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Trump in Rede über Ukraine:«Unser Fokus liegt auf einem Waffenstillstand»

US-Präsident bei einem Treffen mit Macron im Weissen Haus
Trump will «Schlacht» in der Ukraine beenden

Trump führt laut eigenen Angaben weiterhin Gespräche mit Kremlchef Putin über eine wirtschaftliche Zusammenarbeit. Zeitgleich ist Frankreichs Präsident Emmanuel Macron im Weissen Haus zu Gast. Die gemeinsame geplante Medienkonferenz wurde verschoben.
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Frankreichs Präsident Emmanuel Macron traf am Montag mit US-Präsident Trump zusammen.
Foto: KEYSTONE/AP/Aurelien Morissard

Darum gehts

  • Trump berichtet über Gespräche mit Putin zu wirtschaftlicher Kooperation und Ukraine-Krieg
  • Macron am Montag im Weissen Haus zu Gast
  • Medienkonferenz von Trump und Macron um 20 Uhr
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AFPAgence France Presse

US-Präsident Donald Trump (78) steht nach eigenen Angaben in Gesprächen mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin (72) über eine umfassende wirtschaftliche Kooperation beider Länder. Er befinde sich in «ernsthaften Diskussionen» mit Putin über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs sowie über «grosse Geschäfte zur Wirtschaftsentwicklung», schrieb Trump am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social. «Die Gespräche kommen sehr gut voran», fügte Trump hinzu.

In dem Post erwähnte Trump auch ein Treffen mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (47). Am Montag war Macron zu einem Besuch im Weissen Haus eingetroffen. Macron und Trump sprachen bei ihrem Treffen am Montag zunächst gemeinsam per Telefon mit den übrigen Staats- und Regierungschef der Gruppe sieben führender Industriestaaten (G7). Später wurde ein bilaterales Gespräch geführt, bei dem es vor allem um die Bemühungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs gehen sollte.

Ignorieren Trump und Putin die Europäer?

Macrons Besuch beim US-Präsidenten findet am dritten Jahrestag des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine statt. Macron wollte sich bei Trump dafür einsetzen, dass die Europäer in die Gespräche über eine Waffenruhe einbezogen werden.

Trump will den Krieg so rasch wie möglich beenden und hat dafür eine Kehrtwende in der Ukraine-Politik der USA vollzogen, indem er direkten Kontakt zum russischen Staatschef Wladimir Putin aufgenommen hat. Auf ein langes Telefonat des US-Präsidenten dem mit dem Kreml-Chef folgte vergangene Woche ein Treffen hochrangiger Delegationen der USA und Russlands in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad.

Der von Trump eingeschlagene Annäherungskurs gegenüber Moskau hat grosse Sorgen in der Ukraine wie in der EU ausgelöst. Weder Kiew noch die Europäer waren bislang in die Ukraine-Gespräche einbezogen – dies hat bei ihnen die Sorge ausgelöst, dass Trump und Putin über ihre Köpfe hinweg über die Zukunft der Ukraine entscheiden könnten.

Macron als Trump-Flüsterer?

Diese Befürchtungen werden auch dadurch genährt, dass Trump den ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski (47) zuletzt scharf angegriffen, als «Diktator» bezeichnet und für den Beginn des Krieges verantwortlich gemacht hat. Die EU ist angesichts der Annäherung zwischen Washington und Moskau intensiv bemüht, in der Ukraine-Frage wieder mehr Gewicht zu erlangen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident António Costa statteten der Ukraine am Montag einen Solidaritätsbesuch zum Jahrestag des Kriegsbeginns ab. Die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas kündigte unterdessen einen Besuch in Washington noch in dieser Woche an.

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Macron wiederum hatte in der vergangenen Woche zwei Treffen europäischer Spitzenpolitiker in Paris veranstaltet, um die europäische Antwort auf die direkten Kontakte zwischen den USA und Russland zu koordinieren. Der französische Präsident nimmt zugleich für sich in Anspruch, während Trumps erster Amtszeit (2017-21) eine besondere Beziehung zu dem Rechtspopulisten geknüpft zu haben, die einen offenen Meinungsaustausch erlaubt.

Macron wolle Trump davon überzeugen, die US-Hilfe für Kiew in gewissem Umfang aufrechtzuerhalten und die Souveränität der Ukraine zu respektieren, sagte ein Berater des französischen Präsidenten. Auch wolle er Trump klarmachen, dass Putin ein Waffenruheabkommen «nicht respektieren» würde. Der französische Präsident hatte sich vor seiner Reise nach Washington unter anderem mit dem britischen Premierminister Keir Starmer (62) abgesprochen, der Trump am Donnerstag besuchen wird.

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