow» über den deutschen Autoveredler Brabus online.
Foto: Hilarius Riese

Darum gehts

  • Brabus-CEO Constantin Buschmann startet Doku-Serie «Brabus: One Second Wow»
  • Show kombiniert Lifestyle, Drama und private Einblicke ins Leben des Power-Paares
  • Premiere am 26. Februar 2026 auf Prime Video mit sechs Episoden
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
Hannes Maiburg

Auto-Dokus? Langweilig! Talk-Runden? Austauschbar! Product-Placements? Zum Vergessen! Was also tun, um die eigene Marke via Bewegtbild einem grösseren Publikum zugänglich zu machen? Die Antwort darauf liefert jetzt der 41-jährige CEO des deutschen Edeltuners Brabus: Ab 26. Februar geht auf Prime Video seine Doku-Reality-Serie «Brabus: One Second Wow» online. Der Serientitel ist der Anspruch an die eigenen Fahrzeuge: Eine Sekunde, und man ist geflasht.

Mehr Lifestyle als Autos

Der erste Teaser zeigt: Es geht – logisch – um Autos. Aber nicht nur, und genau das dürfte die Serie für eine grössere Zuschauerschaft so attraktiv machen. Denn in erster Linie geht es um Lifestyle – den Lifestyle, den Firmeninhaber Constantin Buschmann und seine Verlobte Mili Umicevic (32) pflegen. Umicevic ist jedoch nicht nur Partnerin von Buschmann, sondern auch die Kreativchefin von Brabus.

Privat sorgte Umicevic in den vergangenen Monaten allerdings für einen Shitstorm, weil sie öffentlich auf Instagram die getunte Mercedes-G-Klasse des Rappers PA-Sport als «Fake-Brabus» kritisierte und mit ihren unüberlegten Kommentaren reichlich Kritik erntete. Am Ende entschuldigte sich Mili Umicevic für ihr Verhalten und auch Constantin Brabus meldete sich mit einer Entschuldigung zu Wort.

Doch auch in der Serie soll Drama eine grosse Rolle spielen. Die Zuschauer erfahren dann auch schon mal, dass es auf Arbeitsebene durchaus unterschiedliche Meinungen zwischen den beiden gibt und die Fetzen fliegen. Sollte ein Filter über der Serie liegen, ist er jedenfalls ziemlich grobmaschig: Vieles von dem, was in der sechsteiligen ersten Staffel zu sehen ist, würden andere nicht zeigen.

Offener Umgang mit den Kameras

Tatsächlich würden viele CEOs solche Einblicke verwehren. Doch genau diese Blicke hinter die Kulissen gibt das Power-Pärchen aus Bottrop (D) – beruflich wie privat. Constantin Buschmann erinnert sich an die Anfänge der Dreharbeiten: «Auf einmal sind jeden Tag Kameras dabei und jemand sagt: Aber wenn wir hier schon drehen, dann könntet ihr doch auch als Paar noch ein paar private Momente teilen». Und natürlich zeigt die Serie private Momente zwischen Constantin und Mili. Auch wenn schnell klar wird: Die Trennung von Beruf und Freizeit ist fliessend – dafür hängen beide zu tief im Job. 

Besonders hervorzuheben ist das Storytelling der Serie, das an eine glamourösere Version von «Drive to Survive» und eine ernsthaftere Variante von «Die Geissens» erinnert. Laut Christian Meinberger von den Leonine Studios, dem Produzenten der Serie, verbindet das neuartige Doku-Reality-Format die Tiefe einer markengetriebenen Dokumentation mit der Nähe und Leichtigkeit einer personality-getriebenen Lifestyle-Serie.

Weit mehr als eine Tuningwerkstatt

Ungewöhnlich ist der Ansatz auf jeden Fall. Vielleicht ist er aber genau der wahre Bezug zu Brabus. Denn die Welt des Luxus-Tuners ist das Aussergewöhnliche. Erst vor wenigen Tagen wurde in Zell am See (Ö) der Brabus 900 Mint auf Basis des Lamborghini Urus SE vorgestellt. Dass das Meisterstück durch die Kur 900 PS hat, läuft bei den Bottropern kaum noch als aussergewöhnlich, ebenso wenig die aufwendigen Manufakturarbeiten. Die Farbe dagegen schon: Der Mega-SUV ist komplett im Farbton «Mint» gehalten, einschliesslich Felgen, Bremssättel und Leder. Dabei war Brabus über die Jahre hinweg ein Synonym für schwarze Skulpturen auf Rädern. Doch schon 2025 hatte der Umbau eines Range Rover und eines Porsche 911 Turbo Cabrios – jeweils in Komplettrosa namens «Peetch» – für Aufsehen gesorgt.

Der Welt von Brabus kennt offenbar nicht mehr nur Schwarz, sondern krasse Farbtöne – und vor allem auch andere Produktklassen. Vorbei sind die Zeiten des reinen Mercedes-Tuners. Heute geht es auch um Sparten abseits des Automobils: Motorräder, Boote und Oldtimer. Sogar eine eigene Insel in Abu Dhabi (VAE), die «Brabus Island», gehört zum Spektrum. Dort entstehen für zahlungskräftige Kunden Villen, die ganz im Stil der Marke gestaltet sind – eine Idee, die andere Marken im kleineren Stil adaptieren.

Vor einigen Jahren kam Constantin Buschmann sogar auf die Idee, seine Produkte anders als die herkömmlichen Autohersteller zu präsentieren: Er organisierte eine Signature Night im Stil einer Fashion Show. Das kam bei Fans und Kunden gut an. Ob das auch «One Second Wow» gelingt, werden wir ab Ende Februar erfahren.

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