Nach Verlängerung von «New Start»-Vertrag
Trump fordert neues Atomwaffenabkommen

Der «New Start»-Vertrag, der die USA und Russland zur schrittweisen Abrüstung von Nuklearwaffen zwang, wurde am Donnerstag verlängert. Donald Trump fordert aber nun ein neues modernes Atomwaffenabkommen. Das schreibt der US-Präsident auf seiner Plattform Truth Social.
Kommentieren
Donald Trump fordert einen neuen Atomwaffenvertrag mit Russland.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Abrüstungsabkommen «New Start» zwischen USA und Russland verlängert
  • Trump fordert neuen Atomdeal, kritisiert altes Abkommen als schlecht verhandelt
  • Uno warnt: Risiko eines Atomwaffeneinsatzes so hoch wie seit Jahrzehnten
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.

Der letzte grosse Abrüstungsvertrag zwischen den USA und Russland, das Abkommen «New Start» wurde am Donnerstag verlängert. Washington habe allerdings bis zuletzt nicht auf den russischen Vorschlag geantwortet, die festgelegten Obergrenzen für ein weiteres Jahr einzuhalten, sagte der aussenpolitische Sprecher von Kreml-Chef Wladimir Putin (73), Juri Uschakow (78), in Moskau.

US-Präsident Donald Trump (79) fordert aber nun ein neues Abkommen mit Moskau – und geht gleichzeitig auf Distanz zum alten Vertrag. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er, statt «New Start» zu verlängern – ein «schlecht verhandeltes Abkommen» – sollten Experten «einen neuen, verbesserten und modernisierten Vertrag ausarbeiten, der langfristig Bestand hat».

Wer genau an der Ausarbeitung eines neuen Vertrages beteiligt sein sollte, also Russland und die USA oder darüber hinaus auch andere Staaten - dazu machte Trump keine genauen Angaben. Regierungssprecherin Karoline Leavitt sagte allerdings vor Journalisten angesprochen auf Trumps Post, man werde mit den Russen weiterhin diskutieren.

«Einfach ein besseres Abkommen machen»

Der US-Präsident hatte sich bereits in der Vergangenheit ähnlich geäussert und sich unbeeindruckt vom Auslaufen des Atomvertrags gezeigt. «Wir werden einfach ein besseres Abkommen machen», sagte er Anfang Januar der Zeitung «New York Times». Washington hatte zuvor bereits gefordert, dass auch China in künftige atomare Abrüstungsverträge eingebunden wird.

Auf die Frage von Journalisten, ob es schon eine vorübergehende Vereinbarung mit Russland gebe, um den Stand von New Start zunächst weiterhin aufrechtzuerhalten, sagte die US-Regierungssprecherin: ihrer Kenntnis nach nicht.

Moskau fühlt sich nicht mehr gebunden

Russland erklärte unmittelbar nach dem Auslaufen des Vertrags, sich nicht länger an Beschränkungen gebunden zu fühlen. Das Verteidigungsministerium teilte mit, die bisherigen Verpflichtungen seien beendet.

Danach meldete die Nachrichtenseite «Axios», dass die USA und Russland sich geeinigt haben. Beide Parteien wollen nun doch sich weiter an den New Start halten. Das bestätigten drei mit den Gesprächen vertraute Quellen. 

Mehr zum «New Start»-Vertrag und warum sein Ende eine neue Spirale der Aufrüstung zu Folge haben könnte, kannst du hier nachlesen.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen