Darum gehts
- Ein Feuer in Crans-Montana forderte 40 Tote und über 100 Verletzte
- Türsteher Stefan I. rettete Menschen und verlor dabei sein Leben
- 24 von etwa 40 Todesopfern der Tragödie sind inzwischen identifiziert worden
In der Silvesternacht verwandelte sich die Party in der Bar Le Constellation in Crans-Montana VS in einen Albtraum: Das Feuer riss rund 40 Menschen in den Tod und verletzte mehr als 100 weitere schwer. Nach und nach werden mehr Details zu den Opfern bekannt – und zu Heldentaten, die sich während des Infernos abspielten.
Stefan I.* (†31) arbeitete als Türsteher in der Bar. Als das Feuer ausbrach, schob er zunächst mehrere Gäste ins Freie – und ging dann noch einmal in die Flammen zurück, um weitere Menschen zu retten, wie serbische Medien berichten. Dieser Einsatz kostete ihn sein Leben.
24 Opfer bisher identifiziert
Bis zuletzt hatte die Familie gehofft, dass der gebürtige Serbe, der bereits seit 20 Jahren in der Schweiz gelebt und die Staatsbürgerschaft besessen haben soll, doch noch lebt. Hoffnung hatte ihnen sein Handy gegeben, das offenbar nach dem Inferno noch erreichbar gewesen war.
Eine Französin, die rechtzeitig entkommen war, beschrieb den Securitymann als jemanden, der ohne zu zögern in die Gefahr lief, um andere zu schützen – sie zeichnet ein Bild von aussergewöhnlichem Mut und Selbstlosigkeit inmitten des Chaos.
Vier Tage nach der Tragödie von Crans-Montana sind mittlerweile 24 der bisher rund 40 Todesopfer identifiziert worden.
* Name bekannt