Polar-Expedktionsschiff unter Quarantäne
Ratten-Virus fordert drei Tote auf Luxusliner

Tödlicher Virus an Bord: Auf einem Expeditionsschiff starben drei Passagiere an einem durch Nagetiere übertragenen Virus. Die Traumreise von Argentinien nach Kap Verde wurde zum Albtraum.
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Das niederländische Polar-Expeditionsschiff MV Hondius.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Auf Expeditionsschiff starben drei Menschen durch Hantavirus-Ausbruch
  • Ein Patient liegt in Südafrika auf der Intensivstation und kämpft um sein Leben
  • Übertragung durch Ratten an Bord vermutet
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Daniel KestenholzRedaktor Nachtdienst

Albtraum auf hoher See im Atlantik: Auf dem Expeditionsschiff MV Hondius ist ein tödliches Hantavirus ausgebrochen – mindestens drei Passagiere sind gestorben. Der Verdacht: Ratten haben das Killer-Virus eingeschleppt.

Das niederländische Schiff war auf dem Weg vom argentinischen Ushuaia nach den Kapverden, als die Krankheit plötzlich ausbrach. Insgesamt sechs Passagiere erkrankten, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigt.

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Rentnerpaar tot

Alles begann mit einem 70-jährigen Briten: Er zeigte erste Symptome, sein Zustand verschlechterte sich rapide – er starb noch an Bord. Seine Leiche wurde auf die abgelegene Atlantik-Insel St. Helena gebracht.

Kurz darauf erkrankte auch seine 69-jährige Ehefrau. Sie wurde in dramatischer Rettungsaktion nach Südafrika ausgeflogen, doch auch sie starb wenig später in einem Spital in Johannesburg qualvoll. Ein drittes Todesopfer wurde ebenfalls bestätigt – Details dazu sind noch unklar.

Besonders beunruhigend: Ein Toter wurde bereits positiv auf das Hantavirus getestet, bei fünf weiteren Fällen besteht dringender Verdacht. Ein Patient liegt aktuell auf der Intensivstation in Südafrika und kämpft ums Überleben.

Urin, Kot oder Bisse

Hantaviren werden meist durch Nagetiere übertragen – etwa über Urin, Kot oder Bisse. Genau deshalb richten sich die Ermittlungen nun auf mögliche Ratten an Bord oder in Versorgungslieferungen. Die Übertragung von Mensch zu Mensch ist äusserst selten.

Laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) kommen Hantaviren in kleinen Nagetieren wie Mäusen und Ratten vor. Die Inkubationszeit beträgt eine bis vier Wochen, dann plötzlich Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Muskelschmerzen. Schlimmster Fall: Lungenödem und Atemnot, jeder zweite solche Fall endet tödlich.

Tod wie bei Gene Hackmans Frau

Brisant: Auch Hollywoodstar Gene Hackmans (†95) Frau Betsy Arakawa (†65) war nach dem tragischen Tod ihres Mannes 2025 an einem Hantavirus-Lungensyndrom verstorben. Mäusekot in ihrer Santa-Fe-Villa galt als Ursache.

Die Traumreise auf dem Polarkreuzfahrtschiff wurde zum Horrortrip und der Luxusliner unter Quarantäne gestellt. Für die Passagier bedeutet das: eingesperrt in den Kabinen, tägliche Gesundheitschecks und Angst. Die Behörden arbeiten unter Hochdruck, die genaue Ursache zu klären und weitere Fälle zu verhindern.

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