Verhöhte heiligen Feiertag
Schweizer Tourist auf Bali in Handfesseln vorgeführt

Ein Schweizer Tourist hat auf Bali einen heiligen Tag verhöhnt – und ein Video gepostet, in dem er höchst Unflätiges in die Kamera ruft. Der Mann wurde festgenommen, ein Verfahren läuft. Ihm drohen Strafe, Ausschaffung und Landesverbot.
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Der Schweizer Luzian Z. auf Bali in Handfesseln.
Foto: Instagram

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweizer Tourist beleidigt am 19. März auf Bali den heiligen Nyepi-Tag
  • Video des Vorfalls löst Shitstorm aus, Tourist wird festgenommen
  • Politikerin fordert Strafe, Abschiebung und lebenslanges Einreiseverbot für den Mann
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Daniel KestenholzRedaktor Nachtdienst

Ein Schweizer Tourist hat auf Bali einen der heiligsten Feiertage der Insel mit Füssen getreten – und bezahlt nun einen hohen Preis dafür. Am Nyepi-Tag, dem balinesischen «Tag der Stille», ignorierte Luzian Z.* nicht nur die strengen Regeln, sondern postete auch noch ein Video, in dem er in die Kamera rief: «Fuck Nyepi and fuck your rules too.» Scheiss auf Nyepi und scheiss auch auf eure Regeln.

Nyepi ist für die Balinesen weit mehr als ein Feiertag, der dieses Jahr am Donnerstag stattfand: Das balinesische Neujahr steht für Ruhe, Selbstreflexion und spirituellen Neuanfang. An diesem Tag kommt das öffentliche Leben komplett zum Stillstand – kein Licht, kein Feuer, keine Reisen. Menschen werden dazu angehalten, zu Hause zu bleiben. Der Flughafen und Seehäfen sind geschlossen. Wer dagegen verstösst, verletzt eine der tiefsten kulturellen Traditionen der Insel.

Das Video verbreitete sich rasend schnell, der Shitstorm folgte prompt. Unter massivem öffentlichen Druck schalteten sich Polizei und Einwanderungsbehörde ein. Z. wurde festgenommen, ein Strafverfahren läuft. Die bekannte balinesische Senatorin und Designerin Niluh Djelantik (50), die Anzeige erstattet hatte, fordert nun das Maximum: Strafverfahren, danach Ausschaffung und lebenslanges Einreiseverbot für den Schweizer.

Schweizer in Handfesseln

Die Politikerin und Schuhdesignerin postete auf Instagram Videoaufnahmen des jungen Mannes in Handfesseln. Die Aufnahmen zeigen auch Djelantik. Sie trägt ein Superman-Leibchen und assistiert der Polizei.

Die prominente Balinesin bedankte sich bei den Behörden: «Herzlichen Dank an die Cyber Crime Unit der Polizei Bali und die Einwanderungsbehörde Bali für die Bearbeitung unserer Anzeige», schrieb sie auf Instagram. «Das Strafverfahren läuft gemäss den geltenden Gesetzen. Danach haben wir beantragt, dass die betreffende Person deportiert und lebenslang mit einem Einreiseverbot belegt wird.»

Gegenwind

Später hatte sich Djelantik offenbar gegen Anfeindungen zu verteidigen. Auf Instagram erklärte sie, sie sei nicht dazu verpflichtet gewesen, Anzeige zu erstatten. Sie tat es, «um die Würde dieser Nation und des gesamten Volkes zu wahren. Bitte unterlassen Sie Beleidigungen», fuhr Djelantik fort. «Ich tue all dies, um das Gesetz zu wahren.»

* Name bekannt

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