Darum gehts
Die tödliche Attacke auf der Bourbon Street in der US-Stadt New Orleans am Neujahrstag schockierte die Welt. Der US-Armee-Veteran Shamsud-Din Jabbar (†42) raste mit einem gemieteten Pickup-Truck in eine Menge feiernder Menschen, riss 14 in den Tod und verletzte 35 weitere. Der Todesfahrer war laut US-Behörden Sympathisant des Islamischen Staates (IS). Auf den ersten Blick scheint der Angriff ein isoliertes Ereignis zu sein. Experten warnen aber, dass der IS möglicherweise eine neue Phase des Terrors eingeläutet hat – subtil, effektiv und schwer greifbar.
Der Anschlag in New Orleans ist nicht das erste Anzeichen dafür, dass der IS neue Wege geht. Bruce Hoffmann, Experte für Terrorismus am «Council on Foreign Affairs», merkte gegenüber «The Economist» an, dass 2024 «das Jahr der Wiederauferstehung» der Organisation war. Tatsächlich sank die Anzahl der dschihadistischen Anschläge im Westen seit 2016 stetig, der IS war sichtbar geschwächt. Doch im letzten Jahr stieg die Zahl der dschihadistisch motivierten Anschläge in den USA und Europa wieder an. Was steckt hinter dem Wiedererstarken?