Darum gehts
- Trump fordert Invasionsplan für Grönland, um dänische Kontrolle zu brechen
- US-Generäle lehnen gewaltsames Vorgehen ab, nennen Plan «verrückt und illegal»
- Grönland ist autonom, Bevölkerung entscheidet über Zukunft im Königreich Dänemark
US-Präsident Donald Trump (79) sorgt einmal mehr für Schlagzeilen. Laut einem Bericht der britischen Zeitung «Mail on Sunday» hat Trump das Kommando der US-Streitkräfte, das Joint Special Operations Command, angewiesen, einen Invasionsplan für Grönland auszuarbeiten.
Sein Ziel: Die Insel notfalls mit Gewalt aus der dänischen Kontrolle zu lösen. Politische «Falken» um Trump – angeführt von Berater Stephen Miller – fühlen sich durch den Erfolg gegen Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro ermutigt und drängen auf rasches Handeln, bevor Russland oder China aktiv werden.
«Verrückt und illegal»
Doch hochrangige US-Militärs widersprechen. Sie halten den Plan laut einer Quelle für «verrückt und illegal».
Am Samstag bekräftigte Trump erneut seine Drohung: Die USA würden in Grönland handeln – notfalls «auf die harte Art».
Laut «Mail on Sunday» könnte die «harte Art» Gewalt oder politischen Zwang bedeuten, um Grönlands Verbindung zu Dänemark zu kappen – doch die Generäle weigern sich offenbar, das durchzusetzen.
«Als würde man mit einem Fünfjährigen verhandeln»
Sie sollen versuchen, Trumps Augenmerk auf andere Operationen – etwa im Iran – zu lenken. «Es sei, als würde man mit einem Fünfjährigen verhandeln», so die Quelle weiter.
Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen bleibt derweil unnachgiebig. «Grönland gehört Grönland», betonte sie mehrfach. Die Insel ist ein autonomes Gebiet innerhalb des dänischen Königreichs, und die Entscheidung über ihre Zukunft liegt allein bei der grönländischen Bevölkerung.
In einem weiteren Szenario, das in der diplomatischen Analyse beschrieben wird, könnte Dänemark einem Kompromiss zustimmen, der den USA uneingeschränkten militärischen Zugang zu Grönland gewährt und gleichzeitig Russland sowie China ausschliesst. «Aus innenpolitischen Gründen kann Trump mit einem Eskalationsszenario beginnen, das sich zu einem Kompromissszenario wandelt», heisst es in einem Telegramm, das der Zeitung vorliegt.