Nach US-Angriff auf Drogenboot mit sechs Toten
Venezuela mobilisiert das Militär

Erneut haben die USA einen Militärschlag gegen ein «Drogen-Boot» aus Venezuela unternommen. Dabei starben am Dienstag sechs Männer. Nun reagiert Venezuela und mobilisiert das Militär.
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Dieser Screenshot zeigt den Einschlag.
Foto: Trump via Truth Social

Darum gehts

  • US greift venezolanisches Drogen-Boot an, sechs Tote gemeldet
  • Venezuela reagiert mit Militärübungen in dicht besiedelten Stadtvierteln
  • Übungen fanden in Caracas und Bundesstaat Miranda mit Panzern statt
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Janine EnderliRedaktorin News

US-Präsident Donald Trump verkündet am Dienstagabend (Schweizer Zeit) einen weiteren Schlag gegen ein «Drogen-Boot» vor der Küste Venezuelas. «Im Rahmen meiner Befugnisse als Oberbefehlshaber hat der Kriegsminister heute Morgen einen tödlichen Angriff auf ein Schiff angeordnet, das einer als terroristische Organisation eingestuften Vereinigung angehört», schreibt Trump auf Truth Social. 

«Der Angriff wurde in internationalen Gewässern durchgeführt, wobei sechs männliche Drogenterroristen an Bord des Schiffes getötet wurden.» Auf der Seite der US-Streitkräfte habe es keine Verluste gegeben.

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Venezuela mobilisiert «gesamte militärische Kraft»

Nach dem Vorfall reagiert Venezuela. Als Reaktion auf den Einsatz hat der dortige Präsident Nicolás Maduro (62) Militärübungen in den am dichtesten bewohnten Stadtvierteln des Landes angeordnet. Bei diesen Übungen werde die «gesamte militärische Kraft» von Bevölkerung, Armee und Polizei mobilisiert, sagte der linksautoritäre Staatschef am Mittwoch in einer im Onlinedienst Telegram verbreiteten Audiobotschaft. Sogar Kampfjets befinden sich in Alarmbereitschaft. 

Vom Staatsfernsehen ausgestrahlte Bilder zeigten Panzerfahrzeuge, die sich seit der Morgendämmerung durch Petare bewegten, eines der grössten Viertel der Hauptstadt Caracas. Die Militärübungen fanden neben Caracas auch im angrenzenden, an der Karibikküste gelegenen Bundesstaat Miranda statt.

Bereits in den vergangenen Wochen gingen die USA hart gegen solche Schiffe vor. Die Boote befinden sich laut Trump jeweils im Zuständigkeitsbereich jenes Regionalkommandos der US-Streitkräfte, das für Mittel- und Südamerika sowie die Karibik zuständig ist. Auf welcher rechtlichen Grundlage die Operationen stattfanden, ist unklar.

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