Putin nannte es den «letzten Ausweg»
Jetzt mobilisiert Russland auch Frauen für den Krieg

Seit Beginn des Krieges beklagt Russland eine hohe Zahl gefallener Soldaten. Nun setzt die russische Armee auf eine intensive Mobilisierungskampagne auf Frauen.
Publiziert: 21.07.2023 um 18:18 Uhr
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Aktualisiert: 28.07.2023 um 18:04 Uhr
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Im Krieg gegen die Ukraine hat Russland eine hohe Zahl an Todesopfern zu beklagen. Dem Soldaten-Mangel soll nun ein für alle Mal ein Ende gesetzt werden.

Russlands Armee hat noch immer Mühe, die gefallenen Soldaten an der Front zu ersetzen. Zahlreiche wehrpflichtige Männer wurden bereits eingezogen, um im Angriffskrieg gegen die Ukraine mitzukämpfen. In der Vergangenheit soll Regime Überwachungskameras genutzt haben, um die Wehrpflichtigen mit Gesichtserkennung aufzuspüren.

Neu setzt Präsident Wladimir Putin (70) auch vermehrt auf Frauen in der Armee. Dafür hat die Armee eine intensive Mobilisierungskampagne gestartet. Zunächst berichtete das Internetportal «Moscow Times».

Putin startet Fernsehkampagnen für Frauen

Jüngst wurden im russischen Staatsfernsehen Sendungen ausgestrahlt, um Rekrutinnen anzulocken. Im Werbespot wurde eine ausschliesslich weibliche Einheit vorgestellt, die in der russischen Stadt Belgorod eine militärische Ausbildung erhielt.

Am Mittwoch veröffentlichte Natalia Kolesnikowa, ein Mitglied der territorialen Verteidigung der Stadt, eine Rekrutenanzeige für Frauen. Zwar werden keine körperlichen Anforderungen an die Rekrutinnen gestellt, allerdings hiess es in der Anzeige: «Ihr müsst verstehen, dass ihr rennen, springen und so weiter müsst.» Inzwischen wurde die Anzeige wieder gelöscht.

Russische Rekrutinnen als «letzter Ausweg»

Die Rekrutinnen sollen laut dem Bericht insbesondere nahe der Grenze zur Ukraine als Verteidigungseinheiten eingesetzt werden.

Pikant: Vergangenen Herbst hiess es noch vonseiten des russischen Parlaments, dass Rekrutinnen nur als «letzten Ausweg» eingesetzt würden. «Im Grossen und Ganzen ist der Krieg nichts für Frauen. Sie würden nur als letzter Ausweg eingezogen werden», erklärte eine Abgeordnete der Staatsduma. (lia)

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