Darum gehts
- Trump besucht Israel für Geiselfreilassungen und leitet Gaza-Friedenskonferenz in Ägypten
- Historischer Tag mit emotionaler Bedeutung für Israel und palästinensische Gebiete
- 20 lebende Geiseln werden befreit und 28 tote Geiseln übergeben
- Israel soll rund 2000 palästinensische Gefangene freilassen
Ein historischer und emotional aufgeladener Tag: Am Montag steht Israel im Weltrampenlicht, 737 Tage nach dem Massaker vom 7. Oktober 2023.
US-Präsident Donald Trump wird voraussichtlich am Vormittag zu einem vierstündigen Kurzbesuch in Tel Aviv landen. Trump flog kurz vor 17 Uhr Ortszeit (23 Uhr CH-Zeit) in Washington Richtung Nahost ab.
Trump wird vom israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu (75) empfangen werden, eine Rede in der Knesset halten und auch Angehörige und freigelassene Geiseln treffen.
Wendepunkt
In den frühen Morgenstunden sollen die lang erwarteten Geiselfreilassungen beginnen – zwischen 4 und 6 Uhr (3 und 5 Uhr CH-Zeit) wird die Hamas laut israelischen Quellen 48 Geiseln übergeben. 20 seien noch am Leben, 28 tot.
Im Gegenzug bereitet sich Israel auf die Freilassung von etwa 2000 palästinensischen Gefangenen vor, darunter rund 250 mit lebenslanger Haftstrafe.
Der Tag wird als Wendepunkt im jahrzehntelangen Konflikt betrachtet. Israel und palästinensische Gebiete liegen im Freudentaumel, gemischt mit dem Trauma der vergangenen zwei Jahre. An Bord von Air Force One sagte Trump zu Journalisten, der Konflikt habe nicht nur Jahrzehnte, sondern Jahrhunderte angedauert.
Friedenskonferenz
Direkt nach seinem Blitzbesuch reist Trump weiter nach Scharm el Scheich in Ägypten. Dort leitet er eine internationale Gaza-Friedenskonferenz, an der jedoch weder Israel noch Hamas oder die Palästinensische Autonomiebehörde teilnehmen.
Mehr als zwanzig Staaten sind zur Friedenskonferenz eingeladen oder haben ihre Teilnahme bereits zugesagt. Unter den bestätigten oder wahrscheinlich teilnehmenden Persönlichkeiten sind Uno-Generalsekretär António Guterres (76) sowie mehrere führende europäische Politiker, darunter Emmanuel Macron (47) aus Frankreich, Giorgia Meloni (48) aus Italien, Pedro Sánchez (53) aus Spanien sowie der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (69) und der britische Premierminister Keir Starmer (63).
Auch zahlreiche Vertreter aus der arabischen und islamischen Welt werden erwartet – unter anderem aus Saudi-Arabien, Katar, Jordanien, der Türkei, Pakistan und Indonesien.