Darum gehts
- Russland wirft Deutschland revanchistische Ukraine-Politik vor, nennt Waffenlieferungen als Beweis
- Moskau droht deutschen Soldaten in Ukraine mit Bekämpfung als «legitime Ziele»
- 80 Jahre nach Kriegsende setzt Deutschland erneut Waffen gegen Russland ein
Die deutsche Aussenpolitik in der Ukraine ist nach russischer Darstellung von Rachegelüsten geprägt. «Die deutsche Regierung hat aufgehört, den Fakt zu verstecken, dass sie unserem Land gegenüber von der Besessenheit getrieben wird, Revanche für frühere Niederlagen zu nehmen», heisst es in einer am Montag veröffentlichten schriftlichen Mitteilung des russischen Aussenministeriums im Nachgang der jährlichen Pressekonferenz von Minister Sergej Lawrow zu Jahresbeginn.
Teil dieses «Revanchismus» sei die uneingeschränkte Unterstützung der Ukraine. Dort kämen 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs erneut massenhaft deutsche Waffen gegen russisches Gebiet zum Einsatz, kritisierte das Aussenamt in Moskau.
Ausländische Truppen in der Ukraine «legitime Ziele»
In Litauen sei die Bundeswehr bereits stationiert. Sollte Berlin dieses aber in der Ukraine versuchen, würden die Soldaten – wie andere ausländische Truppen auch – als «legitime Ziele» bekämpft werden, heisst es zur Diskussion um die Beteiligung Deutschlands an einer internationalen Sicherheitstruppe nach einem Ende des Ukraine-Kriegs.
Russlands Präsident Wladimir Putin hat vor vier Jahren den Angriff auf die Ukraine mit der Begründung befohlen, dass die eigene Sicherheit durch Nato-Bestrebungen des Nachbarlands gefährdet sei. Für die Beendigung der Kampfhandlungen fordert Moskau neben dem Verzicht auf den Nato-Beitritt der Ukraine auch grosse Gebietsabtretungen.