Darum gehts
- Narges Mohammadi in Iran im kritischen Zustand
- Familie besorgt, Herzprobleme und zweimal Bewusstlosigkeit gemeldet
- 25 Jahre Aktivismus, 10 Jahre Gefängnis wegen Einsatz für Menschenrechte
Die im Iran inhaftierte Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi (54) befindet sich laut ihrer Anwältin in einem äusserst kritischen Zustand. «Wir haben uns noch nie so grosse Sorgen um ihr Leben gemacht wie jetzt – sie könnte jederzeit sterben», erklärte ihre Anwältin Chirinne Ardakani.
Die 54-jährige Aktivistin war am Freitag aus dem Gefängnis in ein Spital in Sandschan im Nordwesten des Landes gebracht worden.
Engagement für Menschenrechte
Nach Angaben ihrer Familie besteht die Sorge, dass die Einlieferung ins Spital zu spät erfolgte. Demnach habe sie zuvor zweimal das Bewusstsein verloren und leide an schweren Herzproblemen.
Mohammadi verbrachte in den letzten zehn Jahren viel Zeit im Gefängnis. Sie setzte sich gegen den Kopftuchzwang in ihrem Land ein und kämpfte gegen die Todesstrafe. Sie wurde 2023 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet – als Anerkennung für ihren jahrzehntelangen Einsatz für Menschenrechte trotz wiederholter Verhaftungen und Gefängnisstrafen.