Darum gehts
- Grossbritannien plant strenge Strafen gegen Plattformen mit KI-generierten Sexinhalten
- Führungskräfte könnten persönlich haftbar gemacht und mit Haftstrafen belegt werden
- Plattformen drohen bis zu 10 % Umsatzstrafe oder komplette Sperrung
Die britische Regierung verschärft den Ton im Kampf gegen KI-generierte Sexinhalte im Netz. Plattformen, die entsprechende Bilder oder Videos nicht konsequent löschen, riskieren künftig harte Konsequenzen – und zwar nicht nur finanziell.
Erstmals sollen auch Führungskräfte persönlich zur Verantwortung gezogen werden können. Im Raum stehen hohe Geldstrafen – und sogar Gefängnis, wie Medienaufsichtsbehörde Ofcom am Freitag mitteilt.
KI-Chatbot Grok im Visier
Im britischen Parlament wird derzeit über ein Gesetz debattiert, das den Umgang mit den Deepfake-Pornoinhalten weiter verschärfen will. Bereits seit Februar ist in Grossbritannien das Erstellen und Verbreiten von Deepfake-Pornos ohne Zustimmung strafbar.
Auslöser der Debatte war unter anderem der KI-Chatbot Grok, der im Onlinedienst X integriert ist und entsprechende Inhalte generieren kann.
Konsequenzen könnten für die Plattformen erheblich sein
Die Regierung macht klar: Plattformen, die nicht schnell genug löschen, riskieren drastische Strafen – bis zu zehn Prozent des weltweiten Umsatzes oder sogar eine Sperrung.
Gleichzeitig wird in Grossbritannien auch diskutiert, ob ein Mindestalter 16 für die Nutzung von sozialen Medien eingeführt werden soll. Diverse Länder haben diese Massnahme bereits beschlossen oder überlegen sich entsprechende Regelung – darunter auch Österreich und Deutschland.