Tragödie in Marokko
Restaurantbesuch kostet Lily (†18) das Leben

Lily King erlitt in einem marokkanischen Restaurant eine tödliche allergische Reaktion. Ihre Mutter ist wütend und wirft dem Personal vor, die Allergien ihrer Tochter ignoriert zu haben, obwohl sie ausdrücklich darauf hingewiesen hatte.
Publiziert: 08.11.2024 um 20:24 Uhr
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Aktualisiert: 11.11.2024 um 03:57 Uhr
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Lily erlitt in den Marokko-Ferien einen allergischen Schock.
Foto: justgiving.com
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Lily erlitt in den Marokko-Ferien einen allergischen Schock.
Foto: justgiving.com

Darum gehts

  • Britische Studentin stirbt nach allergischer Reaktion in Marokko
  • Mutter warnte Restaurantpersonal vor Allergien, dennoch kam es zum Unglück
  • Lily King (18) erlitt Herzinfarkt und Hirnschäden
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Marian NadlerRedaktor News

Sie hatte die besten Jahre noch vor sich: Die britische Studentin Lily King (†18) bezahlte ein Znachtessen in Marokko mit dem Leben. Ihre Eltern machen dem Restaurant schwere Vorwürfe, wie «Daily Mail» berichtet.

Weil sie in der Uni so gute Leistung brachte, hatten ihre Eltern ihr die Marokko-Ferien geschenkt. Voller Freude flog sie mit ihrer Mutter Aicha in das nordafrikanische Land. Sie ahnten nicht, dass es die letzte gemeinsame Reise sein würde. 

Poulet und Pommes – die falsche Wahl

In der marokkanischen Hauptstadt Rabat kommt es am Tag vor der Abreise zum Unglück. Mutter und Tochter wollen ein entspanntes Dinner in einem Restaurant geniessen, in dem sie bereits zuvor gegessen hatten. 

Lily entscheidet sich für Poulet und Pommes – als das Essen kommt, nimmt sie schnell einige erste Bissen. Dann der Schock: Die junge Frau rennt plötzlich aus dem Lokal, übergibt sich und bekommt Atemnot.

«Sie ist sehr, sehr allergisch»

Schnell ist klar: Sie hat eine heftige allergische Reaktion. Ihre Mutter handelt geistesgegenwärtig, verabreicht ihrer Tochter per Spritze Adrenalin. Trotzdem wird Lily kurz darauf in ein Spital eingeliefert.

Schon auf dem Weg in die Klinik erleidet sie einen Herzinfarkt und einen allergischen Schock, der schwere Hirnschäden zur Folge hat. Im Spital wird schon bei der Ankunft ein Hirntod festgestellt. Wenige Tage später ist sie tot. 

Der Verlust ihrer Tochter macht Aicha King wütend. Ihrer Meinung nach hätte er verhindert werden können. Sie hatte das Restaurantpersonal vor dem Essen mit Nachdruck auf die Allergien ihrer Tochter hingewiesen. Lily war unter anderem allergisch gegen Milch, Fisch, Sesam und Nüsse. «Bitte seien Sie vorsichtig, sie ist sehr, sehr allergisch», soll King nach eigenen Angaben zum Kellner gesagt haben.

Eltern erheben schwere Vorwürfe

Die Britin ärgert auch, dass man, während ihre Tochter vor dem Restaurant um ihr Leben kämpfte, von ihr verlangte, die Rechnung zu bezahlen. Andernfalls könne sie das Lokal nicht verlassen. Laut der Eltern könnte Lily ohne die Verzögerung von «ein paar Minuten» noch am Leben sein.

Die marokkanische Polizei hat Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen. Lilys Eltern haben unterdessen eine Fundraising-Kampagne aufgesetzt und sammeln Geld für die Allergie-Forschung. Erst Ende Oktober war eine Jugendliche in der italienischen Hauptstadt Rom nach einem allergischen Schock beim Pizzaessen ums Leben gekommen.

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Was sagst du dazu?
Philippe Steiner
11.11.2024, 14:51 Uhr
Und immer sind die anderen Schuld!!
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Christian Krieg
10.11.2024, 10:18 Uhr
Ist das nicht verantwortungslos, wenn man doch von dieser schweren Allergie Kenntnis hat, in einem nicht näher bekannten Restaurant Essen zu bestellen? Und dann dem Restaurantkoch die Schuld zu geben... Wenn schon Feiern mit dieser Einschränkung, dann für die betroffene Person etwas mitbringen und die Gemeinsamkeit leidet nicht.
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Dorian Lustenberger
10.11.2024, 07:15 Uhr
Wie heisst das restaurant in rabatt?
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Lutz Weinhold
10.11.2024, 10:03 Uhr
An Dorian Lustenberger: Rabat! Hauptstadt von Maroc
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Helmut Talmann
10.11.2024, 10:30 Uhr
An Lutz Weinhold: Marokko!
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Dieser Nutzer hat das Konto gelöscht
10.11.2024, 13:40 Uhr
An Lutz Weinhold: Total daneben,Herr Schulmeister.
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Dieser Nutzer hat das Konto gelöscht
09.11.2024, 19:48 Uhr
Bei uns gibt es für solche Fälle Diätköche. Ein gewöhnlicher Koch, und dann noch in Marokko, ist für sowas nicht ausgebildet. Das sollte man sich mit so einer extremen Allergie eigentlich bewusst sein.
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Marcel Mankaka
09.11.2024, 13:08 Uhr
äussert traurig für die Betroffenen, sie müssen sich aber die Frage gefallen lassen, warum man mit einer offenbar derart extremen Allergie in ein unbekanntes Restaurant geht, auch noch in einem unbekannten Land. Man muss sich doch des Risikos bewusst gewesen sein.
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