Darum gehts
- Ein Wintersturm bedroht 40 Millionen Menschen in den USA ab Sonntag
- New York City könnte durch Eisregen und gefrierenden Schnee lahmgelegt werden
- 9000 Flüge bereits gestrichen, Notstand in New York am 28. Dezember
Ein gefährlicher Wintersturm nimmt derzeit Kurs auf die USA. Wie Meteorologen warnen, müssen sich rund 40 Millionen Amerikaner auf ein zerstörerisches Unwetter gefasst machen.
Die Auswirkungen seien vor allem am Sonntag und am Montag zu spüren. So führten Schneeschauer im US-Bundesstaat Michigan zu einem grösseren Unfall auf der Autobahn I-75 bei Detroit. Am Nachmittag krachten bei mehreren kleineren Unfällen drei Sattelzüge und zwei Dutzend Fahrzeuge ineinander, wie der örtliche TV-Sender Fox 2 berichtete. Der Verkehr wurde durch die Kollisionen in beide Richtungen blockiert.
Was ist ein Bomben-Zyklon?
«Diese Situation wird wohl den Grossteil des Tages andauern», sagte eine Sprecherin des Verkehrsministeriums von Michigan zu Fox 2. Sie erklärte, dass für die Sattelzüge spezielle Abschleppfahrzeuge benötigt würden. Ein mehrere Kilometer langer Stau bildete sich.
Der Wintersturm könne sich rasch in einen Bomben-Zyklon verwandeln, so die Meteorologen weiter. Dabei handelt es sich um ein sehr starkes Tiefdruckgebiet, das sich extrem schnell verstärkt.
Tausende Flüge gestrichen
Der Luftdruck fällt dabei ab, wodurch heftiger Wind, Regen oder Schnee entstehen können.
Die Meteorologen erklären gegenüber dem Nachrichtenportal «NPR», dass der bereits vorhandene Schnee in der Metropole in New York City bei sinkenden Temperaturen und einsetzendem Eisregen gefrieren könnte – was die Reisebedingungen zusätzlich erschwert.
Eisregen und Fluten
Bereits am Sonntag sorgte ein Wintersturm dafür, dass New York den Notstand ausrief. Tausende Flüge mussten gestrichen werden.
Doch nicht nur die Stadt ist betroffen. Der Bundesstaat New York bleibt nicht verschont: In Buffalo und Jamestown gibt es Flutwarnungen aufgrund der prognostizierten Niederschläge.
«Nahezu null Sicht»
Auch die Staaten Minnesota und North Dakota müssen mit Schneefällen und heftigen Windböen rechnen. Die Schneefälle könnten zu einer Art «Schneetreiben» führen, das weisse, undurchsichtige Bedingungen mit nahezu null Sicht bis Montagmorgen (Ortszeit) erzeugt, warnen Experten.
Im Nordosten gelten Winterwetterwarnungen von Pennsylvania bis nach Maine, mit Warnungen vor Eisregen von Sonntagabend bis Montag.