Epstein-Skandal in Frankreich
Ex-Minister Jack Lang ins Aussenministerium vorgeladen

Der französische Aussenminister Jean-Noël Barrot hat den früheren Bildungsminister Jack Lang vorgeladen. Es geht um die Verbindungen Langs zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.
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Frankreichs Aussenminister Jean-Noël Barrot will wissen, was hinter den Verbindungen des früheren Bildungsministers Jack Lang zu Jeffrey Epstein steckt.
Foto: IMAGO

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Jack Lang (86) wird am Sonntag ins französische Aussenministerium vorgeladen
  • Französischer Aussenminister fordert Erklärung zu Epstein-Verbindungen
  • Epstein ist ein verurteilter, US-amerikanischer Sexualstraftäter
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Der frühere französische Kultur- und Bildungsminister Jack Lang (86) wurde ins Aussenministerium vorgeladen. Das erklärte der französische Aussenminister Jean-Noël Barrot (42) gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

«Er wurde vom Ministerium einbestellt und wird am Sonntag empfangen», sagte Barrot während einer Auslandsreise in Erbil im Irak. Lang soll seine Verbindungen zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein erklären. 

Verdacht auf Geldwäsche und Steuerbetrug

Angesichts von Vorermittlungen wegen schweren Steuerbetrugs wies der frühere Kulturminister Jack Lang die Vorwürfe zurück. Diese seien unbegründet, sagte Lang nach französischen Medienberichten unter Berufung auf die Nachrichtenagentur AFP.

Unter dem Druck der Vorwürfe bot er dennoch seinen Rücktritt als Präsident des Pariser Kulturinstituts «Institut du monde arabe» (IMA) an. Aussenminister Jean-Noël Barrot nehme diesen Rücktritt zur Kenntnis, bestätigte das französische Aussenministerium der Deutschen Presse-Agentur. Er leite das Verfahren zur Ernennung eines Nachfolgers an der Spitze des IMA ein.

Die Finanzstaatsanwaltschaft hatte Medien zufolge am Freitag eine Untersuchung wegen des Verdachts auf Geldwäsche und schweren Steuerbetrug gegen Lang und seine Tochter Caroline Lang eingeleitet.

Gemeinsame Gesellschaft in Steuerparadies

Zuvor war bekannt geworden, dass die Namen von Jack und Caroline Lang in den Dokumenten auftauchen, die von der US-Justiz im Rahmen der Epstein-Affäre veröffentlicht wurden. Eine blosse Erwähnung in den Akten bedeutet noch kein Fehlverhalten. Lang berief sich bisher auf seine «Naivität» mit Blick auf die Beziehung.

Die nun angekündigte Untersuchung betrifft laut Medien mutmassliche finanzielle Verbindungen zum verstorbenen US-Financier Epstein, über die das Enthüllungsmedium «Mediapart» berichtet hatte. Dabei soll es um eine von Epstein gegründete Gesellschaft mit Sitz in einem Steuerparadies gehen, an der Caroline Lang die Hälfte Anteile gehalten habe. Laut Mediapart wurde die Gesellschaft 2016 gegründet.

Jack Lang war Minister unter dem ehemaligen Präsidenten François Mitterrand in den 1980er- und 90er-Jahren. Seit 2013 stand der 86-Jährige an der Spitze des «Institut du monde arabe».

Sensible Daten von Mandelson erhalten

Nach der jüngsten Veröffentlichung von Dokumenten zum Fall Epstein sind auch andere ehemalige europäische Regierungsvertreter wegen finanzieller Verflechtungen mit dem Sexualstraftäter ins Visier der Behörden geraten. 

Gegen den früheren britischen Wirtschaftsminister Peter Mandelson laufen Ermittlungen, weil er während der Finanzkrise sensible Informationen an Epstein weitergegeben haben soll.

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